Auch wenn der Hype um Cyber-Geld im Moment vor allem im Zusammenhang mit ihrer hohen Volatilität diskutiert wird, werden sie in Zukunft eine Konstante sein, mit der sich E-Commerce-Händler auseinandersetzen müssen.
(Quelle: Wellnhofer Designs-Adobe Stock)
Denn die Wertschwankungen sind nur eine Seite dieser neuen Form des Geldes – meist durch allgemeine wirtschaftliche Entwicklungen getrieben, denen auch andere Vermögenswerte ausgesetzt sind. Die andere Seite sind die vielen Vorteile der dahinterstehenden Blockchain-Technologie. Experten diskutieren daher schon lange nicht mehr darüber, ob Kryptowährungen als Zahlungsmittel eines Tages zur Normalität werden wird, sondern eher über den Zeitpunkt, wann es so weit ist.
Kryptowährungen als Zahlungsmittel: Neue Studie befragt über 3.000 E-Tailer & 30.000 Verbraucher
In einer neuen umfassenden Kryptostudie haben wir gerade umfassend untersucht, wie große Zahlungsanbieter und Händlermarken Transaktionen mit digitalen Währungen für Waren, Dienstleistungen und Entertainment-Angebote bereits heute ermöglichen. Im Mittelpunkt der Fragen stand zudem, wie sich diese Erfahrungen auf die Einstellungen – sowohl auf Händler- als auch auf Verbraucherseite – im Hinblick auf künftige Nutzungsszenarien niederschlagen. Einige Erkenntnisse der Studie, in der weltweit über 30.000 Verbraucher und 3.000 Online-Händler befragt wurden, zeigen, wo die Reise für E-Commerce-Händler in Zukunft hingeht. So konnten wir in der Studie sehen, dass digitales Kryptogeld international bereits einen erheblichen Einfluss auf Händler und den Markt insgesamt ausüben. Allein im ersten Quartal 2022 wurden Zahlungen im Wert von mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar über die Krypto-gestützte Karte von Visa abgewickelt.
Die Studie zeigt, dass Händler, die Zahlungen in Bitcoins oder Stablecoins akzeptierten, auch für deutsche Verbraucher zunehmend attraktiv werden: So stehen 46 Prozent der befragen Konsumenten aus Deutschland der Option, mit Kryptowährungen zu bezahlen, positiv gegenüber. Dabei sticht vor allen Dingen eine Gruppe hervor: die der 18- bis 35-Jährigen. Ein Großteil von ihnen ist der Meinung, dass Kryptowährungen als normales Zahlungsmittel genutzt werden sollten. Auch ein Viertel aller befragten E-Shops-Betreiber sind dafür, die Zulassung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel bereits bis 2024 umzusetzen. Damit wollen die Online-Händler aber nicht nur den Wünschen einer wachsenden Kundengruppe entgegenkommen, sondern sie haben hier auch die Vorteile beim Einsatz von Kryptowährungen für ihre Zahlungsvorgänge im Blick.
Sicherer, einfacher und schneller: Learnings für E-Tailer
Viele E-Commerce-Anbieter, die bereits mit Kryptowährungen als Zahlungsmittel arbeiten, ziehen in der Studie ein positives Fazit für die Zukunft, wenn sie die Etablierung von Cyber-Geld als Zahlungsmittel andenken:
Sichere Zahlungen und Schutz vor Manipulation: Die Technologie hinter Kryptowährungen als Zahlungsmittel macht Zahlungsvorgänge sicherer. Durch eine zugrundeliegende Blockchain werden alle Transaktionen getrackt und transparent nachverfolgbar gemacht. Da die Blockchain in Echtzeit auf einer Vielzahl von Rechnern als Kopie gespeichert wird, ergibt sich ein unveränderliches Peer-to-Peer-Protokoll. Dieses ist entscheidend, wenn es um die Gewährleistung von Sicherheit und den Schutz vor Manipulation geht.
Schnellere Buchungen und geringere Transaktionsgebühren: 82 Prozent der auf Händlerseite befragten CFOs gab an, Zahlungseingänge in Kryptowährungen schneller verbuchen zu können. Die anfallenden Prozesse im Rahmen von Kryptotransfers werden durch Blockchain-basierte sogenannte Smart Contracts verschlankt, beschleunigt und kosteneffizienter abgewickelt. Auf diese Weise entfällt eine zentrale Schnittstelle, die Zahlungen initialisiert. Stattdessen findet eine sofortige, automatisierte Transaktion statt, welche zu schnelleren Buchungen und deutlich reduzierten Transaktionsgebühren führt. Deshalb sind fast 70 Prozent der befragten Händler der Meinung, dass die Geschwindigkeit, mit der Kryptozahlungen getätigt und abgewickelt werden können, das Potenzial hat, ihre Geschäftsmodelle zu revolutionieren. Weiterhin gaben über 80 Prozent der Händler, die diese Cyber-Transaktionen bereits akzeptieren, an, dass die Abwicklung hier einfacher war als die Verwendung von Fiatgeld.
Gewinn neuer Kundensegmente: E-Tailer stellen außerdem fest, dass sich durch die Akzeptanz von Krypto als Zahlungsmittel neue Kundensegmente gewinnen lassen. Darüber hinaus registrierten sie eine Erhöhung des Bestellwerts, gegenüber Kunden, die mit anderen Zahlungsmitteln bezahlten.
Vereinfachung grenzüberschreitender Zahlungen: Auch auf internationaler Ebene erweist sich Krypto für Online-Händler, die an ausländische Kunden verkaufen wollen, als Vorteilsbringer. Grenzüberschreitende Zahlungen werden vereinfacht und bieten so Potenzial für steigende Umsatzvolumina. In der aktuellen Kryptostudie berichteten gut drei Viertel der befragten CFOs von Kryptoanbietern über eine Erhöhung ihrer internationalen Zahlungseingänge.
Stand: 16.12.2025
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Online-Händler sollten sich früh genug vorbereiten
Die Vorteile zeigen, dass es bei der Etablierung von digitalem Kryptogeld um weit mehr als nur ein weiteres Zahlungsmittel geht. Kryptowährungen haben auf jeden Fall das Zeug dazu, in Zukunft zu einer Normalität im digitalen Zahlungsverkehr zu werden. Es ist eine Technologie, die auf allen Ebenen vor Manipulationen schützen kann. Die Etablierung als Massenzahlungsmittel wird eine Innovation darstellen, die in letzter Konsequenz unser gesamtes Zahlungssystem und unsere Kapitalmarktinfrastruktur revolutionieren wird. Wollen E-Commerce-Händler auf diese Revolution vorbereitet sein, sollten sie sich eher früher als später mit den entsprechenden Nutzungsszenarien vertraut machen.
Der Autor Ralph Piater-Frankenfeld ist VP und Geschäftsführer beim globalen Zahlungsdienstleister Checkout.com in Deutschland. Als ausgewiesener Experte für den Online-Zahlungssektor war er davor in führenden Positionen u.a. bei Paypal und der SOFORT GmbH tätig. Zudem war er Co-Gründer eines Schweizer Crypto Start-ups.