Eine Studie von BME und IntegrityNext hat den aktuellen Umsetzungsstand beim Lieferkettengesetz untersucht. Viele Unternehmen haben zwar konkrete Lösungsansätze, dennoch bleibt bis zum 1. Januar 2023 noch viel zu tun.
(Quelle: Pixabay)
Deutsche Unternehmen bereiten sich derzeit auf das Lieferkettengesetz und seinen Transparenzansprüchen in Sachen Nachhaltigkeit in der globalen Lieferkette vor. Bei der operativen Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) stehen sie aber noch vor Herausforderungen. Vor allem bei der Einführung eines Risikomanagementsystems besteht Nachholbedarf. Das hat eine vom Lösungsanbieter IntegrityNext und dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) durchgeführte Umfrage ergeben.
Demnach führt die Mehrheit der Unternehmen bereits Lieferantenbewertungen zu Nachhaltigkeitsthemen wie Menschen- und Arbeitsrechte sowie Umweltschutz durch. Ein Großteil der befragten Betriebe wird sein Lieferantennetzwerk innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate nun zusätzlich auf Nachhaltigkeitskriterien im Sinne des LkSG überprüfen. Die Berücksichtigung sogenannter ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) im Risikomanagement und Entscheidungsprozess wird dabei nicht allein durch Anforderungen seitens des Gesetzgebers angetrieben. Auch das Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen, der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit sowie Druck seitens eigener Kunden spielen hierbei eine Rolle.
Lieferkettengesetz erfordert großen Zeitaufwand
Als größte Herausforderung, das Lieferkettengesetz zu implementieren, nennen 81 Prozent den damit einhergehenden Zeitaufwand. Für 75 Prozent liegt die Herausforderung in der Erfassung und Verarbeitung des hohen Datenvolumens, welches bei der Prüfung der Nachhaltigkeitsperformance von hunderten oder tausenden unmittelbaren Lieferanten anfällt. Vor diesem Hintergrund sollen laut 84 Prozent der Befragten entweder einzelne Verantwortliche oder dezidierte Teams zur Bewältigung dieser neuen Herausforderung beim Lieferkettengesetz beauftragt werden.
Für die Mehrheit ist der Einsatz einer auf die LkSG-Anforderungen abgestimmten technologiebasierten Lösung zur systematischen Erfassung und Analyse der Lieferantendaten geplant. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz tritt am 1. Januar 2023 zunächst für Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern in Kraft. Ein Jahr später, am 1. Januar 2024, wird die Schwelle auf 1.000 Mitarbeitende gesenkt. Für viele der betroffenen Unternehmen bleibt daher nur noch ein knappes Jahr für die Vorbereitung und Umsetzung.
Nachhaltigkeit bei Lieferanten und in Lieferketten im Fokus
„Die Relevanz von Nachhaltigkeit bei Lieferanten und in Lieferketten steigt ungebremst. Unternehmen müssen sich jetzt vorbereiten, um die Erfüllung der neuen Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes bis zum Januar 2023 sicherzustellen. Das Thema ist mit Technologie und Digitalisierung lösbar, nichts tun ist allerdings keine Alternative“, so Martin Berr-Sorokin, CEO von IntegrityNext.
„Zwar bewertet die Mehrheit der befragten Betriebe schon heute ihre Lieferanten hinsichtlich Nachhaltigkeit. Allerdings besteht ein Unterschied zwischen Risikoanalyse und Risikomanagement. Bei letzterem bedarf es in den meisten Firmen noch einer Nachjustierung, um Nachhaltigkeitsrisiken professionell zu begegnen“, fügt Dr. Helena Melnikov, Hauptgeschäftsführerin des BME, hinzu.
IntegrityNext ist ein Lösungsanbieter für das Monitoring von Nachhaltigkeit und Compliance in der Lieferkette. Die Risikomanagement-Software ermöglicht Unternehmen eine schnelle und kosteneffiziente Überprüfung ihrer Lieferantenbasis in Bezug auf nachhaltigkeitsbezogene Regulierungen wie das Lieferkettengesetz), Standards und Selbstverpflichtungen. IntegrityNext unterstützt dabei, ESG-Risiken entlang der Wertschöpfungskette zu identifizieren und zu managen.
Der 1954 gegründete Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) ist der Fachverband für Einkäufer, Supply-Chain-Manager und Logistiker in Deutschland. Ihm gehören 9.750 Mitglieder in 38 Regionen aus allen Industriebereichen, Sektoren, aus Dienstleistung und öffentlicher Beschaffung an. Das Volumen der von den Mitgliedern eingekauften Waren und Dienstleistungen beträgt jährlich rund 1,25 Billionen Euro. Zu den Zielen des Verbandes gehören unter anderem der Transfer von Know-how, die Aus- und Weiterbildung von Personal und die wissenschaftliche Arbeit an neuen Methoden, Verfahren und Techniken. (sg)
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