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Omnichannel: Die Integration von Online und Offline als Überlebensstrategie

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Omnichannel-Trends von morgen

Welche Trends siehst du für die Zukunft des Omnichannel-Handels?

Frank Noß: Ich sehe vier bedeutende Trends: Erstens die Hyperpersonalisierung, da Kunden individuelle und maßgeschneiderte Erlebnisse erwarten. Zweitens die fortschreitende Automatisierung und der intelligente Einsatz von KI. Drittens wird Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft immer wichtiger. Der vierte Trend ist die Verschmelzung von Online- und Offlinehandel, bei der die Grenzen zwischen den verschiedenen Vertriebskanälen immer mehr verschwimmen. Technologien wie Augmented Reality (AR) und interaktive Displays werden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Bei Remira investieren wir daher umfassend in KI, Automatisierung und innovative Omnichannel-Lösungen. Wir suchen aktiv nach Partnerschaften, um eine flexible Plattform zu bieten, die nahtlos in bestehende Systeme integriert werden kann.

Erläuterung branchenspezifischer Fachbegriffe

Omnichannel: Eine Strategie, die mehrere Verkaufskanäle integriert, um ein einheitliches Einkaufserlebnis zu bieten.

SaaS (Software-as-a-Service): Ein Vertriebsmodell, bei dem Software über das Internet bereitgestellt wird und nicht auf lokalem Computer installiert sein muss.

Hyperpersonalisierung: Maßgeschneiderte Kundenerlebnisse basierend auf umfassenden Datenanalysen.

AR (Augmented Reality): Eine Technik, die virtuelle Informationen in die reale Welt einblendet, um das Nutzererlebnis zu erweitern.

RFID (Radio-Frequency Identification): Eine Technologie zur automatischen Identifizierung und Verfolgung von Objekten mittels elektromagnetischer Felder zur Übertragung von Daten.

Wie gut ist der Handel auf diese Entwicklungen vorbereitet?

Frank Noß: Viele kleinere Händler stehen oft vor erheblichen Herausforderungen, wie der technischen Komplexität, den hohen Kosten für IT-Investitionen und insbesondere dem Problem der Datensilos. Viele Händler nutzen unterschiedliche IT-Systeme, die nicht miteinander vernetzt sind. Diejenigen, die sich den notwendigen Entwicklungen verweigern, werden es langfristig schwer haben, wettbewerbsfähig zu bleiben. Erfolgreiche Händler hingegen rücken den Kunden in den Mittelpunkt und gestalten Mehrwertangebote. Hier spielen Erlebnis-Shopping, personalisierte Angebote und Services wie Click & Collect eine zentrale Rolle. Der Mittelstand verfügt häufig nicht über die erforderlichen Kompetenzen, weshalb das Management hier gefordert ist.

Gibt es ein Beispiel für einen besonders innovativen Mittelständler im Omnichannel-Bereich?

Frank Noß: Ein hervorragendes Beispiel ist unser Kunde Pier 14, Ostseeliebe, der kürzlich neben dem Best Retail Cases Award auch noch den EHI reta Awards gewonnen hat sowie vom Handelsverband Deutschland (HDE) als Store of the Year 2025  in der Kategorie Concept Store ausgezeichnet wurde. Pier14 bietet ihren Kunden eine Omnichannel-Digital-Signage-Lösung mit interaktiven Touchscreens und RFID-Erkennung, um personalisierte Produktempfehlungen anzubieten. Die Echtzeit-Verknüpfung von Beständen, Preisen und digitalem Content verbessert die Beratungsqualität und fördert impulsbasierte Kaufentscheidungen erheblich. Dies zeigt, dass selbst kleinere Betriebe mit modernsten Technologien einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil herausarbeiten können.

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