The State of Shopping 2025 Kaufverhalten: Produktqualität und Preis am wichtigsten

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Produktqualität und Preis bleiben die wichtigsten Kaufkriterien. Allerdings spielen Bewertungen für das Kaufverhalten in Deutschland eine größere Rolle als in Frankreich, Spanien oder Italien, wie aus einer neuen Studie von Shopfully hervorgeht.

(Bild:  © Parradee/stock.adobe.com)
(Bild: © Parradee/stock.adobe.com)

Wie die europäische Studie „The State of Shopping 2025“ von Shopfully, ehemals Offerista Group und Europas größtes Netzwerk für digitales Handelsmarketing, zeigt, setzen deutsche Konsumentinnen und Konsumenten beim Kaufverhalten klare Prioritäten. Demnach ist für 73 Prozent die Produktqualität das entscheidende Kriterium, gefolgt vom Preis mit 69 Prozent. Aspekte wie ethische Produktion oder Nachhaltigkeit haben hingegen nur für elf Prozent Relevanz. Dieser Trend zeigt sich auch in anderen europäischen Ländern.

In keinem anderen Land spielt die Meinung anderer eine so große Rolle wie in Deutschland. 41 Prozent der Befragten geben an, sich beim Kaufverhalten an positiven Bewertungen zu orientieren. In Frankreich (20 Prozent) und Spanien (24 Prozent) liegt dieser Wert deutlich niedriger – und in Italien sogar bei lediglich fünf Prozent. Das bedeutet: Wer auf dem deutschen Markt erfolgreich sein will, sollte Produktqualität sichtbar machen, glaubwürdige Bewertungen aktiv fördern und zugleich ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Kaufverhalten: Sonderangebote gewinnen weiter an Bedeutung

In Deutschland nutzen erst 16 Prozent der Befragten technische Hilfsmittel beim Einkaufen.(Bild:  Shopfully)
In Deutschland nutzen erst 16 Prozent der Befragten technische Hilfsmittel beim Einkaufen.
(Bild: Shopfully)

Trotz sinkender Inflation bleibt ein Großteil der Deutschen pessimistisch und glaubt nicht, dass sich ihre Kaufkraft in diesem Jahr verbessern wird (63 Prozent). Dies zeigt sich auch in dem zurückhaltenden Konsum der deutschen Befragten: 51 Prozent geben an, bei ihrem Kaufverhalten besonders auf Rabatte und Sonderangebote zu achten. Außerdem sind Werbeaktionen für 66 Prozent der Deutschen für die Kaufentscheidung ausschlaggebend. Im europäischen Vergleich ist die Relevanz von Angeboten in Ländern wie Italien (98 Prozent) oder Spanien (97 Prozent) noch höher. Händler sollten deshalb ganzjährig sichtbar sein und Aktionen gezielt aussteuern, nicht nur zu klassischen Peaks wie dem Black Friday.

Kaufverhalten: Online informieren, im Geschäft kaufen

Obwohl viele Konsumenten vor Ort einkaufen, beginnt der Weg zur Kaufentscheidung oft digital. 80 Prozent der Deutschen recherchieren vor dem Besuch eines Geschäfts online. Dieses Verhalten – bekannt als ROPO (Research Online, Purchase Offline) – zeigt, wie stark Online-Angebote den stationären Handel beeinflussen.

Aktuell nutzen nur 16 Prozent der Deutschen digitale Einkaufstechnologien wie Self-Checkout oder virtuelle Anproben. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland in diesem Aspekt hinter allen anderen Ländern. Die meisten Deutschen nutzen den In-Store Self-Checkout (58 Prozent), wobei 41 Prozent der deutschen Befragten gerne virtuelles Shopping ausprobieren würden. Gleichzeitig zeigt sich deutliches Wachstumspotenzial: 68 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Technologien wie Apps zur Echtzeit-Schnäppchenjagd in Zukunft nützlich sein werden.

Kaufverhalten
Stefan Bien ist Managing Director Deutschland bei Shopfully.
(Bild: Shopfully)

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass der stationäre Handel nach wie vor eine zentrale Rolle spielt – allerdings zunehmend unterstützt durch digitale Prozesse. Wer als Händler erfolgreich sein will, muss konsistent über alle Kanäle hinweg sichtbar sein und Angebote klug platzieren. In einem unsicheren Konsumumfeld gewinnen strategisch gesteuerte Promotionen an Bedeutung“, kommentiert Stefan Bien, Managing Director Deutschland bei Shopfully die Studienergebnisse zum Kaufverhalten. 

Wer als Händler erfolgreich sein will, muss konsistent über alle Kanäle hinweg sichtbar sein und Angebote klug platzieren.

Stefan Bien, Shopfully

Zur Methodik der Studie

Die Studie „The State of Shopping 2025“ wurde im März 2025 von Shopfully in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut mUp Research durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 9.482 Personen ab 18 Jahren in neun europäischen Ländern, darunter 1.110 Konsumenten in Deutschland. 
Shopfully ist Anbieter im Bereich Drive-to-Store und unterstützt Händler und Marken dabei, Online-Suchanfragen in tatsächliche Einkäufe umzuwandeln. Das Unternehmen, vormals unter dem Namen Offerista bekannt, ist heute in 25 Ländern mit rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tätig.

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