e-commerce Magazin Podcast

Payment: Die Zukunft des Bezahlens

< zurück

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Ausblick: So bezahlen wir in einigen Jahren

Wie lange dauert eine Implementierung durchschnittlich?

Oliver Mickler: Das hängt von der Unternehmensgröße ab. Ein kleines Unternehmen kann unser Plug-in innerhalb von Minuten integrieren. Bei größeren Projekten, wie etwa dem SAP-Garden, kann eine Implementierung mehr als ein Jahr dauern.

Apropos SAP-Garden – Ihr seid dort als Payment-Anbieter aktiv. Kannst Du uns mehr darüber erzählen?

Oliver Mickler: Der SAP-Garden ist eine der modernsten Sportstätten Europas – komplett digital und bargeldlos. Wir verantworten die Zahlungsabwicklung, von Online-Ticketkäufen bis hin zu mobilen Kassen für Getränke- und Speisenverkauf. Besucher können über eine App bestellen und ohne Warteschlangen abholen. Besonders innovativ sind Bierautomaten mit Gesichtserkennung, die das Alter prüfen und den Kauf beschleunigen. Ziel ist es, Wartezeiten zu minimieren und den Umsatz pro Besucher zu steigern – ein Konzept, das bereits in US-Stadien erfolgreich erprobt wurde.

Ein kleines Unternehmen kann unser Plug-in innerhalb von Minuten integrieren. Bei größeren Projekten, wie etwa dem SAP-Garden, kann eine Implementierung mehr als ein Jahr dauern.

Oliver Mickler ist Senior Vice President bei Unzer und Geschäftsführer von Tillhub

Gibt es weitere spannende Unified-Commerce-Erfolgsgeschichten?

Oliver Mickler: Gerne! Als Beispiel für einen kleineren Kunden möchte ich Rebike nennen. Rebike betreibt Refurbishment für E-Bikes und hat sowohl einen Online-Shop als auch physische Geschäfte. Sie nutzen unsere Online-Zahlung, Payment im Ladengeschäft und unser Kassensystem. Dadurch können sie alle Kunden- und Bestandsbewegungen in Echtzeit zusammenführen, was zu höherer Datentransparenz, niedrigeren Lagerhaltungskosten und besseren Marketingmöglichkeiten führt.

Payment: Blick in die ZUunft

Zum Abschluss: Jetzt haben wir viel über die aktuellen Trends im Payment besprochen. Vielleicht also kannst du noch einen Blick in die etwas fernere Zukunft werfen, sagen wir mal, drei bis fünf, vielleicht sogar zehn Jahre. Wie werden wir denn da einkaufen und bezahlen?

Oliver Mickler: Ich finde das immer schwierig, weil wir Menschen ja dazu tendieren, zu denken, wir schreiben das fort, was wir heute kennen. Aber die wirklich spannenden Themen sind die, die sich heute noch niemand vorstellen kann.

 So wird die KI im Bereich Marketing bestimmt noch wichtiger werden und selbstständig Kaufempfehlungen geben, ohne dass die Marketer immer nachvollziehen können, auf welcher Basis sie das tut. Und es könnte auch noch etwas gruseliger werden. Also zum Beispiel so ein bisschen weitergedacht, werden wir vielleicht in der Lage sein, irgendwann Produkte mit unseren Gedanken zu bestellen und vielleicht auch bezahlen. Immerhin gibt es ja schon die ersten Anwendungen für Gehirn-Computerintegration. Da sind dann unserer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Vielen Dank für das spannende Gespräch, Oliver!

Oliver Mickler: Danke dir, Heiner – hat viel Spaß gemacht!

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung