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Zahlungsmöglichkeiten im E-Commerce: Ein Überblick für Händler

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Paypal, BNPL, Rechnung & Co.: Vor- und Nachteile

Paypal

Als eine der führenden Online-Zahlungslösungen bietet PayPal den Kunden eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, online zu shoppen, ohne jedes Mal Bankdaten eingeben zu müssen. Die Integration in nahezu alle großen Online-Plattformen und die Möglichkeit, sowohl per Guthaben als auch durch Verknüpfung mit einem Bankkonto oder Kreditkarte zu zahlen, machen PayPal besonders attraktiv.

Paypal ist zwar für den Kunden kostenlos – die Gebühren für Händler können jedoch beträchtlich sein. So fallen neben einem Festpreis von 39 Cent pro Transaktion noch 2,99 Prozent des Verkaufspreises an (Stand Juli 2025). Zudem gibt es immer wieder Diskussionen über eingefrorene Paypal-Konten und den Kundendienst, was sowohl bei Verkäufern als auch bei Kunden mitunter Verunsicherung hervorruft.

Vorteile:

  • Weitverbreitete Akzeptanz und Vertrauen
  • Einfache und schnelle Transaktionen
  • Sicherheit

Nachteile:

  • Transaktionsgebühren
  • Einfrieren von Konten und Kundendienst
  • Rückbuchungsrisiko (Paypal Käuferschutz)

Kauf auf Rechnung

Gerade in Deutschland ist der Kauf auf Rechnung sehr beliebt – erst die Ware, dann das Geld. Kunden genießen hierbei die Sicherheit, die Ware vor der Zahlung begutachten zu können. Diese Zahlungsmethode schafft Vertrauen, besonders bei neuen und unbekannten Händlern.

Für Händler bedeutet diese Möglichkeit ein gewisses Risiko, da sie in Vorleistung gehen und mögliche Zahlungsausfälle tragen müssen, was bei hohen Bestellwerten problematisch werden kann. Hier kann es sich lohnen, wenn man als Händler die Rechnung nicht selbst ausstellt, sondern einen Zahlungsdienstleister wie Klarna oder Ratepay nutzt. Die Rechnungsstellung und Abwicklung übernimmt der Dienstleister und als Verkäufer erhält man sein Geld in der Regel direkt mit dem Versand der Ware.

Vorteile: 

  • Vertrauen/Erhöhte Kaufbereitschaft
  • Kein Zahlungsdienstleister notwendig

Nachteile:

  • Zahlungsausfallrisiko
  • Verzögerter Cashflow und administrativer Aufwand
  • Kosten für Bonitätsprüfung

Lastschrift/Bankeinzug

Lastschrift oder Bankeinzug ist eine Zahlungsmethode, die besonders im europäischen Raum, vor allem in Deutschland, weit verbreitet ist. Diese Methode erlaubt es Unternehmen, den fälligen Betrag direkt vom Bankkonto des Kunden abzuziehen, nachdem dieser einmalig eine entsprechende Ermächtigung erteilt hat.

Einmal autorisiert, müssen Kunden sich um die Bezahlung nicht mehr aktiv kümmern. Dies eignet sich besonders für regelmäßige Zahlungen wie Abonnements oder monatliche Gebühren. Im Vergleich zu Kreditkartenzahlungen fallen die Gebühren für Händler geringer aus, was die Lastschriften zu einer wirtschaftlich attraktiven Option macht. Hinzu kommt ein geringes Zahlungsausfallrisiko: Die automatische Abbuchung verringert das Risiko von verspäteten Zahlungen oder Zahlungsausfällen. Allerdings besteht das Risiko, dass Kunden eine Lastschrift bei ihrer Bank zurückbuchen lassen.

Vorteile:

  • Automatisierung der Zahlung – vor allem bei Abonnements praktisch
  • Geringe Transaktionsgebühren

Nachteile:

  • Rücklastschrift-Risiko
  • Bonitätsrisiko
  • Administrativer Aufwand

Kreditkarten

Kreditkarten gehören seit Jahren zu den weltweit am weitesten verbreiteten Zahlungsmethoden im E-Commerce. Das liegt vor allem an der einfachen Handhabung: Viele Jahre reichten die Kreditkartennummer und deren Ablaufdatum, um eine Zahlung auszuführen. Mittlerweile benötigt man zwar auch die sogenannte CVV-Nummer (Card Verification Value) und meist noch ein zusätzliches Passwort für Onlinezahlungen (3D Secure/Mastercard Identity Check oder Visa Secure), die Handhabung ist aber noch immer vergleichsweise einfach.

Credit Cards bieten Verbrauchern den Vorteil, auch größere Summen flexibel zu bezahlen und eignen sich dadurch besonders für Warenkörbe in höheren Preissegmenten. 

Kreditkartenzahlungen sorgen jedoch bei Händlern für vergleichsweise hohen Transaktionskosten. Von der Gebührenstruktur von Kreditkartenanbietern sind oft kleinere Händler besonders betroffen und haben weniger Verhandlungsmacht im Vergleich zu großen Handelsketten. Viel Kunden geben darüber hinaus nur ungern ihre Kreditkartendaten in Onlineshops ein. Das liegt auch daran, dass oft nur wenig bekannte Zahlungsdienstleister zum Einsatz kommen.

Vorteile:

  • Weitverbreitete Akzeptanz
  • Erhöhte Umsätze
  • Schnelle Abwicklung

Nachteile:

  • Hohe Transaktionsgebühren
  • Abhängigkeit von Drittanbietern zur Zahlungsabwicklung
  • Risiko der Rückbelastung seitens des Kunden (Chargeback)

Mobile Payment Wallets: Apple Pay und Google Pay

Mit dem Siegeszug der Smartphones haben Mobile Payment Wallets einen beachtlichen Aufstieg erfahren. Zahlungsdienste wie Apple Pay und Google Pay sind besonders benutzerfreundlich, indem sie das Zahlen per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung ermöglichen. Diese Methode gewinnt besonders bei technikaffinen Käufern an Beliebtheit.

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Die Gebühren für den Händler sind oft vergleichbar mit denen von Kreditkarten. Der Vorteil für den Kunden ist, dass zum Beispiel die bei Apple Pay hinterlegten Kartendaten nicht an den Händler weitergegeben werden. Dafür erhält jedoch der Mobile-Payment-Wallet-Dienstleister wie Apple alle Informationen über die Käufe.

Vorteile:

  • Schnelligkeit und Kundenzufriedenheit
  • Vergleichsweise hohe Sicherheit

Nachteile:

  • Hohe Transaktionsgebühren
  • Abhängigkeit von einem Drittanbieter
  • Datenschutzbedenken

Buy now, pay later (BNPL)

Das BNPL-Modell ermöglicht es Verbrauchern, Produkte sofort zu erhalten und später in Raten oder einem Gesamtbetrag zu bezahlen. Für Händler bedeutet „Buy now, pay later“ häufig höhere Konversionsraten und einen höheren Bestellwert.

Die Zahlungsabwicklung erfolgt bei BNPL in der Regel über Zahlungsdienstleister wie Klarna oder Riverty.

Vorteile:

  • Erhöhte Conversion-Rate
  • Höherer Warenkorb-Wert
  • Geringes Zahlungsrisiko, da Dienstleister das Kreditrisiko und Inkasso übernehmen

Nachteile:

  • Höhere Kosten
  • Abhängigkeit von einem Drittanbieter

Fazit

Im E-Commerce gibt es keine universelle Zahlungsstrategie. Vielmehr sollten Unternehmen auf ein flexibles und auf Kundenbedürfnisse abgestimmtes Zahlungsportfolio setzen, um sich in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld erfolgreich zu positionieren. Dabei gilt es stets, eine Balance zwischen Sicherheit, Kosten und Benutzerkomfort zu finden.

Die Erstellung des Beitrags wurde unterstützt durch künstliche Intelligenz.