Gebremste Kauflust trotz wiedereröffneter Geschäfte: Die Covid-19-Pandemie wird trotz gelockerter Restriktionen zur Belastungsprobe für den Handel. In der Krise sind mehr denn je innovative Lösungen gefragt, um die Kundenbedürfnisse zu befriedigen. Wie der stationäre Einzelhandel seine Kunden mit virtuellen Showrooms erreichen kann.
(Quelle: Vuframe)
Ist in der Küche genug Platz für die lang ersehnte Kitchen Aid? Eignet sich ein Akku-Bohrer oder eher eine Schlagbohrmaschine. In welcher Farbe passt der Designer-Sessel am besten ins Wohnzimmer? Egal ob Inneneinrichtung, Handwerkszeug oder Küchenhelfer: Um sich für das richtige Produkt zu entscheiden, wollen Kunden das Objekt der Begierde sehen, anfassen oder ausprobieren. Eine Alternative zur Präsentation im Ladengeschäft bietet ein digitaler Showroom, der ebenfalls einen Kaufanreiz geben kann.
Hier hilft das Start-up Vuframe mit seiner gleichnamigen App: „Wir stellen eine Plattform bereit, auf der Unternehmen ihre Produkte in 3D, Augmented Reality oder Virtuell Reality präsentieren können. So lässt sich im Handumdrehen ein digitaler Showroom erstellen, in dem Kunden per Smartphone oder Tablet stöbern können“, erklärt Andreas Zeitler, Gründer und Geschäftsführer von Vuframe.
(Mit der Vuframe-Lösung können Händler einen digitalen Showroom erstellen. (Bild: Vuframe))
Showroom: AR und VR schaffen neue Erlebniswelten
Schon vor dem Coronavirus befand sich der Handel in einem Transformationsprozess: Digitale Angebote wie Shopping-Apps, mobile Bezahlsysteme oder individualisierte Sonderangebote ziehen vermehrt in den stationären Einzelhandel ein, um den Kaufprozess zu erleichtern und Offline- mit Online-Welt enger zu verzahnen. Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) verändern zunehmend das Kundenerlebnis innerhalb und außerhalb der Geschäftsfiliale.
Laut einer aktuellen Studie von Gartner werden in diesem Jahr 100 Millionen Kunden online wie auch im Einzelhandel VR-Angebote nutzen. Eine Ausnahmesituation wie die Corona-Pandemie macht die Einführung solcher Technologien noch dringlicher. Andreas Zeitler ist überzeugt: „Augmented Reality und Virtual Reality erlauben es Händlern, ihre Produkte für Kunden virtuell zu visualisieren. Das stationäre Einkaufserlebnis findet also bequem auf dem Sofa statt. Dabei werden Produkte beinahe physisch erlebbar – reale und virtuelle Welt verschmelzen.“
Cloud-Plattform für digitalen Showroom nutzen
Dank AR und VR können Käufer Produkte unmittelbar in ihre zukünftige Umgebung integrieren und sie dementsprechend auswählen und anpassen. Denn die Objekte werden in Originalabmessung in die Realumgebung eingebettet. Gleichzeitig lassen sich die virtuellen Objekte drehen und aus jedem Winkel betrachten. Dafür erfasst die Kamera in Smartphone oder Tablet die Umgebung.
In diesen virtuellen Raum wird das Zielobjekt mittels Augmented Reality live und 1:1 auf den Bildschirm projiziert. Die Integration von 3D-Bauplänen der Hersteller ermöglicht das fotorealistische Bilderlebnis – vom Kleidungsstück über Wohnmöbel und Accessoires bis hin zum Fahrrad. „Viele Firmen planen inzwischen ihre Fabrikate in 3D am Computer“, sagt Zeitler. „Vuframe integriert diese Daten in die Produktdarstellung und macht diese erlebbar – egal wie groß, schwer oder sperrig sie sind.“
(Augmented Reality und Virtual Reality ermöglicht es Kunden, Produkte virtuell zu visualisieren. (Bild: Vuframe))
Förderprogramm TechBoost unterstützt Vuframe
An dem Cloud-basierten Content Management System tüftelte der Wirtschaftsinformatiker drei Jahre lang, wobei ihm sein Wissen um 3D-Grafiken und virtuelle Welten als Computerspiele-Entwickler zu Gute kam. 2017 war Vuframe marktreif, heute arbeiten 20 Softwareentwickler, 3D-Grafiker, Projektmanager und Betriebswirte im Team des Startups. Dessen Lösung nutzen inzwischen Kleinfirmen, Mittelständler sowie Konzerne. Um seine Vertriebskanäle zu erweitern, bewarb sich das Start-up bei TechBoost, dem Start-up-Förderprogramm der Telekom. Und überzeugte mit seiner innovativen Geschäftsidee.
Seitdem profitiert Vuframe vom Vertriebsnetzwerk des Bonner Providers und erhält 100.000 Euro Guthaben für ein Jahr für die Open Telekom Cloud. Zeitler berichtet: „Wir gewährleisten einen hohen Datenschutzstandard gemäß DSGVO-Richtlinien und das Hosting in deutschen Rechenzentren. So wollen wir speziell kleinen und mittelständischen Unternehmen die Berührungsängste mit dem Thema Cloud nehmen.“
Verkauf steigern trotz COVID-19
Weil das Coronavirus den Einzelhandel gerade ausbremst, bietet das Startup Unternehmen ein kostenfreies Pilot-Programm inklusive Betreuung und Beratung. „Wir bieten dem Handel die Möglichkeit, sein Geschäft in dieser herausfordernden Zeit wieder anzukurbeln“, sagt Zeitler. „Unsere Lösung ist sehr nutzerfreundlich. Ein digitaler Showroom lässt sich mit wenigen Klicks aufsetzen – ganz ohne Programmierkenntnisse.“
Mit Vuframe lässt sich jedes Produkt, zu jeder Zeit, an jedem beliebigen Ort virtuell mit Augmented Reality und Virtual Reality vorführen. Dabei ist die App mit verschiedenen Endgeräten und Betriebssystemen kompatibel und lässt sich als Teil einer Webseite oder in den eigenen Webshop integrieren. Deshalb gilt das Angebot branchenübergreifend vom Handel über die Fertigungsindustrie bis hin zur Immobilienbranche. Auch virtuelle Messerundgänge sind mit der Plattform des Startups möglich. (sg)
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.