Beeinflusstes Verbraucherverhalten Dark Patterns: So erkennen Sie manipulative Tricks am Black Friday

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 3 min Lesedauer

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Dark Patterns bezeichnet technische Gestaltungsmöglichkeiten etwa von Webseiten, die das Verbraucherverhalten bewusst beeinflussen, um zum Kauf zu animieren. So fallen Sie nicht darauf rein.

(Bild:  Siam / Adobe Stock)
(Bild: Siam / Adobe Stock)

In wenigen Tagen ist es wieder soweit: Der Black Friday am 29. November und Cyber Monday am 2. Dezember locken Schnäppchenjäger mit zahlreichen Angeboten. So mancher Onliner-Shopper gerät da in einen regelrechten Kaufrausch und fällt so vielleicht beim Online-Shopping auf das ein oder andere „Dark Pattern“ herein. Diese sogenannten dunklen Muster sind technische Gestaltungsmöglichkeiten zum Beispiel von Webseiten, die das Verhalten von Verbrauchern bewusst beeinflussen, um etwa zum Kauf zu animieren.

Dark Patterns sind keine Seltenheit

Vor allem beim Online-Einkauf sind diese Dark Patterns keine Seltenheit: Die EU-Kommission untersuchte im vergangenen Jahr mit den nationalen Verbraucherschutzbehörden rund 400 Online-Shops auf manipulative Praktiken. Das Ergebnis: In rund 40 Prozent setzte man Dark Patterns ein. 

Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) erklärt die Tricks vieler Online-Shops – und gibt Tipps, wie man sich davor schützt:

  • Druckmittel – Countdowns, künstliche Verknappung, angeblich hohe Nachfrage: Um Druck aufzubauen und Kunden zum Kauf zu drängen, versehen einige Webshops ihre Produktseiten mit Angaben zur Verfügbarkeit („noch 2 Artikel auf Lager“), zur Nachfrage (zum Beispiel „9 Personen sehen sich das Angebot ebenfalls an“) oder einem ablaufenden Countdown-Timer. Diese sollen den Eindruck erwecken, dass ein Artikel oder Angebot nur begrenzt vorhanden oder besonders gefragt ist. Obwohl möglicherweise noch ausreichend Artikel davon im Lager liegen.

  • Hindernisse – Unmöglicher Preisvergleich und die „Schabenfalle“: Manche Online-Shops stellen Verbrauchern bewusst Hindernisse in den Weg. Beispielsweise in dem sie den Preisvergleich erschweren und verschiedene Einheiten (zum Beispiel Preis pro Kilo versus Preis pro Stück) angeben. Oder aber unterschiedliche Währungen anzeigen. 

    Bei der sogenannten Schabenfalle ist die Anmeldung oder das Abonnieren online zwar sehr einfach gestaltet, die Kündigung wird jedoch erschwert. So kann man zum Beispiel das Zeitschriften-Abo nur per Telefon kündigen.

  • Erschleichen – Warenkorb-Trick und Abofalle: Manchmal landen zusätzliche Objekte im Warenkorb, die beim Bestellen gar nicht ausgewählt wurden. Viele Verbraucher entdecken den Artikel erst beim Bezahlvorgang. Ungelöscht wird dieser automatisch mitbestellt. Oder aber ein Shop bietet dem Verbraucher beim Klick auf den Bestell-Button eine bereits getroffene Vorauswahl zwischen mehreren Möglichkeiten, etwa ein monatliches „Spar-Abo“ eines Produkts statt einer einmaligen Bestellung.

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