Customer Journey Optimale Product Discovery: Conversion und Umsatz im E-Commerce steigern

Ein Gastbeitrag von Joachim Braun 4 min Lesedauer

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Wenn sie nicht sofort das Gesuchte finden, dann verlassen 79 Prozent der User eine Website. Erfüllen Sie Erwartungen mit effektiver Product Discovery und verwandeln Sie Besucher in treue Kunden.

(Bild:  © alexshadyk/stock.adobe.com)
(Bild: © alexshadyk/stock.adobe.com)

Im eCommerce-Kontext bezeichnet Product Discovery den Prozess, in dem Online-Shopper relevante Produkte finden, ansehen, vergleichen und Kaufentscheidungen treffen. Sie umfasst sowohl die gesamte Phase zwischen dem Eintritt in den Shop und der Kaufabwicklung als auch After-Sales-Services wie personalisierte Newsletter, die auf relevante Produkte aufmerksam machen. Ziel ist immer die Synergie aus aktiver Suche und passiver Inspiration, um Shop-Besucher in wiederkehrende Kunden zu verwanden.

EMEA-Umfrage enthüllt: Conversion-Optimierung mit KI-Lösungen im Projektfokus

Kauf oder Nicht-Kauf? Darüber entscheidet maßgeblich die Qualität der Product Discovery. Ein kleines Gedankenexperiment zeigt, warum der Projekt-ROI in diesem Bereich nicht lange auf sich warten lässt: Sagen wir, ein Shop generiert 20 Millionen Euro pro Jahr und hat eine Conversion Rate von 1,9 Prozent. Dann würde bereits ein marginaler Conversion-Uplift um 0,05 Prozent mehr als 500.000 Euro zusätzlichen Umsatz einbringen. 

Top-Informationsquellen und Top-Kennzahlen zur Bewertung des ROI von Suchlösungen(Bild:  Factfinder)
Top-Informationsquellen und Top-Kennzahlen zur Bewertung des ROI von Suchlösungen
(Bild: Factfinder)

Wo sich viele E-Commerce-Unternehmen in der Vergangenheit noch vorwiegend auf die Traffic-Steigerung konzentriert haben, hat sich die Bedeutung der Conversion-Steigerung inzwischen fest etabliert. Dies bestätigt eine durch FactFinder initiierte Befragung von 100 E-Commerce-Profis in der EMEA-Region: Für 65,3 Prozent der Teilnehmer ist die Conversion Rate die wichtigste Leistungskennzahl der Product Discovery.

Die Befragung untersuchte zudem, wo Online-Händler im Jahr 2025 konkrete Potenziale für Conversion-Uplifts sehen, vor welchen Herausforderungen sie stehen und worauf sie ihre Investitionen fokussieren. Im Hinblick auf den Status quo ihrer Suche und Product Discovery bewerten Online-Händler den Aspekt Customization-Optionen am höchsten: 48 Prozent sagen, sie seien mit ihren bestehenden Möglichkeiten zufrieden, während 12 Prozent unzufrieden bleiben. Funktionen zur Automatisierung erhalten insgesamt eine geringere Bewertung – nur 28 Prozent geben sich mit ihrem aktuellen Setup zufrieden.

Zufriedenheit mit den aktuellen Such-Tool-Features.(Bild:  Factfinder)
Zufriedenheit mit den aktuellen Such-Tool-Features.
(Bild: Factfinder)

Bemerkenswert ist außerdem: Ein Großteil der Befragten schätzt den eigenen Optimierungsgrad für mobile Endgeräte als nur mäßig (46,9 Prozent) bis zu gering (18,4 Prozent) ein. Um mit den steigenden Kundenerwartungen Schritt zu halten, liegt die Priorität auf der Einführung von KI-basierten Product-Discovery-Lösungen (53,1 Prozent) – neben Investitionen in Omnichannel-Integrations-Tools (40,8 Prozent) sowie visuelle Suche und Shopping-Assistenten-Chatbots (24,5 Prozent).

Diese Trends enthüllen eine wachsende Aufmerksamkeit auf mobile Product Discovery, heben jedoch auch Lücken in der Umsetzung hervor. Im Hinblick auf die Budgetplanung gibt es unterschiedliche Ansätze. Einige Unternehmen priorisieren Innovation, indem fast 30 Prozent der Befragten mehr als 20 Prozent ihres Budgets in neue Technologien investieren, während ein ähnlicher Anteil einen vorsichtigeren Ansatz verfolgt und weniger als 10 Prozemt ausgibt. Die Mehrheit liegt im mittleren Bereich und investiert 10  bis 20 Prozent in bewährte Lösungen. Diese Unterschiede spiegeln sowohl unterschiedliches Vertrauen in Technologie-Investitionen wider als auch den Bedarf an messbarem ROI.

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