Marken und Händler sind mitten in den Vorbereitungen für den Black Friday. Gründliche Planung, gezielte Maßnahmen auf Basis von Daten und Erfahrungen der letzten Jahre sind der Schlüssel für Erfolg.
(Bild: starlineart / Adobe Stock)
Der Black Friday rückt näher. Doch auch wenn die Zeit bis zum 29. November knapp wird, gibt es noch kurzfristige Möglichkeiten, den Umsatz entscheidend zu steigern. Mit neuen datengetriebenen Tools und KI-Lösungen können wertvolle Einblicke gewonnen werden, die in den letzten Tagen oder am Schnäppchentag selbst für entscheidende Wettbewerbsvorteile sorgen. Hier sind fünf Last-Minute-Hacks, die Sie nutzen können, um Ihre Performance am Black Friday zu verbessern – und gleichzeitig auch für die Cyber Week und den Cyber Monday besser aufgestellt zu sein.
Der Black Friday ist hektisch, aber auch eine enorme Chance. Selbst in letzter Minute lassen sich durch gezielte Maßnahmen die Umsätze steigern.
Sebastian Klumpp, XPLN
1. Verfügbarkeiten am Black Friday im Blick behalten
Eines der größten Risiken am Black Friday ist, dass stark nachgefragte Produkte schnell ausverkauft sind. Das bremst nicht nur den Umsatz, sondern hinterlässt auch einen schlechten Eindruck bei den Kunden. Sorgen Sie also rechtzeitig dafür, dass Ihr Lager auf den Ansturm vorbereitet ist. Mithilfe moderner Digital-Shelf-Analytics-Lösungen können Sie die Verfügbarkeit in Echtzeit überwachen und schnell reagieren. Es gibt dabei einen guten Grund, nicht nur die eigene Ware im Blick zu behalten. Sind die Konkurrenzprodukte ausverkauft, haben Sie die perfekte Gelegenheit, gezielte Werbung für Ihre eigenen Artikel zu schalten oder den Preis anzupassen. Der Vorteil: Sie erreichen enttäuschte Kunden, die bereits am Kauf interessiert sind und jetzt eine Alternative suchen.
2. Schnelles Reagieren auf Kundenrezensionen
Kundenrezensionen können am Schnäppchentag zum echten Kaufkiller werden. Eine schlechte Bewertung, die kurz vor oder am wichtigsten Verkaufstag selbst online geht, kann den Umsatz erheblich beeinträchtigen. Eine Studie des Journal of Marketing Research legt nahe, dass eine einzige Rezension unter vier Sternen die Kaufwahrscheinlichkeit um 42 Prozent reduziert. Hier hilft es, mit KI-gestützten Monitoring-Tools negative Bewertungen frühzeitig zu identifizieren und sofort Maßnahmen zu ergreifen.
Im Vorfeld zum Black Friday gibt es noch Handlungsspielraum: Ist eine Rezension inhaltlich falsch, etwa wegen Eigenverschuldens des Kunden, können Verkäufer auf manchen Plattformen dagegen vorgehen. Sie können aber auch mit dem Kunden in Kontakt treten, beschwichtigen und Ersatzprodukte anbieten, um im Nachhinein um die Löschung der schlechten Bewertung zu bitten. Eine kurzfristige E-Mail-Kampagne, die Rabatte oder Boni für Kunden verspricht, die positive Rezensionen schreiben, könnte auch eine gute Investition sein.
Am Black Friday selbst bleibt jedoch oft keine Zeit mehr, um die Situation zu korrigieren. In diesem Fall ist es entscheidend, schnell zu reagieren: Schalten Sie Ihr Werbebudget von betroffenen Produkten um, um den Verlust durch ausbleibende Käufe zu minimieren. Verbrennen Sie kein wertvolles Retail-Media-Budget und rücken Sie stattdessen alternative Produkte und Topseller in den Vordergrund.
Werbeanzeigen sind selten so umkämpft wie am Black Friday und die Zeit drumherum. Jetzt wird es äußerst schwierig, noch bezahlbare Anzeigenplätze zu finden, also sollten Sie die vorhandenen bestmöglich nutzen. Es reicht nicht, einfach eine allgemeine Kampagne für den Black Friday zu schalten. Erfolgreiche Verkäufer nutzen datengetriebene Erkenntnisse, um ihre Anzeigen laufend zu optimieren. Ob durch die Analyse von Kundenverhalten, dem Monitoring von Konkurrenzprodukten oder der Identifizierung von Verkaufsschlagern: Mit den richtigen Tools können Anzeigen dynamisch angepasst werden. Besonders in den letzten Stunden vor und während des Black Friday lohnt es sich, Anzeigen auf Produkte zu richten, die noch verfügbar oder besonders gefragt sind.
4. Am Black Friday neue Lösungen im Dynamic Pricing einsetzen
Der Schnäppchentag bedeutet Preiskrieg. Die Angebote ändern sich ständig. Den Überblick zu behalten und die richtigen Anpassungen zu machen, ist in der Hektik kaum noch möglich. Mit Hilfe von KI lässt sich das bekannte Dynamic Pricing nochmal optimierter einsetzen, um flexibel auf Nachfrage und Wettbewerb zu reagieren. Die Preise können so in Echtzeit angepasst werden, basierend auf Faktoren wie Lagerbestand, Markttrends oder dem Verhalten der Konkurrenz.
Ein Produkt verkauft sich nicht gut und blockiert das Lager? Kann reduziert werden. Die Konkurrenz hat den Preis reduziert? Anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Besonders am Black Friday lohnt es sich, bei Preisjustierungen schneller als die Konkurrenz zu sein. Die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg ist fließend. Dynamic Pricing hilft dabei, die Gewinnmargen optimal zu definieren.
5. Der letzte Check darf nicht fehlen
Auch wenn die Zeit drängt, ein abschließender Check aller Werbemittel, Maßnahmen und Produktüberwachungen darf nicht fehlen: Ranken die Produkte auf die richtigen Keywords oder müssen Textbeschreibungen angepasst werden? Sind aktuelle Produktbilder eingebaut und Preisstrategien festgelegt? Selbst auf den letzten Metern lassen sich viele dieser Aufgaben automatisieren, damit Ihre Mitarbeiter Zeit für die wichtigeren Aufgaben haben. Eine andere schnelle Maßnahme: Prüfen Sie, ob alle Rabattcodes und Angebote korrekt aktiviert und in Ihren Anzeigen integriert sind – Fehler in letzter Minute können den Umsatz erheblich beeinträchtigen.
Stand: 16.12.2025
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Fazit: Datenbasierte Optimierung für den Black Friday
Der Black Friday ist hektisch, aber auch eine enorme Chance. Selbst in letzter Minute lassen sich durch gezielte Maßnahmen die Umsätze steigern. Doch der größtmögliche Erfolg baut auf einer soliden Datengrundlage und guter Vorbereitung auf. Und auch wenn die Zeit für eine ausführliche Planung nicht gereicht hat, sollten Sie nicht vergessen: Nach dem Black Friday ist vor dem Black Friday. Mithilfe moderner KI-Lösungen und Digital Shelf Analytics ist es einfacher als je zuvor, sich einen Überblick der wichtigsten Informationen zu verschaffen. Alle relevanten Faktoren wie Preise, Produktdaten, Kundenbewertungen oder Lagerbestände können mittlerweile automatisiert überwacht werden. So lässt sich nicht nur der Umsatz steigern, sondern es bleibt auch mehr Zeit, um sich raffinierte Kampagnen für den Black Friday auszudenken oder eine durchdachte Preisstrategie zu entwerfen.
Sebastian Klumpp ist Geschäftsführer des SaaS-Unternehmens XPLN. Mit über zwanzig Jahren Erfahrung hat er bereits einige Black Fridays optimiert.