ECommerce Masterminds Podcast Von Search zu Scale: So knacken D2C-Brands mit YouTube den nächsten Umsatzsprung

Das Gespräch führte Heiner Sieger 6 min Lesedauer

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Vom Demand Capture zur Demand Creation: Lukas Maria Beilmann erklärt das 4-Stufen-Framework für profitables Google-Wachstum. Warum Unit Economics, First-Party-Data und YouTube-Placements entscheidend sind – und wie Online-Händler ROAS und Deckungsbeitrag steigern.

(Bild:  ©  yuruphoto/stock.adobe.com)
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DARUM GEHT'S

Warum Google mehr ist als Search & Shopping: So schaffen D2C-Brands mit YouTube und Demand Gen messbares, inkrementelles Wachstum.

Das 4-Stufen-Framework von Beilmann Marketing: Product-Market-Fit in Search & Shopping, Intensivierung und Marge/Effizienz, Push-PMF via YouTube/Demand Gen (Mid/Upper Funnel), Upper-Funnel- und Creative-Diversifizierung.

Messen statt raten: Attribution, Post-Purchase-Surveys und Geo-Tests für klare Budgetentscheidungen.

Lukas, viele kennen Dich schon von LinkedIn und Konferenzen als Ecommerce-Mastermind. Wofür steht Beilmann Marketing – und mit welchen Marken arbeitet Ihr?

Lukas Maria Beilmann: Wir helfen D2C-Brands dabei, den gesamten Google-Ads-Kosmos für Wachstum zu nutzen – nicht nur Search und Shopping. Typisch sind Marken mit mittleren siebenstelligen Jahresumsätzen, die die erste Achtstelligkeit und darüber erreichen wollen . Wir verstehen uns als Full-Funnel-Google-Agentur. Zu unseren Referenzen zählen unter anderem Loop Earplugs, Pergolux, Bedrop , Sternglas  und Head  Nutrition. Wir sind seit 2023 Google Agency Partner und verwalten rund  100 Mio. Euro Adspend im Jahr. Ich mache seit zehn Jahren Google Ads, die Agentur gibt es seit fünf Jahren. Unser Anspruch: Von „Online-Shop“ zur echten D2C-Brand – mit Daten, Creatives und sauberem Controlling.

Attribution braucht Kontext. Wir betrachten nicht nur Ads-Manager, sondern die Business-Zahlen: Echtzeit-BWA, Deckungsbeiträge, Neukundenquote, Marketingeffizienz. Dazu fahren wir Inkrementalitäts-Tests.

Lukas Maria Beilmann, Inhaber von Beilmann Marketing

Warum geraten viele Online-Shops ins Stocken, wenn sie sich bei Google auf Suche und Produktanzeigen konzentrieren?

Lukas Maria Beilmann: Weil sie Google primär als Demand-Capture-Kanal nutzen. Search und Shopping funktionieren hervorragend, wenn aktive Nachfrage vorhanden ist. Doch ab einem bestimmten Reifegrad wird Suchvolumen zum Engpass – zusätzliche Keywords bringen Streuverluste, Feed-Optimierung allein reicht nicht. Wachstum verlangt Demand Creation: Zielgruppen aktivieren, bevor sie suchen. Wer nur verwaltet, bleibt abhängig von Meta oder vom Suchvolumen. Wer über Push-Kanäle von Google – vor allem YouTube und Demand Gen – Bedarf weckt, macht Google zur gleichwertigen Säule der Neukundenakquise.

Hören Sie sich das ausführliche Interview mit dsdsdsdsds in unserem ECOMMERCE MASTERMINDS PODCAST an

Was sind für Dich Grundvoraussetzungen, um mit Google Ads skalierbar zu wachsen?

Lukas Maria Beilmann: Erstens: Unit Economics. Bevor Budget fließt, müssen Deckungsbeiträge klar sein: COGS, Logistik, Zahlungsziele, Fixkosten, Ziel-CAC. Daraus folgt, wie viele Neukunden sie zu welchem Preis einkaufen dürfen. Zweitens: Dateninfrastruktur. Google braucht vollständige, saubere Signale. Wir aktivieren den Google Data Manager, richten serverseitiges First-Party-Tracking – Stichwort: Gateway, dynamisches Remarketing, Conversion-Uploads und Customer-Match ein, um Neu- vs. Bestandskunden sauber zu unterscheiden. Drittens: ein belastbares Start-Setup, das zügig valide Lerneffekte liefert – ohne Overengineering.

DER GESPRÄCHSPARTNER

Lukas Maria Beilmann ist Inhaber von Beilmann Marketing. Die Agentur ist Google Agency Partner und verwaltet ca. 100 Mio. Euro Adspend pro Jahr. Lukas arbeitet seit zehn Jahren mit Google Ads; die Agentur besteht seit fünf Jahren. Der Fokus: D2C-Brands von mittleren siebenstelligen Umsätzen in die Achtstelligkeit führen. Zu den Kunden zählen u. a.: Loop Earplugs, Pergolux, Bedrop, Sternglas, Head Nutrition.  

D2C-Brands – Youtube
(Bild: Beilmann Marketing)

Ihr arbeitet mit einem 4-Stufen-Framework. Woran erkennt ein Team, dass es bereit ist, die nächste Stufe zu gehen?

Lukas Maria Beilmann: Stufe 1 beginnt bei ca. 1–3 Mio. Umsatz: Product-Market-Fit in Google Ads prüfen. Kleines Portfolio, klare Profitziele, Seller-Basics in Search & Shopping. Ziel: Beweist Google bei sauberem Tracking echten Umsatz-Lift? Stufe 2, ab 3–5+ Mio.: Intensivierung. Marge optimieren, Gewinnerprodukte granular führen, schwache Produkte entlasten, aber noch ohne großen Markenaufbau. Fokus: Effizienz in Search & Shopping. Stufe 3 startet bei 5–10 Mio.: Push-PMF. Mittlerer/oberer Funnel über YouTube und Demand Gen. Profitziele je Funnelstufe differenzieren, Reichweite einkaufen, neue Zielgruppen aktivieren. Stufe 4 beginnt bei 8-stelligem Umsatz: Upper-Funnel- und Content-Diversifizierung. Creatives und Formate skalieren, um zusätzliche Segmente zu erschließen. Signal, um weiterzugehen: Stabiler ROAS in der Stufe, ausgereizte Lerneffekte und klare, finanzielle Headroom-Prognosen.

Wie machst Du die Wirkung von YouTube und Demand-Kampagnen sichtbar – auch wenn der Kauf oft später oder über andere Wege erfolgt?

Lukas Maria Beilmann: Attribution braucht Kontext. Wir betrachten nicht nur Ads-Manager, sondern die Business-Zahlen: Echtzeit-BWA, Deckungsbeiträge, Neukundenquote, Marketingeffizienz. Dazu fahren wir Inkrementalitäts-Tests: Budget in YouTube/Demand Gen anheben, Effekte auf CM3 und Neukunden beobachten; anschließend Budget senken oder pausieren und die Differenz messen. Außerdem nutzen wir Post-Purchase-Surveys („Wo haben Sie uns zuerst gesehen?“) als First-Party-Signal und führen Geo-Splits durch (z. B. Nord- vs. Süddeutschland mit unterschiedlicher Push-Intensität). So trennen wir „Umschichtung“ von „echtem Zusatzumsatz“.

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