Der Markt für E-Commerce wächst weltweit, auch im Lebensmitteleinzelhandel. Seit der Pandemie kaufen immer mehr Verbraucher ihre Lebensmittel online ein. Doch für die Mehrheit der Händler ist es schwierig, mit E-Commerce einen Gewinn zu erzielen.
(Quelle: Strongpoint)
Die Herausforderungen für Einzelhändler im Lebensmittelsegment sind vielfältig: Zum einen erfordert es häufig viele Ressourcen und zum anderen besteht eine große Konkurrenz, von Amazon bis Start-ups. Mit folgenden drei Tipps können Händler eine E-Commerce-Strategie verfolgen, die Lebensmitteleinzelhandel profitabel machen kann. Als Vorbild dienen Händler aus Skandinavien. Denn dort ist die Digitalisierung der Branche schon weiter fortgeschritten und die Verantwortlichen konnten E-Commerce-Strategien für mehr Profitabilität erarbeiten, obwohl die Lohnkosten vor Ort im weltweiten Vergleich sehr hoch sind.
1. Automatisierung der Kommissionierung
Die Kommissionierung von Waren durch Menschen kann auch in Zukunft Teil einer E-Commerce-Strategie im Lebensmitteleinzelhandel sein. Moderne Lösungen helfen Mitarbeitenden dabei, effizienter und somit profitabler zu arbeiten. So erlauben beispielsweise Leitsysteme an Warenregalen, dass Kommissionierende durch Lichtsignale schnell die gesuchte Ware identifizieren können.
Dennoch sollten Entscheider eine Automatisierung in Betracht ziehen, um ihren Onlinehandel noch effizienter zu gestalten. Ihre skandinavischen Kollegen setzen auf Fulfillment-Center, die kleiner ausfallen und sich näher an den Kunden befinden. Sie können schnell gebaut oder sogar in vorhandene Ladenlokale integriert werden. Das minimiert Kosten und bestehende Investments können weitergenutzt werden. Durch die Nähe zum Kunden sinken zudem die Lieferkosten. Die Center bilden dabei die perfekte Basis für ein Click-and-Collect-Geschäftsmodell.
2. Self-Service im Lebensmitteleinzelhandel einführen
Seit Beginn der Corona-Pandemie steigt die Bedeutung von Click and Collect. Immer mehr Menschen nutzen den Service, um ihre Einkäufe zu erledigen. Das bietet mit Blick auf die hohen Spritpreise und den Fachkräftemangel jetzt die Möglichkeit, für mehr Gewinn im E-Commerce zu sorgen. Denn indem Händler die Lebensmittel ihrer Kunden zur Abholung bereitstellen, sparen sie Kosten. Der größere Gewinn rechtfertigt auch Investitionen in neue Technologien und weitere Infrastrukturen. In Schweden bauen Händler vor allem auf temperierte Abholstationen. Sie lassen sich schnell innerhalb oder außerhalb eines Ladens aufstellen. Hierin bereitgestellte Lebensmittel bleiben stets frisch. Warteschlagen und der direkte Kontakt mit den Mitarbeitern fallen für die Kunden weg.
3. Faire Preisgestaltung umsetzen
Schwedische Händler setzen für ihre Services im E-Commerce einen fairen Preis fest. Zum Beispiel nutzen sie Dynamic Pricing, um bei einigen Produkten einen Aufschlag für die Dienstleistungen auf der letzten Meile zu erheben. Andere Händler verlangen für sie generell eine Pauschale oder variable Gebühren. Hinzu kommen Abonnements, die nicht nur preislich fair gestaltet sind, sondern auch die Kundenbindung erhöhen.
Lebensmitteleinzelhandel: Erfolg in der Zukunft
Ob im Dorf oder in der Großstadt – überall lohnt sich der E-Commerce mit Lebensmitteln. Laut Studiendaten von StrongPoint bleiben 82 Prozent der Online-Kunden einem Händler mit großer Wahrscheinlichkeit treu, wenn die Erfahrung mit ihm zuvor gut war. Der Grund: Sie kennen das Angebot des Geschäfts, nutzen seine Plattform oder App und verfügen über einen Account. Für den Wechsel zu einem anderen Händler ist dann der Aufwand oft zu groß. Zudem kaufen treue Kunden im Internet in der Regel mehr Lebensmittel ein als diejenigen in den Geschäften. Gepaart mit der Steigerung der Profitabilität verspricht das alles Erfolg in der Zukunft.
„Dank moderner Lösungen steht Händlern der E-Commerce mit Lebensmitteln mehr denn je offen. Es kommt für sie jetzt darauf an, seine Vorteile zu nutzen und ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Mit unseren Tipps wollen wir den Händlern neue Chancen aufzeigen“, erklärt Tobias Kern, Business Development Director DACH bei StrongPoint.
StrongPoint ist Lösungsanbieter für den Lebensmitteleinzelhandel mit Hauptsitz in Norwegen. Die Lösungen ermöglichen es Händler, Geschäfte intelligenter, Einkaufserlebnisse besser und den Online-Einkauf von Lebensmitteln effizienter zu gestalten. Neben temperaturgesteuerten Click & Collect-Schließfächern und Lösungen für die Kommissionierung von Lebensmitteln bietet StrongPoint Bargeldmanagement- und Zahlungslösungen, elektronische Regaletiketten, Self-Checkouts, Software für Aufgaben- und Arbeitsmanagement und Lösungen für die Abholung von Lebensmitteln in der Filiale und am Drive-Through. (sg)
Stand: 16.12.2025
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