Schwarzer Freitag für den Handel? Black Friday verliert seinen Zauber: Verbraucher von allgegenwärtiger Werbung genervt

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Nervige Werbung und das Gefühl, dass echte Preisvorteile nur selten sind: Der Black Friday zieht nicht mehr so wie früher und nur eine Minderheit der Verbraucher plant fix, in diesem Jahr etwas zu kaufen.

(Bild:  © Viktoria/stock.adobe.com)
(Bild: © Viktoria/stock.adobe.com)

Im Onlineshopping kommt man um dem Black Friday kaum herum. Viele Händler bieten bereits Wochen und Tage zuvor diverse Schnäppchen an. Doch die Kunden nehmen die vielen Angebote kritisch unter die Lupe und verzichten im Zweifel auf einen Kauf. Das unterstreicht auch eine aktuelle Umfrage von Yougov und und dem Sinus-Institut: Trotz hoher Bekanntheit der Schnäppchen-Veranstaltung plant nur eine Minderheit der Verbraucher in Deutschland fix, in diesem Jahr aktiv teilzunehmen.

Nahezu alle Deutschen (98 Prozent) haben bereits vom Black Friday gehört. Dennoch planen nur 13 Prozent sicher, am kommenden Schnäppchen-Freitag am 28. November einzulaufen. Ein weiteres Drittel hält dies zumindest für wahrscheinlich (34 Prozent). 9 Prozent schließen ihre Teilnahme an der Rabattschlacht sogar kategorisch aus, weitere 29 Prozent wollen eher nicht teilnehmen.

Fast zwei Drittel fürchten Scheinrabatte

Wenn am kommenden Freitag wieder geklickt, gekauft und gespart wird, stehen bei den Kunden laut Yougov vor allem Mode (51 Prozent), PC & Smartphones (46 Prozent) und Unterhaltungselektronik (etwa Fernseher, Audio oder Spielekonsolen, 41 Prozent) im Fokus.

Die Motive für das Black-Friday-Shopping sind vielfältig: 45 Prozent aller Befragten berichten, bereits gute Schnäppchen gemacht und spürbar gespart zu haben – ähnlich viele (43 Prozent) widersprechen dem. Gleichzeitig erkennen 64 Prozent aller Befragten in den Angeboten oft „Scheinrabatte“ – und haben das Gefühl, dass echte Preisvorteile nur selten sind.

Emotional bleibt der Schnäppchen-Tag ein Spagat: Am häufigsten verbinden die Befragten den Tag mit Misstrauen (19 Prozent), Neugier (17 Prozent) sowie Vorfreude, aber auch Ablehnung (jeweils 15 Prozent). Zusammengenommen überwiegen unter allen 12 abgefragten Emotionen die positiven Gefühle leicht. Dass die allgegenwärtige Werbung nervt, bestätigt mehr als die Hälfte (57 Prozent).

Für die meisten hat sich die Einstellung zum Shopping-Event über die Jahre kaum verändert (64 Prozent). Dort, wo sie es tat, überwiegen leicht die negativen Tendenzen (18 Prozent negativer versus 14 Prozent positiver). Das Gefühl, „bei etwas Besonderem mitzumachen“, teilen dabei nur wenige: Lediglich 21 Prozent erleben den Black Friday als Event.

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