Digitaler Handel Digitale Tools im Handel: Verbraucher bleiben noch zurückhaltend

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 2 min Lesedauer

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Digitale Tools wie KI-gestützte Einkaufsassistenten, virtuelle Anproben oder Self-Checkout-Kassen bieten dem Einzelhandel neue Möglichkeiten. Eine neue Studie von Shopfully hat untersucht, wie offen Konsumenten in Europa für solche Innovationen im Handel sind.

(Bild:  © Ariep/stock.adobe.com - generiert mit KI)
(Bild: © Ariep/stock.adobe.com - generiert mit KI)

Die Studie von Shopfully, Europas größtes Netzwerk für digitales Handelsmarketing, zeigt, dass nur 16 Prozent der deutschen Verbraucher digitale Tools wie KI-gestützte Einkaufsassistenten, virtuelle Anproben oder Self-Checkout-Kassen beim Einkauf nutzen. Das liegt deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 22 Prozent. Laut der Studie nutzen 79 Prozent der deutschen Befragten aktuell keine digitalen Technologien beim Einkauf, während sechs Prozent von ihnen digitale Tools gerne ausprobieren wollen. Das größte Hindernis liegt in der fehlenden Wahrnehmung des Mehrwerts: 48 Prozent der Deutschen sehen keinen Nutzen in diesen Technologien. Zudem misstrauen 31 Prozent der Befragten den Ergebnissen, die solche Tools liefern.

Vertraute digitale Tools haben das größte Potenzial

In Deutschland nutzen nur 16 Prozent der Verbraucher digitale Tools beim Einkaufen.(Bild:  Shopfully)
In Deutschland nutzen nur 16 Prozent der Verbraucher digitale Tools beim Einkaufen.
(Bild: Shopfully)

Besonders groß ist das Interesse an Anwendungen, die bereits aus dem Alltag bekannt sind. 41 Prozent der Deutschen, die bisher digitale Tools nicht nutzen, würden gerne virtuelle Einkaufserlebnisse ausprobieren. Auch virtuelle Anproben (36 Prozent), Selbstbedienungskassen (27 Prozent) und KI-generierte Einkaufslisten (27 Prozent) stoßen auf Nachfrage. Selbst Live-Shopping in sozialen Netzwerken (27 Prozent) und KI-gestützte Einkaufsassistenten (18 Prozent) finden Anklang.

Sparen beim Einkaufen bleibt das zentrale Thema

Das größte Interesse der deutschen Verbrauchern liegt bei virtuellen Einkaufserlebnissen.(Bild:  Shopfully)
Das größte Interesse der deutschen Verbrauchern liegt bei virtuellen Einkaufserlebnissen.
(Bild: Shopfully)

Für viele Konsumenten steht bei digitalen Lösungen vor allem der finanzielle Mehrwert im Vordergrund. Die Hälfte der deutschen Befragten nutzt Werbung gezielt, um Preise zu vergleichen und Angebote zu finden. Besonders gefragt bei den europäischen Verbrauchern sind digitale Tools wie Apps, die Rabatte in Echtzeit anzeigen und personalisierte Empfehlungen geben (71 Prozent).

Bei der Weitergabe persönlicher Einkaufsdaten zeigen sich viele Deutsche zurückhaltend. Nur 24 Prozent sind bereit, Informationen über ihre Präferenzen mit Marken oder Händlern zu teilen. Damit liegt Deutschland deutlich hinter allen anderen befragten Ländern, in denen diese Bereitschaft spürbar höher ist.

Digitale Tools Stefan Bien Shopfully
Stefan Bien ist Managing Director von Shopfully.
(Bild: )

Stefan Bien, Managing Director von Shopfully, kommentiert: „Unsere Studie zeigt deutlich: Die Mehrheit der Konsumenten in Deutschland nutzt digitale Tools beim Einkaufen bisher nicht – doch das Interesse ist da. Der Handel muss jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, um diese Technologien zugänglich und verständlich zu machen. Wer heute in digitale Services investiert, schafft morgen echte Wettbewerbsvorteile und sorgt dafür, dass Innovation auch im Alltag der Menschen ankommt.“

Der Handel muss jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, um digitale Tools zugänglich und verständlich zu machen.

Stefan Bien, Shopfully

44 Prozent der Verbraucher in Europa sind bereit, personalisierte Nachrichten zu erhalten.(Bild:  Shopfully)
44 Prozent der Verbraucher in Europa sind bereit, personalisierte Nachrichten zu erhalten.
(Bild: Shopfully)

Zur Methodik der Studie: Für die Studie „The State of Shopping 2025“ von Shopfully wurden im März 2025 insgesamt 9.482 Personen ab 18 Jahren in neun europäischen Ländern befragt, darunter 1.110 Konsumenten in Deutschland. Shopfully ist Anbieter im Bereich Drive-to-Store und unterstützt Händler und Marken dabei, Online-Suchanfragen in tatsächliche Einkäufe umzuwandeln. Über sein globales Netzwerk von Publishern und digitalen Plattformen und seiner eigenen KI-basierten hyperlokalen Marketingplattform erreicht das Unternehmen über 200 Millionen Haushalte weltweit.

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