Suchmaschinenwerbung Klickbetrug kostet Unternehmen fast eine halbe Milliarde Euro

Ein Gastkommentar von Aaron Kübler 2 min Lesedauer

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Der Google-Ads-Experte Aaron Kübler hat jetzt aufgedeckt, dass deutsche Unternehmen im Jahr 2023 rund 457,5 Millionen Euro durch Klickbetrug (englisch: Click Fraud) verloren haben.

(Bild:  natali_mis/Adobe Stock)
(Bild: natali_mis/Adobe Stock)

Bei der Überprüfung des Google-Werbekontos eines Kunden im März 2024 ist dem Inhaber der Kuebler Unternehmensberatung für digitales Marketing aufgefallen, dass sein Kunde täglich über 1.200 Euro durch Klickbetrug verloren hat. Durch einige Anpassungen im Werbekonto des Kunden konnte er den Anteil an betrügerischen Klicks auf die Werbeanzeigen des Kunden zwar um über 81 Prozent senken, dennoch wollte Aaron Kübler wissen, welches Ausmaß das Problem des Klickbetrugs hierzulande hat. Weil er zu diesem Zeitpunkt noch keine Daten über die durch Klickbetrug verursachten Schäden in Deutschland finden konnte, hat er Anfang April selbst zu dem Thema recherchiert.

Wie Klickbetrug zustande kommt

Beim Klickbetrug machen sich Wettbewerber von Werbetreibenden das Pay-per-Click-Abrechnungsmodell von Anbietern wie Google zunutze, indem sie die Werbekosten durch massenhafte Klicks auf Werbeanzeigen künstlich erhöhen. Klickbetrüger bedienen sich hierfür sogenannter Click-Farmen in Niedriglohnländern oder Click-Bots, die automatisiert auf Werbebanner und Anzeigen klicken.

Google hat im letzten Jahr nach eigenen Angaben etwa 175 Milliarden US-Dollar Umsatz mit Klicks auf bezahlte Suchergebnisse erzielt. In Deutschland waren es laut Statista etwa 7,5 Milliarden Euro. Das Marktforschungshaus Juniper Research schätzt die weltweit durch Klickbetrug verursachten Schäden für diesen Zeitraum auf 10,680 Milliarden US-Dollar. So entstehen bei Suchmaschinen wie Google & Co. mutmaßlich 6,1 Prozent der globalen Such-Umsätze durch Klickbetrug, der im Auftrag von Wettbewerbern oder durch Wettbewerber selbst erfolgt. 

Die Suchmaschinenanbieter sind sich des Problems bewusst und ergreifen auch konsequent Gegenmaßnahmen, mit denen sie aktuell aber nur einen Teil des Klickbetrugs abfangen. Multipliziert man den Anteil von Klicks durch Klickbetrug (6,1 Prozent) mit dem durch Suchmaschinenwerbung generierten Umsatz in Deutschland (7,5 Milliarden Euro), kommt man auf einen Gesamtschaden in Höhe von 457,5 Millionen Euro im Jahr 2023.

Verluste durch betrügerische Klicks auf Werbeanzeigen

Klickbetrug
Aaron Kübler ist Geschäftsführer der Akub Consulting GmbH.
(Bild: Akub Consulting GmbH)

Aaron Kübler kommentiert das Ergebnis seiner Recherche zum Thema Klickbetrug: „Wer jetzt meint, dass 6,1 Prozent der Werbekosten doch kaum einen spürbaren Schaden darstellen, sollte bedenken, dass es sich dabei um einen Durchschnittswert handelt. Während einige Werbetreibende vielleicht gar nicht von Klickbetrug betroffen sind, zahlen andere Unternehmen hierdurch auch gut und gerne mal 20 bis 30 Prozent zu viel für ihre Google Ads. So entstehen schnell vier- bis fünfstellige Kosten pro Monat für betrügerische Klicks auf Werbeanzeigen. Wer also feststellt, dass seine Conversions nicht proportional zu steigenden Werbeausgaben steigen, sollte sich im Zweifel an einen Experten wenden, der Erfahrung in der Erkennung und Eliminierung von Click Fraud hat.“

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