Stationärer Handel bleibt wichtig Hybrid-Shopping: Deutsche Verbraucher schätzen On- und Offline-Erlebnis

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Onlineshopping hat sich bei deutschen Verbrauchern etabliert – kann aber den stationären Handel nicht ersetzen. Der Trend geht zum Hybrid-Shopping.

(Bild:  B8stock / Adobe Stock)
(Bild: B8stock / Adobe Stock)

Trotz des Booms beim Onlineshopping setzen viele Verbraucher nach wie vor auch auf ein analoges Shopping-Erlebnis im Laden ums Eck. Dies zeigt der aktuelle „Consumer Eye Commerce Report“ von GroupM: Mehr als jede zweite Verbraucher in Deutschland (57 Prozent) möchte ein Produkt demnach erst sehen oder fühlen, bevor es gekauft wird.

Dennoch gewinnt der E-Commerce weiter an Relevanz: Jeder Vierte  (27 Prozent) kauft bereits primär online ein und mehr als die Hälfte der Offline-Shopper (53 Prozent) zeigt sich offen, mehr Käufe online zu tätigen. Insbesondere Finanzprodukte (61 Prozent), elektronische Geräte (50 Prozent) sowie TV und Haushaltsgeräte (39 Prozent) werden von vielen Verbrauchern bereits ausschließlich online gekauft.

Hybrid-Shopping: On- und Offline-Läden Hand in Hand

Die Einkaufsgewohnheiten der Deutschen werden somit zunehmend hybrid: Sie stöbern häufig in einem Kanal, bevor sie im anderen einkaufen. So recherchiert beispielsweise knapp ein Drittel der Verbraucher (31 Prozent) online, kauft dann aber im stationären Handel. Gleichzeitig sieht sich mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) Produkte offline an, um sie dann online zu bestellen. Dieses Zusammenspiel unterstreicht die steigende Bedeutung von Retail Media und das Vermarktungspotential für integrierte Werbestrategien, die den Kontaktpunkt am Kaufabschluss inkludieren.

Dominanz großer Plattformen

Das Wachstum im E-Commerce konzentriert sich laut GroupM jedoch weiterhin auf die großen Shopping-Plattformen. 82 Prozent der Verbraucher haben in den vergangenen 12 Monaten etwas auf einer Onlineshopping-Plattform gekauft, 41 Prozent direkt auf der Website beziehungsweise im Webshop eines Händlers. 

Besonders auffällig : Auf den Shopping-Plattformen tätigten Verbraucher ihre Käufe überwiegend bei Nicht-Flagship-Stores (86 Prozent). Nur ein kleiner Teil der Online-Käufe entfiel auf die offiziellen Marken-Stores (14 Prozent).

Moderne Technologien wie künstliche Intelligenz finden übrigens nur langsam ihren Weg in das Einkaufserlebnis. Zwar werden Funktionen wie die Bildersuche (34 Prozent), der Zugang zu zusätzlichen Informationen (33 Prozent) und KI-gestützte Supportangebote (32 Prozent) bereits als hilfreich angesehen – doch die konkrete Nutzung von KI bleibt im E-Commerce zurückhaltend: Nur jeder Vierte (25 Prozent) plant eine verstärkte Nutzung von KI beim Shopping. Rund jeder Fünfte kann sich vorstellen, bei künftigen Einkäufen häufiger Augmented-Reality-Anwendungen (20 Prozent) und Virtual-Reality-Umgebungen (18 Prozent) einzusetzen.

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