Kaufverhalten Einkaufsassistenten: Deutsche wünschen sich KI als Co-Pilot

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 4 min Lesedauer

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Eine neue Umfrage im Auftrag von Unzer zeigt, dass deutsche Verbraucher technologieoffen sind – aber nicht technikhörig. 37 Prozent können sich vorstellen, KI-basierte Einkaufsassistenten zu nutzen. Gleichzeitig wollen 64 Prozent jeden Kauf aktiv bestätigen. Das Signal: KI ja – aber als Co-Pilot, nicht als Autopilot.

Deutsche Verbrauchen wollen KI-Einkaufsassistenten als Co-Pilot nutzen, nicht als Autopilot.(Bild: Unzer)
Deutsche Verbrauchen wollen KI-Einkaufsassistenten als Co-Pilot nutzen, nicht als Autopilot.
(Bild: Unzer)

Darum Geht's

Eine neue Umfrage von Unzer zeigt, dass 37 Prozent der deutschen Verbraucher die Nutzung von KI-basierten Einkaufsassistenten in Betracht ziehen, jedoch 64 Prozent darauf bestehen, jeden Kauf aktiv zu bestätigen.

Die Akzeptanz von KI-Einkaufsassistenten variiert stark nach Alter und Geschlecht: Jüngere Befragte sind offener, während ältere Menschen skeptischer sind. Zudem bewerten Frauen KI-Assistenten zurückhaltender als Männer.

Verbraucher sehen KI vorrangig als Unterstützung für alltägliche Routinen, wie wiederkehrende Einkäufe, und wünschen sich Lösungen, die Sicherheit und Transparenz bieten, ohne vollständig autonome Entscheidungen zu treffen.

Künstliche Intelligenz im Alltag? Ja, aber mit Sicherheitsgurt. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von Unzer zeigt: Deutsche Verbraucher begrüßen die Unterstützung durch KI, lehnen aber vollständig autonome Kaufentscheidungen deutlich ab. 37 Prozent (kumuliert) der Befragten halten es grundsätzlich für wahrscheinlich, KI-basierte Einkaufsassistenten zu nutzen (25 Prozent „eher wahrscheinlich“, zwölf Prozent „sehr wahrscheinlich“). Gleichzeitig zeigt sich eine ausgeprägte Altersdynamik: Während 38 Prozent der 18‑ bis 29‑Jährigen und nur 34 Prozent der 30‑ bis 39‑Jährigen KI‑Einkaufsassistenten skeptisch gegenüberstehen, wächst dieser Anteil kontinuierlich mit dem Alter und erreicht bei den über 70‑Jährigen 75 Prozent. Für die Umfrage wurden vom 22. bis 23. Januar 2026  1.004 Personen aus Deutschland ab 18 Jahren online befragt.

Einkaufsassistenten für die Suche günstiger Angebote

Auch beim Geschlechtervergleich zeigt sich ein klares Muster: Frauen bewerten KI‑Einkaufsassistenten deutlich zurückhaltender als Männer (57 Prozent vs. 52 Prozent), während Männer zugleich mehr Offenheit zeigen – 41 Prozent halten den Einsatz für wahrscheinlich, bei Frauen sind es nur 32 Prozent. Gleichzeitig wünschen sich 51 bis 65 Prozent der Verbraucher, dass KI das Einkaufen erleichtert – indem sie Zeit spart, passende Produkte findet oder günstige Angebote identifiziert (je nach Aussage 51 Prozent für passende Produkte bis 65 Prozent für günstige Angebote). Ein Punkt ist jedoch über alle Altersgruppen hinweg klar: 64 Prozent (kumuliert) bestehen darauf, dass jeder Schritt vor Abschluss eines Kaufs durch den Käufer bestätigt werden muss. Das Ergebnis: Die Deutschen wollen KI als Co-Pilot, nicht als Autopilot.

KI-Einkaufsassistenten im Alltag: Akzeptanz bei Routinen

Auf die Frage, wofür Verbraucherinnen und Verbraucher einen agentischen, also vollautomatisierten Einkaufsassistenzen einsetzen würden, zeigt sich ein eindeutiges Muster:

  • 22 Prozent sehen Einsatzpotenzial bei wiederkehrenden Einkäufen, beispielsweise Reinigungsmittel
  • 21 Prozent bei Lebensmitteln
  • 19 Prozent bei Kleidung
  • 18 Prozent bei Geschenken
  • 14 Prozent bei Versicherungen oder Finanzdienstleistungen
  • 12 Prozent bei Abonnements

Damit wird deutlich: Die breite Akzeptanz autonomen Einkaufens wird nicht bei Versicherungen, Finanzprodukten oder größeren Anschaffungen beginnen, sondern bei täglichen Routineaufgaben. Für Händler bedeutet das: KI‑gestützte Automatisierung wird sich zunächst dort etablieren, wo sie Verbraucher nachweislich entlastet.

Pascal Beji ist Chief Commercial Officer bei Unzer.(Bild:  Unzer)
Pascal Beji ist Chief Commercial Officer bei Unzer.
(Bild: Unzer)

„Die Umfrage zeigt, dass Verbraucher sehr offen für moderne, digitale Einkaufserlebnisse sind, solange sie selbst die letzte Entscheidung treffen. KI soll unterstützen, personalisieren und vereinfachen, aber nicht autonom handeln. Das bestätigt unseren Ansatz bei Unzer: Unternehmen brauchen Lösungen, die Sicherheit, Transparenz und Komfort kombinieren. KI wird zum Co‑Pilot – und nur dort zum Autopiloten, wo Kunden es wirklich wollen,“ sagt Pascal Beji, Chief Commercial Officer von Unzer.

Mehr Transparenz bei Finanzströmen für Händler

Unzer hat kürzlich Financial Services eingeführt. Das neue Angebot richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen im stationären und im Onlinehandel und hilft ihnen, Einnahmen und Ausgaben sowie Cashflow in einem zentralen System zu verwalten. Die Unzer Financial Services umfassen ein Geschäftskonto und eine Firmenkreditkarte ohne monatliche Kontoführungsgebühren. Eingehende Gelder stehen unmittelbar auf dem Geschäftskonto zur Verfügung. Händler können ihr Geld direkt nutzen, um Lieferanten zu bezahlen, Betriebskosten zu decken oder tägliche Ausgaben zu verwalten, ohne Geld zwischen verschiedenen Systemen verschieben zu müssen.

Die Geschäftskarte auf Basis des Mastercard-Netzwerks verknüpft Ausgaben direkt mit eingehenden Einnahmen. Händler können außerdem von bis zu 0,5 Prozent Rückvergütung auf berechtigte Kartenausgaben profitieren. Das Besondere: Alle Dienste sind vollständig mit den Zahlungslösungen und der Unternehmenssoftware von Unzer verbunden und über das UnzerOne-Dashboard verfügbar. Händler erhalten in Echtzeit einen Überblick über Zahlungen, Ausgaben und Salden und können so ihre Finanzen und Kosten einfacher steuern. Der Service ist zunächst für Händler in Deutschland und Österreich verfügbar, weitere europäische Märkte sollen folgen.

Robert Bueninck ist CEO von Unzer.(Bild:  Unzer)
Robert Bueninck ist CEO von Unzer.
(Bild: Unzer)

Robert Bueninck, CEO von Unzer, kommentiert: Wir sind der Meinung, dass jeder Händler Zugang zu den gleichen Tools haben sollte, unabhängig von seiner Größe. Deshalb bringen wir Zahlungen, Software und Finanzdienstleistungen an einem Ort zusammen, sodass sich Händler ganz auf ihr Geschäft und ihre Kunden konzentrieren können. Mit Unzer Financial Services vereinfachen wir Finanzprozesse und geben Händlern einen klaren Überblick über ihr Geld, damit sie sich auf den Betrieb und das Wachstum ihres Geschäfts konzentrieren können.“

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