Seit den schwindelerregenden Wachstumsraten des Bitcoins wird viel über Kryptowährungen diskutiert. Einige Online-Händler ermöglichen ihren Kunden bereits die Bezahlung damit. Sind Bitcoin und Co. aber wirklich ernstzunehmende Alternativen zu Fiat-Währungen? Über die Vor- und Nachteile.
(Quelle: escapejaja/Adobe Stock)
Bitcoin als Zahlungsmittel? Im Gegensatz zu physischen Geschäften interagieren E-Commerce-Unternehmen über Online-Kanälen mit ihren Kunden. Deswegen benötigen sie zuverlässige Zahlungsmethoden, mit denen sie sich online, sicher und schnell abwickeln lassen. Obwohl viele E-Commerce-Plattformen bereits verschiedene digitale Zahlungsmethoden eingeführt haben, akzeptieren die meisten nur Fiat-Währungen, also Euro, US-Dollar und andere globale Leitwährungen.
Lohnt sich Bitcoin als Zahlungsmittel für die Händler?
Immer mehr Menschen jedoch investieren und zahlen in Kryptowährungen und wünschen sich, dies auch im Alltag zu tun. Erste Tendenzen dieser Forderung Nachdruck zu verleihen kristallisieren sich in Ländern heraus, die nicht gerade für ihre innovative Strahlkraft in Bezug auf geldpolitische Offenheit bekannt sind. In El Salvador beispielsweise, wie die Tagesschau im September berichtete, ist die dezentrale, virtuelle Währung Bitcoin inzwischen schon Landeswährung. Auch andere Länder denken lautstark darüber nach, diesem Schritt zu folgen. Doch die große Frage ist: Inwiefern lohnt es sich für Onlinehändler, Kryptowährungen zu akzeptieren?
Die Vorteile
Kryptowährungen, wie Bitcoin, Etherum oder Solana ermöglichen Händlern, Zahlungen weltweit von Kunden zu erhalten, ohne dass dabei erhebliche Transaktionskosten oder Gebühren für das Wechseln unterschiedlicher Landeswährungen anfallen. Die Integration von Kryptowährungen in den eigenen E-Commerce-Shop wäre also eine großartige Möglichkeit, den eigenen Kundenstamm zu erweitern und neue Märkte zu erschließen, ohne dabei große Summen zu investieren. Mögliche Neukunden sind technisch sehr versiert – in bestimmten Branchen eine durchaus interessante Zielgruppe. Durch die Möglichkeit, Zahlungen über ein eigenes Wallet oder einen Payment Service Provider abzuwickeln, können Händler in breiteren Märkten agieren und dadurch Verbraucher auf der ganzen Welt ansprechen.
Transaktionen mit Kryptowährungen werden zudem umgehend verarbeitet. Das Geld steht Händlern direkt zur Verfügung. Bei Zahlungen mit Kredit- oder Debitkarten kann es einige Tage dauern, bis das Geld beim Händler ankommt. Dann lauert aber immer noch das Charge-Back-Gespenst hinter Händlern. Denn Kunden können jederzeit Transaktionen rückgängig machen, wenn sie mit grundlegenden Vertragsbestandteilen unzufrieden sind. Käufe mit Bitcoin und Co. dagegen erhöhen den Cashflow des Unternehmens. Zudem gibt es bei solchen Transaktionen keinen Mittelsmann wie etwa eine Bank, die meistens hohe Gebühren erhebt.
Nachteile von Kryptowährungen im E-Commerce
Kryptowährungen sind jedoch einer hohen Volatilität ausgesetzt, da sich der Preis nur durch die Marktkraft von Angebot und Nachfrage errechnet. Es ist also möglich, dass ein rentables Geschäft von jetzt auf gleich unrentabel wird. Es ist aber auch genau das Gegenteil möglich. Zudem kann der Tausch von Kryptowährung in Fiat-Geld, steuerrechtliche Fragen in Bezug auf das finanzielle Gebaren des Unternehmens aufwerfen. Diese Aspekte sollten Online-Händler vor der Einbindung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel in Betracht ziehen.
Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel im Onlinehandel
Dennoch nehmen Online-Einzelhandelsplattformen Bitcoin zunehmend in ihre Zahlungssysteme auf. Das ermöglicht ihnen, Kunden aus verschiedenen Teilen der Welt effizient und schnell zu bedienen. Einige der führenden E-Commerce-Einzelhandelsplattformen, die Bitcoin akzeptieren, sind Overstock, HomeDepot and Rakuten.
Und es werden immer mehr: Bei Etsy, der Plattform für handgemachte Produkte und Vintage, kann zum Teil mit Krypto-Währungen bezahlt werden. Die Plattform selbst akzeptiert zwar keine Krypto-Währungen, dafür die meisten der unabhängigen Verkäufer, die die Website nutzen. Auch beim weltweit größten Onlinehändler Amazon lässt sich indirekt über Gutscheinkarten mit Krypto zahlen. Alternativ verbindet der Online-Handelsriese Kunden mit Händlern auf der Plattform, die Krypto-Währungen akzeptieren. Die erste Branche, die sich dem Thema Krypto-Bezahlservices angenommen hat, war die Airline-Industrie. Fluggesellschaften gehörten zu den ersten Unternehmen, die Krypto-Zahlungen akzeptierten und den Kauf von Flugtickets mit Kryptowährungen ermöglichten. Zu den führenden Reiseservice-Websites, die Bitcoin und andere Krypto-Zahlungen akzeptieren, gehören etwa CheapAir, Virgin Airlines oder Norwegian Airlines sowie Expedia. Dafür kooperiert der Online-Reiseanbieter mit Coinbase als einer der größten Zahlungsvermittler.
Sind Kryptowährungen eine Alternative?
Die Akzeptanz von Kryptowährungen im E-Commerce schreitet voran. Schon bald wird es viele Websites geben, die Krypto-Zahlungen in jedem Wirtschaftssektor akzeptieren. Auch die Zahl der weltweiten Kunden, die bereit sind, mit Bitcoin und anderen Altcoins zu zahlen, nehmen zu.
Stand: 16.12.2025
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Planungssicherheit
Natürlich müssen Händler und Kunden die Volatilität im Auge behalten – sofern keine All-in-One-Lösungen verwendet werden. Damit Kryptowährungen eine wirkliche Zahlungsalternative im Alltag darstellen, braucht es jedoch eine gewisse Stabilität und damit einhergehende Planungssicherheit.
Doch die Branche entwickelt sich jeden Tag weiter. Eine veritable Lösung dafür könnte schon sehr bald gefunden werden. Händler sollten nicht zu lange warten, denn Kryptowährungen sind längst eine ernstzunehmende Alternative zu Fiat-Währungen geworden und bleiben es auch. Wer als Händler jetzt einsteigt, sichert sich einen klaren Vorteil weltweit gegenüber seinen Mitbewerbern mit nicht zu unterschätzendem Gewinnpotential.
Der Autor Julian Hosp ist CEO von CakeDeFi, Bestseller-Autor und Kryptowährungsexperte im deutschsprachigen Raum. Sein Ziel ist, die Welt der Kryptowährungen mehr Menschen näher zu bringen.