ECommerce Masterminds Podcast Vom Reel zum Check-out: Creator als Umsatzmotor im E-Commerce

Das Gespräch führte Heiner Sieger 7 min Lesedauer

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Anna R. Habighorst, Global Client Partner und Partnership Ads Expertin bei Meta, erklärt, wie Creator-Content und Partnership Ads aus authentischen Geschichten messbare Conversions machen – effizient, skalierbar, KI-unterstützt. 

(Bild:  © ink drop/stock.adobe.com)
(Bild: © ink drop/stock.adobe.com)

DARUM GEHT'S

Partnership Ads als Performance-Hebel: Creator-Content in Paid verlängern, Signale aus Marken- und Creator-Account kombinieren und den inkrementellen Effekt per Conversion-/Brand-Lift nachweisen.

Schlanker Einstieg für KMU: Creator Marketplace und Partnership Ads Hub kostenfrei testen, priorisierte Creator-Inbox nutzen, präzises Briefing mit Freiraum – und Creator-Assets ohne zusätzliches Mediabudget in bestehende Kampagnen integrieren. 

KI-Update bei Meta: Besseres Matching und Aussteuerung durch Advantage+ und Partnership Ads Hub; nächste Stufe Business AI (Beta) entlastet Teams und beschleunigt Kreativ- und Media-Prozesse.

Anna, welche Rolle spielen Creator aktuell im E-Commerce-Marketing – und warum sollten Händler gerade jetzt darauf setzen? 

Anna R. Habighorst: Creators verkürzen die Strecke von Inspiration zum Kauf. Sie erzählen glaubwürdige, alltagsnahe Geschichten, die unmittelbar wirken. Früher zählte vor allem Reichweite. Heute entscheiden Kreativität, Authentizität und Vertrauen – und genau hier entfalten Creator ihren größten Effekt. Für Händler bedeutet das: vielfältigere Werbemittel, neue Tonalitäten und reale Nähe zur Zielgruppe. Der wichtigste Schritt ist, Creator-Inhalte nicht nur organisch laufen zu lassen, sondern konsequent via Partnership Ads in Paid-Kampagnen zu verlängern. So trifft die emotionale Stärke auf datengetriebene Optimierung – messbar entlang des gesamten Funnels. 

Hören Sie sich das ausführliche Interview mit Anna R. Habighorst in unserem ECOMMERCE MASTERMINDS PODCAST an

Welche konkreten Vorteile bietet der neue Creator Marketplace – und wie unterscheidet er sich von klassischen Influencer-Kooperationen? 

Anna R. Habighorst: Der Creator Marketplace ist in den Ads Manager integriert – ein zentraler Ort für Suche, Ansprache, Zusammenarbeit und Aktivierung. Händler filtern nach Themen, Zielgruppeneigenschaften, Standort oder Engagement-Rate; KI-Empfehlungen unterstützen bei der Auswahl. Anfragen landen in einem separaten Postfach der Creators, erhalten Priorität und gehen nicht im Alltag unter. Zudem sind Tools wie der Partnership Ads Hub nahtlos angebunden. Anders als bei klassischen Kooperationen entstehen hier standardisierte, skalierbare Prozesse mit klaren Workflows, direkter Media-Anbindung und sauberer Messbarkeit – von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Optimierung in Paid. 

Welche Erfolgsfaktoren siehst du für Kampagnen mit Creators – und welche Do’s und Don’ts? 

Anna R. Habighorst: Erfolg beginnt mit einer präzisen Zieldefinition: Abverkauf, Leads, App-Events oder Markenwirkung – was steht im Vordergrund? Das Ziel steuert Auswahl, Briefing, Format und Messung. Bei der Auswahl zählt Passung statt bloßer Größe: Mid- und Micro-Creators können überdurchschnittlich effizient sein, wenn sie die Vielfalt der Werbemittel erhöhen und auf Augenhöhe mit dem Konsumenten kommunizieren. Creator sollten innerhalb klarer Leitplanken kreativ arbeiten dürfen; ein zu enges Korsett schwächt Authentizität. Und: Partnership Ads sind Pflicht, um organische Stärke mit Performance zu verbinden. Klare Don’ts sind: Ziele vermischen, nur auf Followerzahlen schauen, Creator in eine markenfremde Tonalität pressen, ohne klare KPIs starten – und nicht messen.

DIE GESPRÄCHSPARTNERIN

Anna R. Habighorst ist Global Client Partner bei Meta und betreut große internationale Kunden mit Hauptquartier in der DACH-Region. Zuvor arbeitete sie viele Jahre in Führungsrollen in Marketing und Media, unter anderem bei L’Oréal. Bei Meta leitet sie eine Arbeitsgruppe zu Creator-Partnerschaften und engagiert sich in der BVDW-Initiative Content Creation & Influencer Marketing.  

Meta Creator
(Bild: @fabiankirchner)

Und wie sollte ein gutes Briefing aussehen? 

Anna R. Habighorst: Ein gutes Briefing ist klar, knapp und lässt Luft zum Atmen. Es umfasst das Kampagnenziel und die KPIs, die Kernbotschaft, Pflichtinhalte (z. B. Kennzeichnung, CTA, Produkt-USPs), No-Gos, Timings, Freigaben und Nutzungsrechte – inklusive der Erlaubnis zur Nutzung in Partnership Ads. Wichtig ist auch: Warum wurde genau dieser Creator ausgewählt? Das schafft Kontext und Wertschätzung. Danach folgt Freiraum für Erzählweise, Bildsprache und Stilmittel. So bleibt der Content naturnah, trifft die Erwartungen der Community und performt später in Paid. 

Wie messe ich als Marketingverantwortlicher den Erfolg von Creator-Kampagnen – und wie macht Meta Performance transparent nachvollziehbar? 

Anna R. Habighorst: Mit Partnership Ads stehen alle Metriken zur Verfügung, auf die unsere Plattformen optimieren: von Aufmerksamkeit und Reichweite über Klicks und Leads bis hin zu Conversions und Umsatz. Für harte Nachweise empfehlen wir Conversion Lift-Studien bei Performance-Zielen und Brand Lift-Studien für Markenwirkung. Zudem hilft der direkte Vergleich: eine „Business-as-usual“-Kampagne versus eine Kampagne, die zusätzlich Partnership Ads einsetzt – so wird der inkrementelle Effekt sichtbar. Ergänzend kann Marketing Mix Modeling tiefergehende Fragen beantworten. 

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