94 Prozent der Entscheidungsträger in europäischen Unternehmen erwarten laut einer Studie von Zebra, dass sie in den nächsten fünf Jahren Technologien zur Verbesserung der Transparenz in der Lieferkette einführen werden.
(Quelle: Zebra Technologies)
Zebra Technologies, Anbieter digitaler Lösungen für die Vernetzung von Daten und Anlagen, hat jetzt die Ergebnisse seiner „Global Warehousing Study 2023“ veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass 58 Prozent der Lagerleiter bis 2028 die Einführung von Radiofrequenz-Identifikationstechnologie (RFID) planen. Dadurch wollen sie die Bestandstransparenz erhöhen und Fehlbestände reduzieren. In den nächsten fünf Jahren plant die Mehrheit der Lagerleiter den Einsatz von stationären, passiven oder tragbaren RFID-Lesegeräten. Außerdem sollen stationäre industrielle Scan-Lösungen zum Einsatz kommen. Mit diesen Lösungen kann die Nachverfolgung von Anlagen, Mitarbeitern und Waren im gesamten Lagerumfeld verbessert werden. In diesem Jahr jährt sich die Erfindung von RFID zum 50. Mal. Die Technologie hat sich zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Lagermitarbeiter und Fachleute in verschiedenen Branchen entwickelt.
Beschleunigte Modernisierung zur Steigerung der Ertragskraft
Die Umfrage ergab, dass 74 Prozent der europäischen Lagerleiter (73 Prozent weltweit) ihre Modernisierungsprojekte beschleunigt haben oder beschleunigen werden. Dies wird voraussichtlich positive Auswirkungen auf das Retourenmanagement haben, das von fast der Hälfte der befragten Lagerentscheider als wichtigste betriebliche Herausforderung genannt wurde. Das bedeutet eine Steigerung um zehn Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. In Europa liegt dieser Anteil bei 43 Prozent, was einem Anstieg von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
„Die deutliche Zunahme von Retouren geht Hand in Hand mit dem explosionsartigen Wachstum des E-Fulfillments in den letzten Jahren. Und erfordert Veränderungen in jedem Teil der Lieferkette. Das bedeutet, dass Lagerleiter ihre Abläufe mit Technologielösungen modernisieren müssen, um mit Retouren umzugehen und die Agilität, Bestandstransparenz und Bedarfsprognose zu erhöhen. So steigern sie die Effizienz und können fundierte Echtzeitentscheidungen treffen“, sagt Andre Luecht, Global Strategy Lead für Transport, Logistik und Lager bei Zebra Technologies.
Lagerleiter wünschen sich bessere Tools
Die Mehrheit der Lagerleiter (76 Prozent) steht unter dem Druck, ihre Leistung zu verbessern. Gleichzeitig müssen sie den veränderten Anforderungen der Verbraucher im E-Commerce gerecht werden. Ungenaue Bestände und Fehlbestände stellen nach Ansicht von fast 80 Prozent der Lagermitarbeiter und Entscheidungsträger weiterhin eine große Herausforderung für die Produktivität dar. Sowohl 82 Prozent der Mitarbeiter als auch 76 Prozent der Entscheidungsträger meinen, dass sie bessere Tools zur Bestandsverwaltung benötigen. Nur so können sie eine höhere Genauigkeit und Verfügbarkeit zu erreichen. 94 Prozent der europäischen Entscheidungsträger (91 Prozent weltweit) beabsichtigen, bis 2028 in Technologien zu investieren, um die Transparenz entlang der gesamten Lieferkette zu erhöhen.
Optimierung der Abläufe zur Verbesserung der Sichtbarkeit
Lagerentscheider stärken ihre Frontline-Mitarbeiter, indem sie ihre Lager automatisieren, um Abläufe zu optimieren und die Transparenz ihrer Bestände zu erhöhen. Laut einer aktuellen Studie von Interact Analysis wird erwartet, dass die Nachfrage nach Automatisierungsprojekten trotz der jüngsten Verlangsamung (teilweise aufgrund eines Rückgangs im Lagerbau) bis 2024 wieder steigen wird. Die Studie von Zebra ergab, dass 69 Prozent der Lagerentscheidungsträger bereits Arbeitsabläufe automatisiert haben. Oder bis 2024 automatisieren möchten, um Lagermitarbeiter zu unterstützen und sie auf kundenorientiertere, hochwertige Aufgaben zu verlagern. Mehr als die Hälfte der Lagerentscheider ist der Meinung, dass Automatisierung die Effizienz und Produktivität der Mitarbeiter steigert. Nämlich ndem sie manuelle Kommissionierung, Auftragsfehler und Durchlaufzeiten reduziert. Acht von zehn Lagermitarbeitern sind der Ansicht, dass der Einsatz von mehr Technologie und Automatisierung ihnen hilft, ihre Produktivitätsziele zu erreichen oder zu übertreffen.
Auch fühlen sich acht von zehn befragten Lagermitarbeitern mehr wertgeschätzt, wenn ihre Arbeitgeber ihnen Technologie- und Automatisierungstools zur Verfügung stellen, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen. 88 Prozent der Lagerentscheidungsträger bestägiten, dass zusätzliche Lagertechnologien, einschließlich Geräten und Robotern, Mitarbeiter anziehen. Und diese binden, was in Zeiten des Arbeitskräftemangels äußerst wichtig ist. Mehr als die Hälfte der befragten Entscheidungsträger plant, bis 2028 Softwarelösungen für maschinelles Lernen (52 Prozent) und prädiktive Analytik (59 Prozent) in ihren Einrichtungen zu implementieren.
Stand: 16.12.2025
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Nachhaltigkeit hat für Lagerleiter Vorrang
Entscheidungsträger in der Lagerwirtschaft wählen Lösungen danach aus, ob sie nachhaltige Betriebsabläufe schaffen. Dies wird vor allem durch Vorschriften, Energiekosten oder -knappheit sowie die Erwartungen von Kunden, Mitarbeitern und Investoren bestimmt. So konzentrieren sich beispielsweise 78 Prozent der europäischen Lagerleiter (77 Prozent weltweit) auf die Reduzierung von Emissionen und Abfällen. Acht von zehn Lagerentscheidern geben hingegen an, dass es wichtig ist, dass die Lagertechniklösungen die Batterielebensdauer maximieren.
Andere nachhaltige Elemente, denen die Entscheider heute Priorität einräumen, umfassen die Sicherstellung einer genauen Austauschzeit für mobile Geräte. Außerdem die Anbindung an eine Energieüberwachungssoftware zur Maximierung der Effizienz, das Angebot von Rückkauf- und zertifizierten Wiederaufbereitungs- und Kreislaufwirtschaftsprogrammen sowie die Verwendung von wiederverwendbaren und recycelbaren Materialien. Über ihren eigenen Betrieb hinaus halten 81 Prozent der Entscheidungsträger in Lagerhäusern es für wichtig, dass auch die Technologieanbieter nachhaltig wirtschaften. 43 Prozent der Entscheidungsträger in der EMEA-Region nannten das Retourenmanagement als größte betriebliche Herausforderung. Dies ist ein Anstieg um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Zur Methodik der Studie
Die „Warehousing Vision Study“ von Zebra wurde im März und April 2023 von dem externen Forschungsunternehmen Azure Knowledge Corporation durchgeführt. Hierfür wurden weltweit über 1.400 Entscheider und Mitarbeiter aus Lager- oder Distributionszentren befragt. Diese sind in den Bereichen Fertigung, Einzelhandel, Transport, Logistik und Großhandel tätig.
Zebra Technologies unterstützt Unternehmen bei der Überwachung und Beschleunigung von Arbeitsabläufen und gestaltet diese voraussehbar, indem sie die Mitarbeiter durch Visibilität, Vernetzung und Optimierungsprozesse stärkt. Das Portfolio reicht von Software bis hin zu Innovationen in den Bereichen Robotik, maschinelles Sehen, Automatisierung und digitale Entscheidungsfindung. (sg)