Betrugsprävention: Wie sich Händler am Black Friday vor Betrügern schützen

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 3 min Lesedauer

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Auch dieses Jahr locken am Black Friday wieder hohe Rabatte die Schnäppchenjäger an. Um sich vor Betrügern zu schützen, sollten Onlinehändler effektive Maßnahmen zur Betrugsprävention umsetzen.

(Quelle:  Egor - Adobe Stock)
(Quelle: Egor - Adobe Stock)

Laut Statista zufolge wurden im vergangenen Jahr deutschlandweit am Black Friday rund fünf Milliarden Euro umgesetzt. Das war doppelt so viel wie noch 2018, als sich der Black Friday auch schon größter Beliebtheit erfreute. Insbesondere Elektronikprodukte haben es Verbrauchern angetan. Doch während 62 Prozent der Verbraucher bei TV-Geräten, Smartphones und Computern Ende November auf günstige Preise hoffen, rechnen Betrüger wieder mit äußerst günstigen Gelegenheiten, lukrative Angriffe zu lancieren. Onlinehändler sollten Maßnahmen zur Betrugsprävention einleiten, denn Cyberkriminellen spekulieren weniger auf Rabatte.

Vielmehr steigt die Zahl der Betrugsversuche am voraussichtlich umsatzstärksten Tag des Jahres. Denn zu dieser Zeit gehen Betrüger davon ausgehen, dass Geschäftsprozesse und die Logistik der Onlinehändler sehr hoch belastet sind. Dementsprechend groß ist die Gefahr, dass die Bestellungen der Betrüger unter dem hohen Aufkommen regulärer Transaktionen ohne eine gute Betrugsprävention unentdeckt bleiben.

Am Black Friday erhöhte Gefahr durch Cyberangriffe

Eine erhöhte Gefahr geht an diesem Tag von Betrugsarten aus, welche im E-Commerce tagtäglich zu beobachten sind – wie der Einkauf mit geknackten Accounts oder mit gestohlenen Zahlungsinformationen. Von besonderem Interesse dürfte für die Cyberkriminellen in diesem Jahr aber der Retouren-Betrug sein. So versuchen sie alles daransetzen, eine Kaufpreiserstattung zu erzielen, während sie die Ware zurückhalten. Das Schema ist simpel: Sie fordern mit der Begründung ihr Geld zurück, die Ware sei auf dem Versandweg verloren gegangen, einer der bestellten Artikel habe gefehlt oder sei defekt angekommen.

Die Rücksendung von falschen Artikeln ist ebenfalls eine gängige Masche der Betrüger. Doch auch eine gezielte Manipulation von Rückversand-Labels nutzen sie häufig, um die Logistik-Prozesse der Händler zu manipulieren. Hierbei geht die Rücksendung auf dem Versandweg verloren oder wird im System der Anbieter fälschlicherweise als zugestellt deklariert. Dies bedeutet, dass Onlinehändler neben der Überprüfung von Transaktionen und Zahlungen in diesem Jahr auch ein besonderes Augenmerk auf die Logistikprozesse legen sollten. Denn Betrüger suchen hier gezielt nach Schwachstellen.

Drei wichtige Maßnahmen zur Betrugsprävention

Wie können Händler die Gefahr, Opfer von Online-Betrug zu werden, eindämmen, sodass ihre Systeme wie auch die Daten ihrer Kundengeschützt bleiben? Folgende drei Tipps ermögliche eine effektive Betrugsprävention:

  1. Einführung einer durchdachten Datenerhebung im Bestellprozess. Empfehlenswert ist es zudem, die Kundeninformationen mittels externer Datenquellen, wie Auskunfteien oder Validierungsservices, aufzuwerten.

  2. Smarte Systeme sind in der Lage, betrügerische Transaktionen zu verhindern, bevor größerer Schaden entsteht, der dem Händler finanzielle Einbußen bringt oder seine Reputation gefährdet. Diese Systeme sind in der Lage, Betrugswahrscheinlichkeiten mit Hilfe von Regelwerken, Scoringmodellen und Machine Learning zu prognostizieren.

  3. Wenn Kunden plötzlich ein ungewöhnliches Verhalten an den Tag legen, besteht die Möglichkeit, dass ihre Konten gekapert wurden. Experten für Betrugsprävention arbeiten mit einer fundierten Datenbasis, um neue Betrugsmuster zu erkennen und in Grenzfällen die richtigen Entscheidungen zu treffen.

(Felix Steinmann ist Geschäftsführer von Risk Ident. (Bild: Risk Ident))
(Felix Steinmann ist Geschäftsführer von Risk Ident. (Bild: Risk Ident))

Über den Autor: Felix Steinmann ist Geschäftsführer von Risk Ident. Die intelligenten Softwareprodukte erkennen Online-Betrug durch eine automatisierte Auswertung und Interpretation von Datenpunkten. Die Ergebnisse werden in Echtzeit geliefert und ermöglichen es so, betrügerische Angriffe zu stoppen, bevor Schaden entsteht. (sg)

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