Trends Einzelhandel: Diese Herausforderungen kommen auf Händler 2024 zu

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Das Jahr 2024 wird neue Herausforderungen für den Einzelhandel mit sich bringen. Durch die die anhaltende Rezession wandelt sich das Einkaufsverhalten der Verbraucher. Die Händler müssen sich deshalb an die neuen Rahmenbedingungen anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Faktoren des Wandels gerecht zu werden.

(Quelle:  Scandit)
(Quelle: Scandit)

Eine erste Herausforderung liegt auf Verbraucherseite beim Generationenwechsel, der sich auf das Konsumverhalten im Einzelhandel auswirken wird. Millennials und die Generation Z gehören jetzt zu den Spitzenverdienern mit hoher Kaufkraft. Im letzten Jahr sind gerade die Ausgaben der Generation Z deutlich gestiegen. Das ist zum einen auf ihr Verhalten zurückzuführen, Konsumwünsche möglichst sofort zu erfüllen. Zum anderen ist ihr Stundenverdienst im Vorjahresvergleich gestiegen und erhöht so die Kaufkraft.

Inflation wirkt sich auf Konsumverhalten aus

Ein zweiter Treiber des Wandels ist die inflationsbedingte Verteuerung der Lebenshaltungskosten. Dieser Trend aus 2023 wird sich auch 2024 fortsetzen und dem Einzelhandel die Vorhersage des Konsumverhaltens erschweren. Dazu kommt ein deutlicher Anstieg von Ladendiebstählen, der zu beträchtlichen Verlusten führt. Einer Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI zufolge summierten sich die Verluste durch Ladendiebstahl 2022 in Deutschland auf 3,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Umsetzung von Omnichannel-Strategien im Einzelhandel

Ein dritter Faktor ist die Umsetzung von Omnichannel-Strategien, die zwar bei Verbrauchern für Begeisterung sorgen, für den Einzelhandel jedoch nach wie vor eine Herausforderung darstellt. Ursächlich für die oft schleppende Umsetzung sind beispielsweise unzureichend integrierte Online- und Filialsysteme, Bestandsabweichungen oder Preisdiskrepanzen. Das erschwert die Schulung von Mitarbeitenden und verstärkt externe Faktoren wie zum Beispiel die anhaltenden Unsicherheiten in der Lieferkette.

2024 müssen sich Händler daher damit auseinandersetzen, wie ihre Omnichannel-Strategie umgesetzt werden muss, um den Umsatz zu erhöhen und ein einheitliches und personalisiertes Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Das ist nötig, um den Ansprüchen der Verbraucher von heute gerecht zu werden. 2024 wird auch Kosteneinsparungen der zentrale Dreh- und Angelpunkt sein. Wer sich strategisch mit der Effizienz der operativen Prozesse auseinandersetzt und die Lücken und Potenziale identifiziert, kann seine Kosteneinsparungen an die Kunden weitergeben. Das stärkt die Markentreue.

Jess Grisolia ist Head of Retail Industry Solutions bei Scandit.(Scandit)
Jess Grisolia ist Head of Retail Industry Solutions bei Scandit.
(Scandit)

Über die Autorin: Jess Grisolia ist Head of Retail Industry Solutions bei Scandit. Das Unternehmen bietet Smart-Data-Capture-Lösungen. Mit Smart Devices wie Smartphones, Drohnen, digitalen Brillen und Robotern können Unternehmen Daten aus Barcodes, Texten, Ausweisen und Objekten sammeln, um End-to-End-Prozesse zu automatisieren und wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Die Lösung von Scandit erfasst Daten bis zu dreimal schneller als dedizierte Scanner. (sg)

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