Timocom-Transportbarometer Hohe Transportnachfrage: Frachtangebote und Preise steigen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Die europäische Transportnachfrage stieg im Frühjahr deutlich an. Besonders in Deutschland wuchs die Nachfrage – mit Auswirkungen auf die Preise.

(Bild:  © Neon Stock/stock.adobe.com)
(Bild: © Neon Stock/stock.adobe.com)

Die Transportnachfrage in Europa steigt: Auf einen moderaten März folgte ein deutlicher Anstieg bei der Transportnachfrage im April. So gab es europaweit ein Viertel mehr Frachteingaben gegenüber dem Vorjahresmonat, im saisonal starken Mai waren es 8 Prozent über Vorjahr. Ursächlich dafür waren hier zum einen die kurzen Wochen aufgrund des Osterfestes und der zahlreichen Feiertage, zum anderen das knappe LKW-Angebot. Die Zahlen gehen aus dem aktuellen Transportbarometer von Timocom hervor.

Die Laderaumeingaben lagen im zweiten Quartal 5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Doch auch der Juni verlor nicht an Dynamik: In der Frachtenbörse von Timocom konnten hier über alle europäischen Länder hinweg sogar 37 Prozent mehr Frachtangebote als im Vorjahr verzeichnet werden. Über das gesamte Quartal waren es insgesamt 23 Prozent mehr Frachteingaben als im Vorjahr. Das Verhältnis von Fracht- zu Laderaumangeboten lag im zweiten Quartal durchschnittlich bei circa 80 zu 20.

Hohe Nachfrage in Deutschland

Die kontinuierlich hohe Nachfrage nach Transportdienstleistungen führte in Deutschland im zweiten Quartal sogar zu 32 Prozent mehr Frachteingaben als im Vorjahresquartal. Das Verhältnis von Fracht- zu Laderaumangeboten stieg auf 88:12, auch aufgrund von Nachholeffekten bei exportbezogenen Transportaufträgen, die die erhöhten Zölle abwarteten.

Die hohe Transportnachfrage hat Auswirkungen auf die von Auftraggebern angegebenen Frachtangebotspreise für Standardtransporte: Auf europaweiten Routen bewegten sie sich im wöchentlichen Durchschnitt zwischen 1,45 €/km und 1,66 €/km, innerhalb Deutschlands zwischen 1,68 €/km und 1,92 €/km. Die höchsten Werte wurden unter anderem in den Osterwochen und der ersten Maiwoche erreicht. Die Frachtangebotspreise in Deutschland sind im gesamten Zeitraum um rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, auf europaweiten Strecken um rund 5 Prozent.

Die durchschnittlichen Preisvorschläge, also die Gegenangebote der Transporteure, weichen in Deutschland stärker von den Angebotspreisen ab als im europäischen Durchschnitt: Während die Differenz im 1. Quartal europaweit circa 2 Cent betrug, lagen die Preisvorschläge sowie die Frachtangebotspreise im 2. Quartal durchschnittlich bei circa. 1,61 €/km. In Deutschland hingegen betrugen die Preisvorschläge im Schnitt circa 1,97 €/km und die Frachtangebotspreise circa 1,86 €/km: eine Differenz von 11 Cent. Im 1. Quartal waren es nur 8 Cent Unterschied.

Die Konjunkturerwartungen in den Mitgliedstaaten der europäischen Union nach dem Economic Sentiment Indicator (EDI) weisen für dieses Jahr nur elf Länder mit positiven Aussichten aus: Polen, Litauen, Spanien, Bulgarien, Zypern, Kroatien, Albanien, Griechenland, Malta, Montenegro und Portugal. Deutschland liegt im unteren Viertel, sogar weit unter dem Durchschnitt der Eurozone. Trotzdem bleibt der Transportbedarf hoch, sodass über die Sommermonate nicht mit einer Entspannung am europäischen Transportmarkt zu rechnen ist. 

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