E-Commerce-Schule: Amazon-Shop Fahrplan für den einfachen Einstieg: In zehn Wochen zum eigenen Amazon-Shop – Teil 4

Ein Gastbeitrag von Moritz Heller 4 min Lesedauer

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Starte im Online-Handel durch. Mit der E-Commerce-Schule und Moritz Heller lernst du den Weg zum Amazon-Shop: Im viertel Teil geht es um die Preisgestaltung und Versandmethoden.

(Bild:  © burdun/stock.adobe.com)
(Bild: © burdun/stock.adobe.com)

Du willst im Onlinehandel endlich Fuß fassen und dich als Amazon-Händler selbstständig machen? Dann bist du hier genau richtig! Die neue E-Commerce-Schule – entwickelt in Kooperation mit eFly-Geschäftsführer Moritz Heller – begleitet dich Schritt für Schritt durch deinen Einstieg auf Amazon. Vom Seller Account über Produkt-Listing und Verpackung bis zu Marketing und Skalierung bekommst du jeden Baustein einfach erklärt.

In  den ersten drei Wochen haben wir uns mit der Einrichtung deines Amazon Seller Accounts und der Optimierung deines Produkt Listings beschäftigt. Zudem hast du gelernt, wie sich die Produktbilder optimieren lassen. In dieser Woche zeigen wir dir, wie du eine strategische Preisgestaltung vornimmst und welche Versandoptionen für dein Produkt am besten geeignet sind, um deine Verkäufe zu maximieren und dich in einem wettbewerbsintensiven Markt zu behaupten. Wir erklären dir, wie du deine Preise auf Basis von Marktanalysen festlegst, welche Versandmethoden die besten Ergebnisse liefern und wie du die Lager- und Versandkosten optimal steuerst.

Schritt 1: Die richtige Preisstrategie wählen

Die Preisgestaltung auf Amazon ist eine der wichtigsten Faktoren, die über den Erfolg deines Produkts entscheiden. Ein zu hoher Preis könnte potenzielle Kunden abschrecken, während ein zu niedriger Preis deine Marge schmälern könnte. Hier ist es wichtig, eine Balance zu finden, die sowohl wettbewerbsfähig als auch profitabel ist.

Faktoren, die deine Preisstrategie beeinflussen:

  • Marktforschung und Wettbewerbsanalyse: Schau dir ähnliche Produkte auf Amazon an und analysiere deren Preise. Bei einem Nackenstrecker wie dem Liebscher & Bracht Nackenretter könntest du die Preise von Konkurrenzprodukten im Bereich der Gesundheitsprodukte oder Fitnessgeräte vergleichen. Achte darauf, welche Preisspannen vorherrschen und wie die Kundenbewertungen die Preis-Leistungs-Verhältnisse widerspiegeln.
  • Kosten und Marge: Berechne die Kosten, die mit deinem Produkt verbunden sind, einschließlich Produktkosten, Lagerung und Versand. Deine Marge muss ausreichend hoch sein, um dir den gewünschten Gewinn zu ermöglichen, aber auch so, dass dein Produkt wettbewerbsfähig bleibt.
  • Psychologische Preisgestaltung: Psychologische Preisstrategien wie das Setzen von Preisen auf 19,99 Euro statt 20 Euro können ebenfalls eine Rolle spielen. Kunden neigen dazu, Produkte als günstiger wahrzunehmen, wenn der Preis knapp unter einer runden Zahl liegt. Auch Rabattaktionen und Sonderangebote können den Verkauf ankurbeln.
Versand: Beispiel für die Optionen in Amazon Seller Central(Bild:  eFly)
Versand: Beispiel für die Optionen in Amazon Seller Central
(Bild: eFly)

Schritt 2: Versandmethoden und Logistik optimieren

Die Wahl der richtigen Versandmethode ist ebenso entscheidend wie die Preisgestaltung. Hierbei musst du entscheiden, ob du die Ware selbst versenden möchtest oder Fulfillment by Amazon (FBA) nutzen willst. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile, die du kennen solltest.

Option 1: Fulfillment by Amazon (FBA)

Mit FBA übergibst du die Lagerung, den Versand und den Kundenservice an Amazon. Dies hat folgende Vorteile:

  • Schnelle Lieferung: Deine Produkte werden automatisch für Prime-Mitgliedschaften zugelassen, was bedeutet, dass du von der schnellen Lieferung und dem Prime-Logo profitieren kannst.
  • Kundenservice: Amazon übernimmt den Kundenservice und die Retourenabwicklung, was dir viel Arbeit abnimmt.
  • Wettbewerbsvorteil: Produkte, die über FBA versendet werden, haben oft eine bessere Sichtbarkeit und höhere Conversion-Raten.

Nachteile von FBA:

  • Kosten: Du musst Lagergebühren und Versandgebühren an Amazon zahlen, was sich negativ auf deine Marge auswirken kann.
  • Kontrolle: Du hast weniger Kontrolle über den Versand und die Lagerbestände, da Amazon dies für dich übernimmt.

Option 2: Fulfilled by Merchant (FBM)

Mit FBM versendest du die Produkte selbst oder über einen externen Logistikdienstleister. Dies hat folgende Vorteile:

  • Geringere Kosten: Du musst keine Lagergebühren an Amazon zahlen, was dir mehr Flexibilität bei den Preisen gibt.
  • Kontrolle: Du behältst die vollständige Kontrolle über den Versandprozess.

Nachteile von FBM:

  • Längere Lieferzeiten: Ohne Amazon’s Logistiknetzwerk kannst du möglicherweise nicht die gleiche Liefergeschwindigkeit und den Kundenservice bieten, den FBA bietet.
  • Kein Prime: Deine Produkte werden nicht für Prime-Abonnenten angeboten, was die Conversion-Rate negativ beeinflussen kann.

Wichtige Versandmethoden und Optionen für dein Produkt:

  • Versand durch Amazon (FBA) – ideal für schnelle Lieferung und größere Reichweite.
  • Eigenständiger Versand (FBM) – ideal für kleine Unternehmen, die die Kontrolle über Versand und Kosten behalten wollen.
  • Spezialversandoptionen – Wenn dein Produkt eine besondere Handhabung erfordert (zum Beispiel schwere oder empfindliche Artikel), solltest du spezialisierte Versandmethoden wählen.
Versand: Beispiel für die Optionen in Amazon Seller Central(Bild:  eFly)
Versand: Beispiel für die Optionen in Amazon Seller Central
(Bild: eFly)

Schritt 3: Lagerbestand und Gebühren

Die Verwaltung deines Lagerbestands ist entscheidend, um Engpässe oder zu hohe Lagergebühren zu vermeiden. Amazon bietet Funktionen zur Bestandsverwaltung und zur automatischen Lagerauffüllung.

  • Lagergebühren: Amazon berechnet Lagergebühren für Produkte, die in den Fulfillment-Centern gelagert werden. Diese Gebühren variieren je nach Saison (höher in der Hochsaison). Es ist wichtig, deinen Lagerbestand entsprechend zu planen, um unnötige Kosten zu vermeiden.
  • Lagerbestandsplanung: Stelle sicher, dass du deine Lagerbestände basierend auf den Absatzprognosen und den Verkaufszahlen richtig eingeplant sind. Amazon bietet Lagerbestandsberichte, die dir helfen können, den optimalen Bestand zu ermitteln und Engpässe zu vermeiden.

In der kommenden Woche widmen wir uns der Werbung auf Amazon. Wir erklären dir, wie du mit PPC-Kampagnen (Pay-per-Click) die Sichtbarkeit deines Produkts steigern kannst. Du wirst lernen, wie du Keywords für deine Sponsored Products auswählst, Kampagnen budgetierst und optimierst, um das Beste aus deinen Werbemaßnahmen herauszuholen.

E-Commerce-Schule – Amazon-ShopMoritz Heller 
ist Geschäftsführer von eFly und Experte für den Einstieg in den Onlinehandel auf Amazon. Seit mehreren Jahren begleitet er angehende und etablierte Händler beim erfolgreichen Aufbau ihrer Amazon-Geschäfte – von den ersten Schritten im Seller Central bis hin zu Strategie, Skalierung und Markenaufbau.

Bildquelle: eFly

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