Generative Suchantworten Google AI Overviews: E-Commerce-Händler müssen SEO-Strategien neu denken

Ein Gastbeitrag von Markus Kellermann 4 min Lesedauer

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Google AI Overviews krempeln die Suche um: Statt klassischer Suchergebnisse dominieren generative Antworten. SEO bleibt für den E-Commerce relevant – doch die Strategien müssen sich anpassen.

(Bild:  © Tom/stock.adobe.com)
(Bild: © Tom/stock.adobe.com)

Seit Mai 2024 hat Google mit den AI Overviews die Suche auf ein neues Level gehoben. Statt klassischer Linklisten präsentiert Google zunehmend generative Antworten, die direkt auf der Ergebnisseite erscheinen. Damit verschiebt sich die Sichtbarkeit von Websites nach unten – selbst Platz 1 ist keine Garantie mehr für Klicks. Studien zeigen einen durchschnittlichen Rückgang der Klickrate um 40 Prozent, teils sogar um bis zu 85 Prozent. Besonders betroffen sind Onlineshops und Marken mit transaktionalen Suchanfragen.

Sichtbarkeit ist mehr als nur Klicks – es geht um Relevanz und Vertrauen. Händler, die das frühzeitig verstehen, sichern sich entscheidende Wettbewerbsvorteile. 

Markus Kellermann, Geschäftsführer MAI xpose360

Googles AI Overviews krempeln die Suche damit um und stellen Händler vor neue Herausforderungen. Statt klassischer Suchergebnisse dominieren immer häufiger generative Antworten – mit drastischen Folgen für Klickzahlen und Sichtbarkeit. Die Auswirkungen betreffen längst nicht nur SEO-Experten, sondern die gesamte Digitalstrategie von Onlinehändlern und Marken. Wer auf die bisherige SEO-Strategie setzt, sollte jetzt handeln – und verstehen, wie die neuen Mechanismen wirken. Doch SEO bleibt weiterhin ein zentraler Hebel – aber die Anforderungen wandeln sich.

Top-Rankings bleiben ein Türöffner

Doch das Ende des klassischen SEO ist damit keineswegs eingeläutet. Neue Daten belegen: Wer bei Google weiterhin unter den Top 10 rankt, hat eine 25-prozentige Chance, von der künstlichen Intelligenz als Quelle in den Overviews verwendet zu werden. Auch andere Plattformen wie ChatGPT oder Perplexity greifen für ihre Antworten auf Inhalte aus den oberen Suchergebnissen zurück. Das zeigt: Sichtbarkeit in den klassischen Rankings bleibt die Eintrittskarte für die neue Welt der generativen Suche.

So baut Google die Antworten

Aus internen Google-Dokumenten, die im Rahmen des US-Kartellverfahrens publik wurden, lässt sich ein dreistufiges Prinzip ableiten: Zuerst identifiziert das System die Top-Dokumente zu einer Suchanfrage, extrahiert dann die relevanten Inhalte und generiert schließlich eine KI-Antwort. Das erklärt, warum gute Rankings unverändert wichtig sind – sie liefern den Rohstoff für die Overviews.

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