Hochsaison im Handel Black Friday: So meistern Transport und Logistik das „Golden Quarter“

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 3 min Lesedauer

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Black Friday, Cyber Monday und die Feiertage – in den letzten Monaten des Jahres herrscht im E-Commerce Dauerstress. Das stellt die Logistik- und Transportdienstleister vor große Herausforderungen.

(Bild:  Zaleman / Adobe Stock)
(Bild: Zaleman / Adobe Stock)

Die letzten drei Monate im Jahr herrscht im E-Commerce Ausnahmezustand: Mit dem Black Friday, Cyber Monday und den Feiertagen ist dies die lukrativste Jahreszeit für den Einzelhandel. Die Logistik- und Transportdienstleister stehen jedoch in dieser als „Golden Quarter“ bezeichneten Zeit vor großen Herausforderungen: massive Nachfragesteigerungen, enge Lieferfristen, Arbeitskräftemangel und unvorhersehbare externe Störungen wie extreme Wettersituationen.

Einzelhändler und Logistikunternehmen müssen sich daher rechtzeitig vorbereiten, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Schon eine kleine Verzögerung oder ein Fehler kann zu unzufriedenen Kunden, stornierten Bestellungen oder Umsatzeinbußen führen. Die entscheidende Frage lautet daher: Wie können Logistikunternehmen das „Golden Quarter“ meistern, ohne unter dem Druck zusammenzubrechen?

Black Friday & Co.: So meistert die Logistik das „Golden Quarter“

Das Unternehmen E2open hat drei Herausforderungen für Logistik- und Transportdienstleister genauer unter die Lupe genommen und zeigt Lösungsansätze:

1. Erhöhte Nachfrage und Kapazitätsengpässe: In den letzten Monaten des Jahres boomt das Geschäft mit Dekoartikeln, Geschenken und anderen saisonalen Artikeln – sowohl online als auch vor Ort. Die erhöhte Nachfrage setzt die Lieferketten unter Druck. Einzelhändler sind in dieser Zeit stark auf Transportdienstleister angewiesen, um die Waren schnell und effizient auszuliefern. Das erhöhte Auftragsvolumen führt jedoch häufig zu überfüllten Lastwagen, Kapazitätsengpässen und logistischen Flaschenhälsen.

Die Lösung: Fortschrittliche Prognosetools, die historische Daten und Künstliche Intelligenz nutzen, helfen Logistikunternehmen, Nachfragespitzen vorherzusagen. Durch die Vorhersage eines erhöhten Transportaufkommens können Unternehmen ihre Ressourcen besser verteilen, verfügbare Spediteure finden und Kapazitäten besser managen.

2. Enge Lieferfristen und erhöhter Zeitdruck: Die angeblich schönste Zeit des Jahres bedeutet für Einzelhändler nicht nur mehr Bestellungen – sie müssen diese auch schneller bearbeiten. Die Verbraucher erwarten, dass ihre Bestellungen rechtzeitig zum Fest eintreffen, vor allem wenn es sich um Geschenke handelt. Einzelhändler werben oft mit schneller oder kostenloser Lieferung, um Kunden zu gewinnen, was die ohnehin knappen Lieferzeiten noch weiter verkürzt.

Lieferverzögerungen in diesem Zeitraum können für den Handel schwerwiegende Folgen haben, darunter Umsatzeinbußen, Auftragsstornierungen und Imageschäden. Logistikdienstleister stehen daher unter enormem Druck, knappe Liefertermine einzuhalten und Verspätungen, um jeden Preis zu vermeiden.

Die Lösung: Hochentwickelte Routing-Tools und Algorithmen bieten die Möglichkeit, Lieferzeiten unter Berücksichtigung von Echtzeitfaktoren wie Verkehr, Wetter und Straßenzustand zu optimieren. So können Routen neu geplant, Ressourcen effizienter verteilt und flexibel auf Veränderungen reagiert werden. Durch die Automatisierung von Entscheidungen und die Optimierung des Flottenmanagements können Logistikdienstleister pünktliche Lieferungen gewährleisten und gleichzeitig die Kosten im Auge behalten.

3. Externe Störungen: Wetter und unvorhersehbare Ereignisse: Während interne Herausforderungen wie Arbeitskräftemangel und Kapazitätsengpässe durch sorgfältige Planung bewältigt werden können, sind externe Störungen oft unvorhersehbar. Extreme Wetterbedingungen wie Schnee oder Orkane sowie geopolitische Ereignisse können zu Verzögerungen, Umleitungen und höheren Kosten führen. Da der Klimawandel solche Ereignisse verstärkt, ist zu erwarten, dass diese Störungen an Häufigkeit und Schwere zunehmen werden.

Aktuell zeigen beispielsweise die anhaltenden Unruhen im Suezkanal, welche Auswirkungen eine solche Situation auf den weltweiten Schiffsverkehr haben: Der jüngste Ocean Shipping Index von e2open zeigt, dass aufgrund der Umleitung um das Kap der Guten Hoffnung der Transport von Gütern von Asien nach Europa – von der Buchung bis zur Ankunft im Zielhafen – im zweiten Quartal 2024 14 Tage länger dauerte als im zweiten Quartal 2023.

Die Lösung: Fortschrittliche Technologien, insbesondere KI-gestützte Risikobewertungstools, können Logistikunternehmen dabei unterstützen, potenzielle Störungen frühzeitig zu erkennen. Echtzeit-Analyseplattformen überwachen Wetterbedingungen, Verkehrsstaus und andere externe Faktoren und ermöglichen es Unternehmen, schnell Entscheidungen über alternative Routen oder Lieferzeiten zu treffen. Durch den Einsatz von Predictive Analytics und Echtzeit-Tracking-Systemen können Logistikunternehmen Verspätungen minimieren und den Service auch bei unvorhergesehenen Ereignissen aufrechterhalten.

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