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Payment: Die Zukunft des Bezahlens

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Anforderungen und Umsetzung von Unified Commerce

Das klingt nach einem komplexen Prozess. Wie unterstützt Ihr Händler konkret bei der Implementierung?

Oliver Mickler: Wir setzen auf eine modulare Lösung. Es ist natürlich utopisch zu sagen: „Hey, lieber großer E-Commerce-Händler mit zusätzlichen Ladengeschäften, schaff‘ all deine Systeme ab und führe einfach die Unzer-Plattform ein.“ Daher sind wir modular aufgestellt: Unternehmen können unser E-Com-Plugin benutzen, oder unser POS-Payment benutzen. Dann haben sie ihre E-Com-Zahlungsflüsse und physischen Zahlungsflüsse auf einer Plattform, müssen aber nicht die komplette Infrastruktur austauschen. Größere Kunden können zudem unsere Unified-Commerce-API verwenden, um ihre Warenflüsse in unserem System zu synchronisieren. Gerade für kleinere Unternehmen ist es einfacher, direkt ein All-in-One-Paket zu nutzen.

DEr GESPRÄCHSPARTNER

Oliver Mickler ist Senior Vice President bei Unzer und Geschäftsführer von Tillhub.

Podcast – Zukunft des Bezahlens – Unzer
(Bild: Unzer)

Was bringt Unified Commerce den Verbrauchern konkret?

Oliver Mickler: Verbraucher profitieren von einer nahtlosen Einkaufserfahrung. Für den Kunden ist es wichtig, möglichst bequem und barrierefrei einzukaufen. Er erwartet eine Zeitersparnis, einfaches, schnelles Einkaufen, unabhängig vom Kanal. Er will flexible und nahtlose Interaktionsmöglichkeiten, zum Beispiel Produkte online kaufen, im Geschäft abholen oder umgekehrt. Man sieht gerade als großen Trend im Handel, dass die physischen Geschäfte sehr erlebnisorientiert sind. Gleichzeitig bestellt der Kunde dann online und lässt sich die Ware zuschicken, weil das oft bequeme ist. Das heißt, diese nahtlose Verbindung von physischem Erlebnis und Onlinewelt ist der Schlüssel, um Kunden heutzutage zu gewinnen. Unified Commerce ermöglicht hier personalisierte Angebote und eine bessere Kundenbindung.

Das ist etwas, was uns schon seit Jahren umtreibt. Kundendaten-Silos, die über verschiedene Systeme verteilt sind, machen es natürlich schwer, dem Kunden eine nahtlose Erfahrung zu bieten.

Oliver Mickler ist Senior Vice President bei Unzer und Geschäftsführer von Tillhub

Gibt es bestimmte Anforderungen, die Euer Kunde mitbringen muss, um diese Lösung zu integrieren? Oder kann er das einfach von der Stange kaufen, Plug and Play, und dann gleich nutzen?

Oliver Mickler: Das kommt ein bisschen auf die Größe des Kunden an. Ich sage mal so: Je moderner und digitaler der Kunde ist, umso einfacher ist das. Wir bieten Plugins, wir haben eine sehr gut dokumentierte API. Aber etwas schwieriger wird es, wenn heterogene IT-Systeme integriert werden müssen, die schon lange Zeit gewachsen sind.

Wobei das größte Problem dabei die Datensilos und die Datenqualität beim Händler sind. Das ist etwas, was uns schon seit Jahren umtreibt. Kundendaten-Silos, die über verschiedene Systeme verteilt sind, machen es natürlich schwer, dem Kunden eine nahtlose Erfahrung zu bieten. Dabei ist es ein großer Mehrwert, wenn ich als Händler gleich erkenne, wenn ein Kunde im Online-Geschäft oder im physischen Geschäft wiederkehrt.

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