Kundenkommunikation E-Mail-Marketing: Datenschutz beginnt bei der Infrastruktur

Ein Gastbeitrag von Sven Kummer 3 min Lesedauer

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Wer heute digitale Kommunikationslösungen anbietet, bewegt sich zwischen Regularien, technischer Komplexität und Kundenansprüchen. Geht es um die Verarbeitung personenbezogener Daten, wie im E-Mail-Marketing, sollte die Auswahl des Tools nicht allein aufgrund des Funktionsumfangs erfolgen.  

(Bild:  © vegefox.com/stock.adobe.com)
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Im wettbewerbsintensiven IT-Markt ist E-Mail-Marketing ein unverzichtbares Instrument zur Kundenbindung und Lead-Generierung – jedoch bestehen hier besonders hohe Anforderungen und Sensibilitäten in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit. Nicht nur die Nutzerfreundlichkeit eines Newsletter-Tools ist wichtig. In Zeiten wachsender Abhängigkeit von US-amerikanischen Softwarefirmen wird es immer wichtiger, wie und wo Daten verarbeitet, gespeichert und geschützt werden.

Viele E-Mail-Marketing-Anbieter bekennen sich grundsätzlich zum gesetzlich verankerten Datenschutz. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass zentrale Komponenten ihrer Architektur – insbesondere Hosting-Lösungen – auf Public-Cloud-Anbieter ausgelagert sind. Damit werden die Kontrolle und die Datenhoheit faktisch abgegeben. Das SaaS-Unternehmen rapidmail geht von Anfang an einen anderen Weg und setzt als deutsches E-Mail-Marketing-Tool hohe Maßstäbe beim Datenschutz.

E-Mail-Marketing: Datenhoheit durch Verzicht auf Public Cloud

Zentrale Grundlage für die Datenhoheit ist der vollständige Verzicht auf Public-Cloud-Dienste. Kundendaten werden also nicht über internationale Hyperscaler verarbeitet. Vielmehr erfolgt das Hosting ausschließlich auf Servern innerhalb Deutschlands bei einem spezialisierten Rechenzentrums-Dienstleister mit Sitz in Frankfurt, der selbst den höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht wird. Die gesamte Infrastruktur ist auf einem Rechenzentrumscampus untergebracht, der sowohl nach ISO 27001 als auch nach PCI-DSS zertifiziert ist. Letzterer ist einer der strengsten Sicherheitsstandards aus dem Zahlungsverkehr, der besonders hohe Anforderungen an Zugangskontrollen, Netzwerksegmentierung, Monitoring und Notfallmanagement stellt.

Dadurch bleiben sämtliche Daten in einem klar geregelten rechtlichen Raum. Weder internationale Datenabflüsse noch Zugriffsmöglichkeiten durch Drittstaaten gefährden die Integrität der gespeicherten Informationen. Der bewusste Verzicht auf globale Cloud-Anbieter ist ein technisches und strategisches Statement: Datenschutz ist nur dann glaubwürdig, wenn der physische Speicherort ebenso kontrollierbar ist wie die Software selbst. Ein weiterer Vorteil: Da ein Großteil der Kundschaft von rapidmail aus dem DACH-Raum, Frankreich sowie Italien stammt, profitieren Nutzer zusätzlich von geringen Latenzzeiten durch die geographische Nähe zu den Servern – ein nicht zu unterschätzender Performancefaktor.

Integrierte Schutzmechanismen wie IDS, IPS und intelligente Firewalls

Die gesamte Systemlandschaft – von der Serverkonfiguration über das Betriebssystem bis zur Applikation – wird dabei intern betreut, gepflegt und überwacht. Zugriffsrechte, Software-Updates und Netzwerksicherheit werden also vollständig von rapidmail selbst gesteuert. Externe Dienstleister haben keinen Zugang zur produktiven Umgebung. Damit entsteht eine sichere und kontrollierte Infrastruktur, die gezielt gegen Manipulation und Missbrauch abgesichert ist.

Neben organisatorischen Maßnahmen spielt die technische Absicherung eine Schlüsselrolle. Intrusion Detection Systeme (IDS) und Intrusion Prevention Systeme (IPS) sind integraler Bestandteil der Netzwerksicherheit. Sie analysieren den Datenverkehr zu jeder Zeit in Echtzeit und erkennen Anomalien, bevor daraus operative Bedrohungen entstehen. Ergänzt wird dieses Setup durch Firewalls mit eingebauten Security-Features, die Angriffsversuche nicht nur blockieren, sondern auch kontextbezogen bewerten können.

Die vorgelagerte Netzwerkinfrastruktur ist zusätzlich mit Mechanismen zur DDoS-Erkennung und -Abwehr ausgestattet. Auffälliger Traffic wird automatisch identifiziert, segmentiert und analysiert – mit transparenter Mitigation bei laufenden Angriffen. Diese Transparenz ist kein nettes Extra, sondern elementarer Bestandteil einer Sicherheitsstrategie, die proaktiv den 24/7-Betrieb schützt. So kann das Plattformteam Maßnahmen in Echtzeit bewerten, Rückschlüsse auf neue Angriffsvektoren ziehen und die Systeme laufend optimieren.

E-Mail-Marketing: Volle Kontrolle über die Infrastruktur

Datenschutz ist kein juristisches Feigenblatt, sondern eine technische Grundhaltung. Wer heute personenbezogene Daten verarbeitet, muss nicht nur konform, sondern souverän und verantwortungsbewusst handeln. Das bedeutet: volle Kontrolle über die gesamte Infrastruktur, kompromisslose Sicherheitsmechanismen, zertifizierte Rechenzentren und ein tiefes technisches Verständnis der eigenen IT-Prozesse. Fachkräfte von IT-Abteilungen, die Tools für das E-Mail-Marketing oder ähnliche Plattformen evaluieren, sollten genau hinsehen: Wer betreibt die Infrastruktur wirklich? Wo liegen die Daten? Und wie schnell wird im Ernstfall reagiert? Denn eines ist klar: Echte Datensouveränität geht weit über bloße Checkboxen in den AGBs hinaus.

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Sven Kummer rapidmail E-Mail-MarketingSven Kummer
ist Gründer und Geschäftsführer des seit 2021 zur Positive Group gehörenden SaaS-Unternehmens rapidmail, das auf Newsletter-Marketing spezialisiert ist. 

Bildquelle: Carina Adam Photography