KI im Textilhandel: Mit virtuellen Kleidern gut gestylt im Netz

Verantwortlicher Redakteur:in: Heiner Sieger 2 min Lesedauer

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Eine neue Studie von KPMG in Kooperation mit dem EHI Retail Institute gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Modebranche 2030: Sehen, was morgen Mode ist.

(Quelle:  MONOPOLY919/shutterstock)
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Im Textilhandel herrscht Krisenstimmung, denn das stationäre Geschäft verliert an Boden. In der Studie „Fashion 2030 – Sehen, was morgen Mode ist“ von KPMG in Kooperation mit dem EHI Retail Institute wird deutlich, dass Trends wie Kreislaufwirtschaft oder Re-Commerce strategische Veränderungen in puncto Nachhaltigkeit nötig machen. Durch KI im Textilhandel lassen sich innovative Designprozesse schon bei der Herstellung umsetzen, was auch die Kooperation von Industrie und Handel verbessern kann.  

Mit KI im Textilhandel zu weniger Ausschuss

KI und Analytics können insbesondere bei der Organisation und Optimierung der Warenverfügbar-keit sowie der Analyse des Abverkaufs punkten. Eine Händlerumfrage des EHI ergab, dass rund 70 Prozent der IT-Entscheider aus Deutschland, Österreich und der Schweiz KI als den wichtigsten technologischen Trend der kommenden Jahre einschätzen. Die Händler gehen davon aus, dass KI zunächst im Umfeld der vorausschauenden Datenanalyse (Predictive Analytics) eine tragende Rolle spielen wird. 

(Bild: EHI)
(Bild: EHI)

Beim Zusammenspiel von Digitalisierung und Nachhaltigkeit wagen einige Hersteller und Designer neue Schritte und entwerfen Kleidung mithilfe von 3D-Tools. Die Vorteile sind kürzere Planungs- und Produktionszeiten, deutlich geringere Vor- und Durchlaufzeiten mit weniger Ausschuss,  verbesserte Disposition und reduzierte Lagerbestände. 

Einige Hersteller gehen bei einer Digitalisierung des Kollektionsplanungsprozesses von einem Zeitgewinn von 50 Prozent sowie von merklichen Einsparungen bei Materialien und Mustern aus. Der Kundschaft müssen diese Vorteile von KI im Textilhandel allerdings noch vermittelt werden. Noch bezweifeln fast zwei Drittel (64 Prozent), dass KI ihnen Vorteile bringt.  

(Bild: EHI)
(Bild: EHI)

Virtuelle Kleidung

Ein ganz spezieller neuer Trend ist virtuelle Kleidung, die nur in digitaler Form existiert. Sie ist bestimmt für Personen wie Influencer, die sich mit Fotos und Videos in sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook und TikTok inszenieren und sich durch ihre Reichweite als Werbebotschafter anbieten. Auch für Gamer ist sie interessant, die ihre Spielfiguren damit anziehen. In der breiten Masse der Kundschaft findet virtuelle Kleidung allerdings keinen großen Anklang. 60 Prozent ziehen virtuelle Kleidung nicht in Erwägung und weitere 15 Prozent halten es für eine weniger gute Idee. Nur 17 bzw. 8 Prozent finden die Idee der KI im Textilhandel gut oder sogar großartig. 

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