Influencer Marketing bietet hervorragende Möglichkeiten, um den Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Kunden für sich zu gewinnen. Doch das gelingt nur, wenn alte Glaubenssätze endlich abgelegt werden. Wo Unternehmen am besten anfangen sollten, erklärt Silvia Lange von hi!share.that.
(Quelle: Funtap - Adobe Stock)
Besonders im Bereich Influencer Marketing gibt es viele Glaubenssätze, die nicht nur wenig hilfreich, sondern vielfach auch noch schädlich sind. Zum neuen Jahr ist es daher Zeit für einen Realitätscheck. Welche Glaubenssätze helfen uns bei der täglichen Arbeit und welche können wir getrost hinter uns lassen? Die teils strittige Disziplin Influencer Marketing entwickelt sich momentan rasant weiter. Und Werbetreibende entdecken erst nach und nach das volle Potenzial dieser Marketingform. Dass sich dabei Vermutungen und Annahmen einschleichen, die nicht ganz logisch sind, ist nachvollziehbar. Unsere Gastautorin Silvia Lange von hi!share.that räumt mit den fünf häufigsten Vorbehalten auf.
1. Influencer Marketing ist nicht messbar
Für viele Unternehmen ist Influencer Marketing nach wie vor eine Blackbox. Da sie nicht genau abschätzen können, welche nachweisbaren Erfolge (ROI/ROA) eine Influencer Kampagne neben Reichweite erzeugt, werden gerne Pauschalbeiträge pro Post vereinbart. Diese berücksichtigen aber nicht, wie erfolgreich Influencer ihre eigene Community aktivieren können. Dabei kann man mithilfe Conversion-basierter Daten aus dem eigenen Onlinestore genau nachvollziehen, wie viele Erwägungen oder Käufe durch die Kampagne erzielt wurden. Wird die Vergütung der Influencer auf diesem Konzept basiert, können Werbetreibende durch eine wesentlich bessere Kalkulierbarkeit profitieren. Diese Vergütungsmodelle aus dem Performance-Marketing halten das finanzielle Risiko von Werbebudgets gering. Und bewirken, dass die eigenen Influencer-Kampagnen planbarer werden.
2. Influencer Marketing hat reinen Branding-Effekt
Wie eben bereits erläutert, ist das alte Vorurteil, dass man die Ergebnisse im Influencer Marketing nur schwer bis gar nicht messen kann, überholt. Die Annahme, dass Influencer Marketing abgesehen vom Branding-Effekt nur wenig erfolgversprechend ist, entspringt demnach einer falschen Grundlage. Zudem lohnt es sich, neben dem Storytelling und Brand-Aktivierungen das volle Potenzial des Influencer Marketings zu nutzen und auch in den sogenannten Lower Funnel zu schauen. Denn hier entscheidet sich, wer langfristig ein Kunde sein kann oder wird. Die Reaktivierung und Loyalität von Kunden spielt neben den Performance-Indikatoren eine wesentliche Rolle und sollte in einem 360-Grad-Ansatz verfolgt werden.
3. Influencer Marketing eignet sich nicht für kleinere Marketing-Budgets
Häufig herrscht immer noch der Gedanke vor, dass Influencer eine riesige Reichweite haben müssen, um wirklich etwas zu bewirken. Und auch um für die eigene Marketing-Strategie interessant zu sein. Entsprechend werden die Kosten oft als zu hoch eingeschätzt und im Umkehrschluss ganz auf Influencer Marketing verzichtet. Dabei sollten Unternehmen viel häufiger in Betracht ziehen, auch sogenannte Mikro- oder Nano-Influencer in ihre Kampagnen mit einzubeziehen. Anstatt reichweitenstarke Berühmtheiten zu buchen.
Solche kleineren Accounts sind meist kostengünstiger und können besser auf die Zielgruppe ausgerichtet werden als die großen Namen in der Influencer-Branche. Außerdem können Mikro- und Nano-Influencer eine besonders aktive Community vorweisen. So haben Nano-Influencer (1.000-10.000 Follower) eine bis zu siebenmal höhere Engagement-Rate als Macro-Influencer (500.000-1.000.000 Follower). Diese aktive Community kann für Unternehmen von Vorteil sein, da es die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Follower das Angebot des Influencers annehmen und schließlich auch das Produkt des Unternehmens kaufen.
4. Influencer mit Brand-Fit erzielen die besten Ergebnisse
Natürlich ist es für Unternehmen wichtig, passende Influencer für ihre Kampagne zu finden. Viel zu häufig konzentrieren sie sich dabei jedoch auf das Image und den Look des Influencers und möchten sicherstellen, dass dieser äußerlich zur Marke passt, sowie die Inhalte und die Tonalität des Unternehmens widerspiegelt. Dabei ist es viel wichtiger, dass nicht der Influencer selbst, sondern die Audience des Influencers zur Marke passt – immerhin sind es die Follower, die die Produkte anschließend kaufen sollen. Alle Influencer unterscheiden sich hinsichtlich Content, Themen, Alter, Lokalität und vielem mehr. Ähnlich divers sind auch ihre Audiences. Die überzeugendsten Influencer-Partner sind selbst bereits Kunden des Unternehmens oder haben bereits über einen Kauf nachgedacht. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, andere Influencer-Zielgruppen anzugehen oder zu testen, die nicht dem standardisierten Brand-Fit entsprechen. Viele unterschätzen die Wirkung und auch Performance einer vielfältigeren Auswahl an Influencern.
5. Erfolg einer Influencer-Kampagne an KPIs messen
Häufig gelingt es nicht, von KPIs wie Likes, Shares oder Kommentaren auf den tatsächlichen monetären Profit zu schließen, den eine Kampagne für das Unternehmen tatsächlich einbringt – denn nur weil ein Sponsored Post auf Instagram oder TikTok gut performt, heißt das nicht, dass die Nutzer des Netzwerkes auch tatsächlich die Produktseite öffnen, oder gar etwas kaufen. Hinzu kommt, dass sich die Interaktionsraten von Plattform zu Plattform mitunter extrem unterscheiden. So wird in der Regel bei Beiträgen auf Instagram mehr kommentiert als unter vergleichbaren Facebook-Beiträgen.
Stand: 16.12.2025
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Da diese Entwicklungen aber immer noch relativ neu sind und sich auch ständig weiterentwickeln, weiß man als Werbetreibender leider nicht immer genau, wie man den Erfolg der eigenen Aktivitäten in diesem Bereich messen soll. Hier ist es hilfreich, KPIs wie Likes oder Kommentare, die auf den ersten Blick beeindrucken, hinter sich zu lassen und sich auf wirklich aussagekräftige Zahlen zu fokussieren. Mehr Datentiefe wird zum Beispiel durch die Betrachtung der Langzeitaktivität von Kunden, der User Journey innerhalb einer App, den Newsletter Sign-Ups oder Warenkörben erreicht. Zu sehen, ob und wie oft Kunden auf eine bestimmte Seite zurückkehren, ist ebenfalls ein guter Indikator für den Erfolg einer Kampagne.
Influencer Marketing: Je eher umgesetzt, desto besser
Die Meinungen zu Influencer Marketing sind heute nach wie vor von Vorurteilen und falschen Annahmen behaftet. Fakt ist aber: Um diese heute noch recht junge Form des Marketings kommen Werbetreibende bald nicht mehr herum. Je früher man Vorbehalte ablegt und sich wirklich mit dem Thema auseinandersetzt, desto größer die Chance, anderen einen Schritt voraus zu sein und sich von der Konkurrenz abzuheben. Und je eher man damit beginnt, Influencer Marketing in die eigene Kampagnenstrategie zu integrieren, desto schneller sind auch die Erfolge sichtbar.
(Silvia Lange ist CEO von medialabel und von hi!share.that. (Bild: hi!share.that))
Über die Autorin: Silvia Lange ist Mitgründerin und CEO der Mobile-Marketing-Agentur medialabel und von hi!share.that. Getrieben von ihrer Branchen-Expertise revolutioniert sie mit innovativen Abrechnungsmodellen und einem klaren Fokus auf Messbarkeit das Influencer Marketing. Mit geeigneten technologischen Lösungen will sie die Basis schaffen für Kommunikation von Werbetreibenden und Influencern auf Augenhöhe.
hi!share.that ist Anbieter von Influencer-Adtech, das risikomindernde Abrechnungsmodelle für Performance-basierte Kampagnen anbietet. Die eigene Tech-Plattform mit First Party Data in Echtzeit gewährt allen Beteiligten volle Transparenz, wobei sich viele Prozesse über APIs teilautomatisieren lassen. Der Performance-Ansatz und die persönliche Betreuung stellt den wirtschaftlichen Erfolg der Kampagnen sicher. (sg)