Black Friday, Cyber Monday und die Feiertage – in den letzten Monaten des Jahres herrscht im E-Commerce Dauerstress. Das stellt die Logistik- und Transportdienstleister vor große Herausforderungen.
(Bild: Zaleman / Adobe Stock)
Die letzten drei Monate im Jahr herrscht im E-Commerce Ausnahmezustand: Mit dem Black Friday, Cyber Monday und den Feiertagen ist dies die lukrativste Jahreszeit für den Einzelhandel. Die Logistik- und Transportdienstleister stehen jedoch in dieser als „Golden Quarter“ bezeichneten Zeit vor großen Herausforderungen: massive Nachfragesteigerungen, enge Lieferfristen, Arbeitskräftemangel und unvorhersehbare externe Störungen wie extreme Wettersituationen.
Einzelhändler und Logistikunternehmen müssen sich daher rechtzeitig vorbereiten, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Schon eine kleine Verzögerung oder ein Fehler kann zu unzufriedenen Kunden, stornierten Bestellungen oder Umsatzeinbußen führen. Die entscheidende Frage lautet daher: Wie können Logistikunternehmen das „Golden Quarter“ meistern, ohne unter dem Druck zusammenzubrechen?
Black Friday & Co.: So meistert die Logistik das „Golden Quarter“
Das Unternehmen E2open hat drei Herausforderungen für Logistik- und Transportdienstleister genauer unter die Lupe genommen und zeigt Lösungsansätze:
1. Erhöhte Nachfrage und Kapazitätsengpässe: In den letzten Monaten des Jahres boomt das Geschäft mit Dekoartikeln, Geschenken und anderen saisonalen Artikeln – sowohl online als auch vor Ort. Die erhöhte Nachfrage setzt die Lieferketten unter Druck. Einzelhändler sind in dieser Zeit stark auf Transportdienstleister angewiesen, um die Waren schnell und effizient auszuliefern. Das erhöhte Auftragsvolumen führt jedoch häufig zu überfüllten Lastwagen, Kapazitätsengpässen und logistischen Flaschenhälsen.
Die Lösung: Fortschrittliche Prognosetools, die historische Daten und Künstliche Intelligenz nutzen, helfen Logistikunternehmen, Nachfragespitzen vorherzusagen. Durch die Vorhersage eines erhöhten Transportaufkommens können Unternehmen ihre Ressourcen besser verteilen, verfügbare Spediteure finden und Kapazitäten besser managen.
2. Enge Lieferfristen und erhöhter Zeitdruck: Die angeblich schönste Zeit des Jahres bedeutet für Einzelhändler nicht nur mehr Bestellungen – sie müssen diese auch schneller bearbeiten. Die Verbraucher erwarten, dass ihre Bestellungen rechtzeitig zum Fest eintreffen, vor allem wenn es sich um Geschenke handelt. Einzelhändler werben oft mit schneller oder kostenloser Lieferung, um Kunden zu gewinnen, was die ohnehin knappen Lieferzeiten noch weiter verkürzt.
Lieferverzögerungen in diesem Zeitraum können für den Handel schwerwiegende Folgen haben, darunter Umsatzeinbußen, Auftragsstornierungen und Imageschäden. Logistikdienstleister stehen daher unter enormem Druck, knappe Liefertermine einzuhalten und Verspätungen, um jeden Preis zu vermeiden.
Die Lösung: Hochentwickelte Routing-Tools und Algorithmen bieten die Möglichkeit, Lieferzeiten unter Berücksichtigung von Echtzeitfaktoren wie Verkehr, Wetter und Straßenzustand zu optimieren. So können Routen neu geplant, Ressourcen effizienter verteilt und flexibel auf Veränderungen reagiert werden. Durch die Automatisierung von Entscheidungen und die Optimierung des Flottenmanagements können Logistikdienstleister pünktliche Lieferungen gewährleisten und gleichzeitig die Kosten im Auge behalten.
3. Externe Störungen: Wetter und unvorhersehbare Ereignisse: Während interne Herausforderungen wie Arbeitskräftemangel und Kapazitätsengpässe durch sorgfältige Planung bewältigt werden können, sind externe Störungen oft unvorhersehbar. Extreme Wetterbedingungen wie Schnee oder Orkane sowie geopolitische Ereignisse können zu Verzögerungen, Umleitungen und höheren Kosten führen. Da der Klimawandel solche Ereignisse verstärkt, ist zu erwarten, dass diese Störungen an Häufigkeit und Schwere zunehmen werden.
Aktuell zeigen beispielsweise die anhaltenden Unruhen im Suezkanal, welche Auswirkungen eine solche Situation auf den weltweiten Schiffsverkehr haben: Der jüngste Ocean Shipping Index von e2open zeigt, dass aufgrund der Umleitung um das Kap der Guten Hoffnung der Transport von Gütern von Asien nach Europa – von der Buchung bis zur Ankunft im Zielhafen – im zweiten Quartal 2024 14 Tage länger dauerte als im zweiten Quartal 2023.
Die Lösung: Fortschrittliche Technologien, insbesondere KI-gestützte Risikobewertungstools, können Logistikunternehmen dabei unterstützen, potenzielle Störungen frühzeitig zu erkennen. Echtzeit-Analyseplattformen überwachen Wetterbedingungen, Verkehrsstaus und andere externe Faktoren und ermöglichen es Unternehmen, schnell Entscheidungen über alternative Routen oder Lieferzeiten zu treffen. Durch den Einsatz von Predictive Analytics und Echtzeit-Tracking-Systemen können Logistikunternehmen Verspätungen minimieren und den Service auch bei unvorhergesehenen Ereignissen aufrechterhalten.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.