Shopsysteme Headless Commerce – Flexibel, kundenorientiert, zukunftssicher

Ein Gastbeitrag von Volker John 3 min Lesedauer

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Erfolgreiche Unternehmen stellen die Bedürfnisse ihrer Kunden in den Fokus. Je individueller die Anforderungen sind, umso anpassungsfähiger müssen E-Commerce-Lösungen sein. Die internationale Expansion des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim zeigt, wie B2B-E-Commerce auf globaler Ebene reüssiert und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind.

(Bild: Татьяна Кочкина – stock.adobe.com)
(Bild: Татьяна Кочкина – stock.adobe.com)

Schnell, individuell, kundenzentriert: Das sind die Erwartungen, die Handelsunternehmen an Shopsysteme stellen. Während vor einigen Jahren noch die klassische All-In-One-Lösung als das Maß der Dinge galt, sind nun flexible und effiziente Systeme gefragt – ganz nach der Devise: Weniger ist mehr. Mehr ist hier sowohl quantitativ als auch qualitativ gemeint. Denn sogenannte Headless-Systeme bieten im E-Commerce eine maximale Beweglichkeit von Inhalten, die an verschiedene Benutzeroberflächen und damit individuell für Märkte und Zielgruppen angepasst werden können.

Unter Headless Commerce wird eine System-Architektur verstanden, bei der Front- und Backend beispielsweise eines Onlineshops voneinander entkoppelt werden. Auf diese Weise lässt sich das Frontend nach Belieben anpassen, ohne dass Eingriffe im Backend notwendig sind. Die Kommunikation von Front- und Backend erfolgt über Schnittstellen, die auch eine bessere Integration von Drittanbieter-Diensten und Technologien ermöglichen. Mit dieser Art von Systemen können lokale Anforderungen schnell umgesetzt werden.

Headless Commerce: Weniger Beschaffungsaufwand, mehr Flexibilität

Boehringer Ingelheim stand 2019 vor der Herausforderung, seine zuvor nur im kleinen Umfang eingesetzte E-Commerce-Lösung auf seine strategischen und global angelegten Expansionspläne anzupassen. Das Pharmaunternehmen unterstützt Ärzte, Kliniken und den Pharmahandel beim Einsatz für das Tierwohl. Darin inbegriffen ist ein unkomplizierter Zugang zu Gesundheitsprodukten und Services über einen Online-Shop. Durch die Self-Service-Angebote reduziert das Unternehmen den Beschaffungsaufwand seiner B2B-Kunden und gewähr­leistet eine Beratungsleistung wie im persönlichen Kontakt mit dem Kundenservice.

Allerdings erfüllte die bislang genutzte E-Commerce-Lösung die Anforderungen an Skalierbarkeit und vor allem an länderspezifische Darstellung nicht, die im Umfeld der Tiergesundheit relevant ist, weil sich Regularien rund um Pharmapräparate für Haus- und Nutztiere lokal unterscheiden und überdies schnell ändern.

Das Ziel bei der Expansion war es, auf ein Shopsystem zu setzen, das sich individuell und flexibel an die jeweiligen Anfor­derungen anpassen lässt, so dass – ganz im Sinne der Kundenzentriertheit – die Bedürfnisse der Einkäufer bestmöglich erfüllt werden. Das bedeutete: Den Kunden sollten nur die für ihren Markt relevanten Informationen und Präparate angezeigt werden, um ihnen so eine effiziente Beschaffung zu ermöglichen.

Das Ziel bei der Expansion war es, auf ein Shopsystem zu setzen, das sich individuell und flexibel an die jeweiligen Anforderungen anpassen lässt, so dass – ganz im Sinne der Kundenzentriertheit – die Bedürfnisse der Einkäufer bestmöglich erfüllt werden.

Lösung für neue Verbindungen

Das Pharmaunternehmen setzte dafür auf Adobe Commerce als Teil von Adobe Experience Cloud. Das System erfüllte alle technologischen Anforderungen wie: Skalierbarkeit, Schnittstellen für die Kontaktaufnahme zu heterogenen IT-Systemen, ein eingebautes CMS und der Headless-Ansatz. Besonders letzter ermöglichte Boehringer Ingelheim die Agilität, um das Frontend einer Webseite gemäß den Kundenanforderungen schnell zu ändern – ohne dabei die Backend-Dateninfrastruktur zu beeinträchtigen. So wurde die Implementierung in der durch Akquisitionen stark gewachsenen, heterogenen IT-Landschaft des Unternehmens erheblich erleichtert.

Mittlerweile gehören mit der Lösung realisierte Shopsys­teme zum zentralen Bestandteil der erfolgreichen E-Commerce-Strategie des Pharmaunternehmens. Kunden in Frankreich, Mexiko und den USA genießen dank der Integration von ERP-Systemen und den Lösungen von Adobe, datenbasierte, personalisierte Einkaufserlebnisse. In einem der nächsten Entwicklungsschritte will das Unternehmen weitere Länder anschließen und neue Aspekte eines Online-Kundenerlebnisses ergänzen, etwa die Integration eines Loyalty-Programms.

Headless Commerce: Agilität und Standardfunktionalitäten sind kein Widerspruch

Die Geschichte von Boehringer Ingelheim zeigt, welche Ansprüche zeitgemäße Headless Commerce-Lösungen erfüllen müssen. Entscheidend ist etwa die Integrationsfähigkeit in eine gewachsene IT-Landschaft, weil nur so Projekte schnell und bezogen auf lokale Anforderungen umgesetzt werden können. Die Kombination aus Agilität und Standardfunktionen zahlt auf unterschiedliche Ziele ein: Die Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen, effektive Einkaufserlebnisse zu schaffen, technische Prozesse zu optimieren und sogar die IT-Kosten im Unternehmen überschaubar zu halten. 

Volker John
ist GTM Lead bei Adobe Commerce.

Bildquelle: Adobe Commerce

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