Eine Composable-Commerce-Architektur bietet Handelsunternehmen ungeahnte Möglichkeiten. So können sie mit Kundenerlebnissen nicht nur die Markentreue stärken, sondern sogar die Erwartungen der Kunden übertreffen.
(Quelle: Kannapat - Adobe Stock)
Verbraucher stellen heute sehr hohe Anforderungen an Marken und Produkte. Sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich erwarten Kunden nahtlose, personalisierte Erlebnisse an allen Touchpoints entlang der gesamten Customer Journey. Bei tausenden Möglichkeiten auf Knopfdruck gibt sich niemand mit weniger als dem Perfekten zufrieden. Um mit diesen ständig steigenden Anforderungen Schritt zu halten und der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein, benötigen Unternehmen heute ein Technologie-Ökosystem, das es ihnen ermöglicht, die Erwartungen ihrer Kunden nicht nur zu erfüllen, sondern sie zu übertreffen. In diesem Umfeld reicht ein monolithische IT-Architektur nicht mehr aus, vielmehr wird ein Composable-Commerce-Ansatz benötigt.
Composable Commerce: Trennung zwischen Backend und Frontend
Composable Commerce stellt einen modernen und innovativen Ansatz dar, der es Unternehmen ermöglicht, ihre Infrastruktur an die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden anzupassen. Er eignet sich insbesondere für den Aufbau von dauerhaft anpassungsfähigen E-Commerce-Plattformen. Charakteristisch ist dabei die systematische Trennung zwischen der technologischen Basis, dem Backend, und den eigentlichen Anwendungen, dem Frontend. Dadurch können Unternehmen sehr flexibel auf Kundenbedürfnisse reagieren, zum Beispiel in Form eines nahtlosen Einkaufserlebnisses.
Composable Commerce bietet Höchstmaß an Flexibilität
Mit Composable Commerce lassen sich Anwendungen problemlos austauschen beziehungsweise mit anderen Anwendungen integrieren oder zu bedarfsgerechten E-Commerce-Lösungen zusammenstellen. Dies gibt Unternehmen ein Höchstmaß an Flexibilität, um sich schnell und effizient an veränderte Kundenanforderungen und Marktbedingungen anzupassen. Dabei erzeugt Composable Commerce auf vielen verschiedenen Ebenen einen konkreten Nutzen.
Composable Commerce erhöht die Flexibilität und Skalierbarkeit: Um in der Welt des E-Commerce erfolgreich zu sein, haben Marken keine andere Wahl, als ihre Technologie an Kundenerwartungen, Markttrends und natürlich an die Herausforderungen des Wachstums anzupassen. Eine Composable-Commerce-Architektur ermöglicht Flexibilität und Skalierbarkeit. Sie erlaubt es Marken, digitale Komponenten nach Bedarf einfach hinzuzufügen, zu entfernen oder zu ersetzen. So bleiben E-Commerce-Plattformen agil und sind in der Lage, auf Veränderungen reagieren. Dank dieser Flexibilität können Unternehmen ihre E-Commerce-Aktivitäten nahtlos skalieren. Auf diese Weise gewinnen Marken an Zukunftssicherheit.
Optimierte Arbeitsabläufe und gesteigerte Effizienz: Mit Composable Commerce können Unternehmen eine E-Commerce-Plattform entwickeln, die den individuellen betrieblichen Anforderungen ihrer Teams entspricht. So kann beispielsweise der Kundensupport sein bevorzugtes Helpdesk-System nutzen, das sich dank Composable Commerce nahtlos in die E-Commerce-Plattform integrieren lässt. Da das Team so in Echtzeit auf Kundendaten und die Bestellhistorie zugreifen kann, führt dies zu einem präziseren Support. Diese Flexibilisierung des Technologie-Stacks führt zu strafferen Arbeitsabläufen, weniger Komplexität und höherer Effizienz, so dass sich die Teams voll und ganz auf ihre Kunden konzentrieren können.
Omnichannel-Kommunikation und kürzere Time-to-Market
Omnichannel-Kommunikation: Unternehmen müssen heute eine überzeugende und konsistente Produktgeschichte erzählen, die bei ihrer Zielgruppe ankommt. Composable Commerce integriert elementare E-Commerce-Komponenten und Tools für Produktinformationsmanagement (PIM), Content Management Systeme (CMS) und Digital Asset Management (DAM), um sicherzustellen, dass Produktdaten, Inhalte und Assets über interne und externe Kanäle synchronisiert und aktuell sind.
Kürzere Time-to-Market: Mit einer Composable-Commerce-Architektur lassen sich neue Produkte, Funktionen oder Dienste viel schneller auf den Markt bringen als mit einer monolithischen Architektur. Der modulare Charakter von Composable Commerce erleichtert die Integration neuer E-Commerce-Komponenten, die Aktualisierung bestehender Komponenten oder die Einführung neuer Vertriebskanäle, wodurch sich die Zeit bis zum Go Live effektiv verkürzt.
Composable Commerce verbessert Kundenerlebnis
Zugang zu zuverlässigeren Produktinformationen: Kunden wünschen sich ein einfaches und vertrauenswürdiges Einkaufserlebnis. Wenn die Produktinformationen, die beispielsweise auf der eigenen Website und auf einem Marktplatz eines Drittanbieters angezeigt werden, voneinander abweichen, führt dies zu Frustration, Verwirrung und Misstrauen. Und das schadet Marken. Composable Commerce ermöglicht die Integration von PIM, DAM, CMS und anderen Systemen. Sie stellen sicher, dass Kunden konsistente und verlässliche Produktinformationen erhalten, unabhängig davon, wo sie einkaufen. Dies trägt nicht nur zur Vertrauensbildung bei, sondern vereinfacht auch den Entscheidungsprozess der Konsumenten. Und es führt insgesamt zu einem besseren Produkterlebnis.
Stand: 16.12.2025
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Mehr Produktoptionen und innovative Kundenerlebnisse: Composable Commerce schafft Freiräume und setzt Zeit und Ressourcen frei. Beides kann dafür genutzt werden, um Kunden mit Innovationen zu begeistern. Dank des modularen Charakters können Unternehmen mit neuen Technologien wie Augmented Reality oder Voice Commerce innovative Einkaufserlebnisse schaffen, ohne in die bestehende Infrastruktur einzugreifen.
(Composable Commerce verbessert das Kundenerlebnis durch zuverlässigere Produktinformationen. (Bild: Akeneo))
Bessere Kundenbetreuung und Shopping Experience:
Verbesserte Kundenbetreuung: Eine CC-Architektur ermöglicht die einfache Integration von Order-Management-Systemen (OMS) und Customer Relationship Management Systemen (CRM). Entscheidend dabei ist, dass diese Systeme je nach Bedarf ausgewählt werden können. Mit Tools, die auf die individuellen Anforderungen zugeschnitten sind, lässt sich der gesamte Kundensupport mit Echtzeit-Updates zu Auftragsstatus, Lagerbeständen und voraussichtlichen Lieferzeiten deutlich verbessern. Und natürlich führt eine schnellere und individuellere Unterstützung zu einer höheren Kundenzufriedenheit.
Maßgeschneiderte Shopping Experience: Composable Commerce unterstützt die Integration von Personalisierungstools. Diese ermöglichen es, dem Kunden ein einzigartiges Einkaufserlebnis zu bieten, das auf seinen Interessen, seinem Surfverhalten und seiner Kaufhistorie basiert. Dieser Grad der Personalisierung verbessert nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern fördert auch die langfristige Kundenbindung und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Wiederholungskäufen.
Der Erfolg jeder Marke hängt von ihrer Fähigkeit ab, außergewöhnliche Kundenerlebnisse zu schaffen. Die Erwartungen der Kunden „nur“ zu erfüllen, reicht nicht mehr aus. Unternehmen und Marken müssen sie übertreffen. Eine Composable-Commerce-Architektur bietet Kunden an jedem Touchpoint ihrer Customer Journey das bestmögliche Erlebnis. Sie schafft nahtlose, personalisierte und zufriedenstellende Erlebnisse, deren Erfolg sich im Endergebnis des Unternehmens widerspiegelt. (sg)
(Kristin Naragon ist Chief Strategy & Marketing Officer bei Akeneo. (Bild: Akeneo))
Über die Autorin: Kristin Naragon ist Chief Strategy & Marketing Officer (CSMO) bei Akeneo. In ihrer Rolle treibt Kristin Naragon die Wachstumsstrategie von Akeneo voran und überwacht die Weiterentwicklung und Durchführung der Marketingziele. Darüber hinaus verantwortet sie das Technologiepartner-Management, um darüber die Produktstrategie so weit zu diversifizieren, dass Kunden die beste Composable Product Experience (CPX) auf dem Markt erhalten.