Kaum haben Unternehmen das Gefühl, das Konsumverhalten zu verstehen, ändern diese ihre Richtung. Die Marken mit Erfolg sind diejenigen, die Veränderungen frühzeitig erkennen. Schon jetzt zeichnen sich für 2025 Trends ab, die die Erwartungen der Verbraucher nachhaltig prägen werden.
(Bild: Parradee/Adobe Stock)
Der neue Report „Must-Watch Consumer Trends 2025“ von Statista wirft einen Blick auf die Entwicklungen im Konsumverhalten und unterscheidet zwischen Mikrotrends, die erste Veränderungen andeuten, und Makrotrends, die langfristige Verschiebungen im Konsumverhalten mit sich bringen. Mit faktenbasierten Einblicken können Unternehmen besser vorausplanen, ihre Strategien gezielt anpassen und neue Wachstumschancen erschließen. Ob es darum geht, frühzeitig Innovationen zu erkennen oder auf größere Umbrüche zu reagieren – wer die kommenden Trends versteht, bleibt wettbewerbsfähig und sichert sich einen entscheidenden Vorsprung.
Wichtige Trends beim Konsumverhalten 2024
In Deutschland würden 76 Prozent der Verbraucher KI-Funktionen beim Onlineshopping nutzen.
(Bild: Statista Consumer Insights)
AI-sissted Shopping: Im Jahr 2025 wird künstliche Intelligenz zur treibenden Kraft für intelligentere Einkaufsentscheidungen, da Konsumenten zunehmend auf KI-Tools setzen, um personalisierte Empfehlungen zu erhalten und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden, während der bisherige Wunsch nach menschlicher Interaktion bestehen bleibt.
Loyaltyseeker: Loyalitätsprogramme entwickeln sich bis 2025 zu einem entscheidenden Mittel, um Kund:innen zu gewinnen, indem sie neben erschwinglichen Preisen zusätzlichen Mehrwert wie Rabatte und exklusive Angebote bieten.
Influence immune: Obwohl Online-Influencer das Konsumverhalten geprägt haben, zeigt sich bis 2025 ein langsames Wachstum ihres Einflusses, während wachsende Skepsis und Vertrauensverlust die Effektivität von Influencer-geführten Marketingstrategien zunehmend in Frage stellen.
Omni-wellness: Wellness durchdringt bis 2025 alle Lebensbereiche der Konsumenten, die zunehmend gesundheitsbewusste Entscheidungen treffen und Produkte suchen, die ihren Gesundheitszielen entsprechen, während sie Wert auf Transparenz und natürliche Inhaltsstoffe legen.
Einfluss der Online-Influencer auf das Konsumverhalten
80 Prozent der deutschen Verbraucher folgen Influencern.
(Bild: Statista Consumer Insights)
Der kometenhafte Aufstieg der Online-Influencer hat das Konsumverhalten nachhaltig geprägt. Mit Blick auf 2025 drängt sich eine entscheidende Frage auf: Haben wir den Einfluss dieser Meinungsmacher überschätzt? Zwar wächst die Zahl der Verbraucher, die durch Empfehlungen von Influencern zum Kauf bewegt werden, aber das Wachstum verlangsamt sich und hat in manchen Märkten sogar eine Sättigungsgrenze erreicht. Sind wir also am Höhepunkt des Influencer-Einflusses angekommen. Oder gibt es tiefere Gründe, warum Konsumenten immer häufiger auf Influencer-getriebene Marketingstrategien verzichten?
In einer Zeit, in der Authentizität das neue Kapital ist, belegen die Daten von Statista, dass Vertrauen eine Schlüsselrolle spielt. Trotz ihrer riesigen Fangemeinden gehören Influencer – ähnlich wie Prominente und Politiker – zu den Berufsgruppen, denen die Menschen am wenigsten trauen. Diese wachsende Skepsis könnte auch direkte Verkaufskanäle betreffen, da immer mehr Verbraucher gegenüber Influencer-getriebenen Kampagnen misstrauisch werden. Während Influencer bei der Generation Z weiterhin starken Einfluss haben, müssen Marken ihre Strategien überdenken, um Vertrauen und langfristige Kundenbindung aufzubauen. Der Schlüssel liegt darin, über kurzfristigen Hype hinauszugehen und eine authentische, nachhaltige Verbindung zu den Verbrauchern zu schaffen.
Vertrauensorientierte Kampagnen sind entscheidend
Um im wandelnden Markt erfolgreich zu sein, sollten Marken gezielt Mikro-Influencer einbeziehen, die echte Interaktionen und Engagement bieten, statt ausschließlich eine große Anzahl von Followern zu fokussieren. Vertrauensorientierte Kampagnen, die auf langfristigen Kooperationen basieren und Qualität, ehrliche Bewertungen sowie Authentizität betonen, sind entscheidend. Zudem sollten Unternehmen ihre Kanäle diversifizieren und neben Influencer-Marketing verstärkt auf direktes Kunden-Feedback und Peer-Reviews setzen, um ein ausgewogenes Vertrauen aufzubauen. Besonders die Generation Z, die ein hohes Vertrauen in Marken zeigt, erfordert authentische Strategien, die langfristige Beziehungen fördern, statt kurzfristige Verkaufsaktionen in den Vordergrund zu stellen.
Drei wichtige Entwicklungen beim Konsumverhalten
Influencer-Einfluss stagniert: Der Einfluss von Online-Influencern auf das Konsumverhalten wächst langsamer und hat in einigen Märkten bereits seinen Höhepunkt erreicht, was Zweifel an der langfristigen Wirkung von Influencer-getriebenen Marketingstrategien aufwirft.
Vertrauenskrise bei Influencern: Trotz großer Reichweite gehören Influencer zu den am wenigsten vertrauenswürdigen Berufsgruppen, ähnlich wie Prominente und Politiker, was das Konsumentenvertrauen in Influencer-geführte Kampagnen stark beeinträchtigt. Mit Blick auf die Infografik „Insta-nt Trust Issues“ ist Vertrauen in den Beruf „Influencer“ in Deutschland lediglich zu vier Prozent gegeben, in UK zu fünf Prozent und in den USA zu sieben Prozent
Stand: 16.12.2025
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Nachhaltige Strategien erforderlich: Marken müssen ihre Strategien neu ausrichten, um über kurzfristige Hypes hinauszugehen und durch Authentizität und Vertrauen langfristige Kundenbindungen, insbesondere bei der Generation Z, aufzubauen.
Wie Wellness das Konsumverhalten prägt
Die Verbraucher sind an folgenden Themen im Wellness-Bereich interessiert.
(Bild: Statista Consumer Insights)
Der bisherige Nischenbegriff Wellness prägt das gesamte Konsumverhalten. Von der Ernährung bis hin zu Pflegeprodukten achten Verbraucher heute verstärkt darauf, dass ihre Entscheidungen ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden fördern. Im Jahr 2025 wird Wellness zum festen Bestandteil des Kaufverhaltens: Verbraucher suchen gezielt nach Produkten, die nicht nur funktional sind, sondern ihre Gesundheitsziele aktiv unterstützen.
Ob es sich um Lebensmittel für die Darmgesundheit oder um natürliche Inhaltsstoffe in Beauty-Produkten handelt – Transparenz und gesundheitsfördernde Alternativen stehen hoch im Kurs. Konsumenten wollen genau wissen, wie sich Produkte auf ihr ganzheitliches Wohlbefinden auswirken. Dieser Trend hin zu mehr Selbstfürsorge und Achtsamkeit schafft einen deutlichen Wandel in der Marktwahrnehmung. Marken, die auf eine klare Kommunikation und gesundheitsorientierte Produkte setzen, werden das Vertrauen der Verbraucher gewinnen und ihnen ermöglichen, fundierte, gesundheitsbewusste Entscheidungen in allen Lebensbereichen zu treffen.
Die wichtigsten Entwicklungen im Wellness-Bereich
Wellness als ganzheitlicher Trend: Wellness durchdringt mittlerweile alle Lebensbereiche der Konsumenten, von Lebensmitteln bis hin zu Schönheitsprodukten, und ist ein zentraler Faktor bei Kaufentscheidungen. Der Anteil der Konsumenten, die bereit sind, in ihre Gesundheit zu investieren, liegt länderübergreifend bei über 20 Prozent, siehe Infografik „Investing in Wellness“.
Wachsende Nachfrage nach Transparenz: Verbraucher verlangen zunehmend nach transparenten Informationen über Produkte und legen großen Wert auf gesündere, natürliche Alternativen, die ihre individuellen Gesundheitsziele unterstützen.
Ganzheitliches Wohlbefinden im Fokus: Marken, die auf transparente Kommunikation und gesundheitsfördernde Angebote setzen, gewinnen das Vertrauen der Konsument und unterstützen sie dabei, bewusste und gesundheitsorientierte Entscheidungen in allen Bereichen ihres Lebens zu treffen.