Chancen und Hürden Soziale Netzwerke: Händler in Deutschland kämpfen mit Herausforderungen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Soziale Netzwerke wie Instagram & Co. bieten dem E-Commerce viele Möglichkeiten. Doch in der Praxis kämpfen die Händler mit regelmäßigen Inhalten, unzufriedenen Kunden und fehlenden Experten.

(Bild:  © christianchan/stock.adobe.com)
(Bild: © christianchan/stock.adobe.com)

Viele Händler in Deutschland haben bereits das Potenzial von Instagram, Facebook und Tiktok erkannt: 59 Prozent verfügen über ein eigenes Profil in den sozialen Netzwerken, um ihr Angebot zu bewerben. Und die Möglichkeiten in sozialen Netzwerken sind vielfältig – von Unboxing-Videos über das das Erklären der Anwendung bis zum Einfangen positiver Stimmen zufriedener Kunden. Doch in der Praxis tun sich Händler bislang damit noch schwer. Fast die Hälfte der deutschen Händler, die über ein Social-Media-Profil verfügen, schaffen es nicht, regelmäßig Inhalte zu posten. 

Soziale Medien werden für den Handel immer wichtiger, sind aber nach wie vor mit großer Unsicherheit verbunden.

Nastassja Hofmann, Referentin Retail und PropTech beim Bitkom

Hand in Hand damit gehen auch die Erstellung interessanter Inhalte, die ein Drittel der Händler als Herausforderung sieht (34 Prozent), und die kontinuierliche Kanalbetreuung beziehungsweise das Community Management, mit dem etwa ein Viertel zu kämpfen hat (23 Prozent). Das geht aus einer aktuellen Befragung des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 500 Händlern in Deutschland hervor, darunter 298 mit einem Social-Media-Profil.

Herausforderungen bei Social Media im Handel

Auch Fake-Profile bereiten den Händlern Probleme: Über ein Drittel gibt an, dass diese ihre Metriken, also Kennzahlen zu den Reaktionen der Nutzer, verzerren (35 Prozent). Ein weiteres großes Problem ergibt sich aus den Reaktionen der echten Nutzer: Vier von zehn Händler geben an, dass der Umgang mit negativen Kommentaren zu ihren größten Herausforderungen bei der Nutzung dieser Kanäle zählt (41 Prozent). „

„Soziale Medien werden für den Handel immer wichtiger, sind aber nach wie vor mit großer Unsicherheit verbunden – denn im Gegensatz zu anderen Medien ist hier eine ständige Interaktion gefordert und einzelne Nutzerinnen und Nutzer haben eine viel stärkere Stimme“, erklärt Nastassja Hofmann, Referentin Retail und PropTech beim Bitkom.

Auch der Aufbau einer Reichweite gestaltet sich für viele deutsche Händler kompliziert: Vier von zehn sehen sich mit Hindernissen beim Aufbau von Follower-Zahlen (38 Prozent) und bei der Erhöhung des Engagements, also von Likes und Kommentaren, konfrontiert (27 Prozent) – und auch die Quote der Weiterleitung zum Shop lässt in den Augen eines Fünftels der Händler zu wünschen übrig (19 Prozent). 

Insgesamt ist sich fast die Hälfte der Händler darüber einig, dass der Aufwand für Social-Media-Marketing oft in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Geschäftserfolg steht (46 Prozent). Jedoch ist der Einsatz von bezahlter Werbung auf entsprechenden Plattformen für vier von zehn unverzichtbar geworden (42 Prozent). 

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