Am 10. Juni wurde das Logistikzentrum „Logistikcampus Bremer Kreuz“ in Bremen im Beisein der Geschäftsführung der Deutschen Logistik Holding und LIP Invest feierlich eröffnet. Der Projektentwickler DLH hat die neue Logistikimmobilie an LIP Invest verkauft.
(Quelle: LIP Invest)
Die Logistikimmobilie „Logistikcampus Bremer Kreuz“ in der Von-Thünen-Straße in Bremen wurde jetzt von der LIP Invest erworben. Die Immobilie wird in dem dritten, von der International Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH aufgelegten, offenen Immobilien-Spezial-AIF aufgenommen. Seit dem offiziellen Spatenstich im vergangenen August wurde das moderne Logistikzentrum in weniger als neun Monaten Bauzeit früher als geplant fertiggestellt und konnte bereits vor Fertigstellung veräußert werden.
Auf insgesamt 33.500 Quadratmeter Grundstücksfläche wurde der Logistikcampus als Brownfield-Entwicklung nach modernsten Standards nachhaltig geplant. Die Logistikimmobilie mit einer Gesamtmietfläche von 20.600 Quadratmeter wurde mit einer Unterteilung in zwei Units Multiuser-fähig ausgebaut und ist nach "DGNB Gold"-Status zertifiziert. Auf der Dachfläche wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Mit dem selbsterzeugten Solarstrom können beispielsweise die E-Ladestationen an den Pkw- und Fahrradstellplätzen betrieben werden.
Logistikimmobilie: Sechs ebenerdige Zufahrtstore und acht Verladetore
Das Produktionslager bietet flexible Andienungsmöglichkeiten: Insgesamt verfügt das Gebäude über sechs ebenerdige Zufahrtstore sowie acht Verladetore mit Überladebrücken. An einer Hallenseite befindet sich außerdem ein 800 Quadratmeter großer überdachter Be- und Entladebereich sowie zusätzlich neun Stellplätze für LKW. Optional können weitere zehn Andockstationen für Lkw an Unit 1 ergänzt werden. Der neue Nutzer, ein Spezialist für technische Dienstleistungen in der Automotive-Industrie, ist bereits in den Logistikcampus eingezogen.
Feierliche Eröffnung durch Deutsche Logistik Holding und LIP Invest
Nach Grußworten der beiden Geschäftsführer der Deutsche Logistik Holding (DLH), Felix Zilling und Christoph Telker und dem Geschäftsführer von LIP Invest, Bodo Hollung, wurde die symbolische rote Schleife durchtrennt und somit der Campus offiziell eröffnet. „Von Bremern für Bremer in Bremen – so könnte man dieses Projekt zusammenfassen. Daher freut es uns ganz besonders, dass wir heute hier stehen und die Einweihung unseres Projekts an der Von-Thünen-Straße am Bremer Kreuz feiern können“, erklärt Felix Zilling, Geschäftsführer der DLH.
„Bei Logistik denken viele an dreckig und laut. Wie wir hier aber unter Beweis gestellt haben, geht das auch in schön und nachhaltig. Umso mehr freut es uns, dass wir mit diesem Projekt den Wirtschaftsstandort Bremen langfristig und nachhaltig stärken konnten. Wir wünschen sowohl dem neuen Betreiber als auch unserem langfristigen strategischen Partner LIP als Käufer viel Erfolg und Freude an der neuen Immobilie“, so Zilling weiter.
(S.Betz, Felix Zilling und Christoph Telker von Deutsche Logistik Holding sowie Bodo Hollung, Geschäftsführer von LIP Invest. (v.l.n.r.). Bild: LIP Invest)
Logistikimmobilie mit DGNB-Gold-Status
Christoph Telker, ebenfalls Geschäftsführer DLH, ergänzt: „Wir freuen uns sehr, den Standort nach nur neun Monaten Bauzeit final entwickelt und termingerecht übergeben zu haben. Die Anforderungen unseres Mieters und den DGNB-Gold-Status konnten wir dank der konstruktiven Zusammenarbeit vollständig erfüllen. Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Projektbeteiligten für diese tolle Teamleistung bedanken. Dem Mieter wünschen wir stets einen reibungslosen Ablauf und weiterhin viel Erfolg für die Zukunft.“
Das Gewerbegebiet Bremer Kreuz ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und liegt auf dem Stadtgebiet von Bremen und Achim. Durch die direkte Anbindung an die A1 (Hamburg, Osnabrück/Ruhrgebiet) und A27 (Bremerhaven/Hannover) ist es verkehrstechnisch sehr gut angebunden. Außerdem zeichnet sich die Logistikimmobilie durch seinen hervorragenden ÖPNV-Anschluss aus.
„Bremen ist einer der bedeutendsten Logistikstandorte in Deutschland – für den Import wie Export – und stark von der Automobilindustrie geprägt. Daneben sorgen aber auch Unternehmen aus dem Lebensmittel- und Industriesektor für eine stetige Nachfrage nach geeigneten Flächen. Daher freuen wir uns, dass wir mit dem vorteilhaft gelegenen ‚Logistikcampus Bremer Kreuz‘ und der unmittelbaren Vermietung an ein Industrieunternehmen unsere inzwischen fünfte Logistikimmobilie in Bremen für unseren Fonds sichern konnten“, ergänzt. Bodo Hollung, Gesellschafter Geschäftsführer bei LIP Invest.
Neuer Marktbericht zu „Logistikimmobilien Deutschland“
LIP Invest hat im Rahmen seines quartalsweise erscheinenden Marktberichts „LIP UP TO DATE – Logistikimmobilien Deutschland“ aktuelle Entwicklungen der immer stärker nachgefragten Assetklasse Logistikimmobilien veröffentlicht. Neben einem Rückblick auf das erste Quartal 2021 gibt der Bericht auch einen Ausblick auf die Entwicklung des Investmentmarktes für das zweite Quartal 2021. Der aktuelle Marktbericht enthält Zahlen und Informationen zum Transaktionsvolumen, Flächenumsatz und Neubauvolumen sowie zur Renditeentwicklung in Abhängigkeit von Gebäudealter, Standort, Objektqualität und Mietvertragslaufzeit.
Stand: 16.12.2025
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Logistikimmobilie: Marktüberblick
Die globalen Lieferketten, seit letztem Jahr ohnehin angespannt, wurden mit der Blockade des Suezkanals im ersten Quartal 2021 erneut vor Herausforderungen gestellt. Die Auswirkungen sind nicht nur am verspäteten Eintreffen von Saisonartikeln, sondern auch auf dem Logistikimmobilienmarkt zu bemerken. Eine Verzögerung im Logistikablauf – und sei es nur für einen Tag – kostet enorm viel Geld. Viele Unternehmen versuchen bereits seit den Corona-Lockdowns ihre Lieferketten zu überarbeiten oder neu auszurichten.
Eine Möglichkeit ist der Aufbau von Pufferbeständen, um Versorgungsengpässe besser auffangen oder ganz vermeiden zu können. Der Flächenmarkt ist dementsprechend stark in Bewegung und treibt die Nachfrage auf ein neues Rekordhoch. Auf dem gewerblichen Immobilieninvestmentmarkt liegen Logistikimmobilien mit ihrem hohen Transaktionsvolumen auf Platz zwei unter den Assetklassen.
„Gleichzeitig beobachten wir einen spürbaren Preisanstieg auf dem Markt. Die Renditespanne zwischen Neubauten und älteren Bestandsimmobilien ist so gering wie noch nie – bei Bestandsobjekten, die 30 Jahre oder älter sind, liegt die Bruttoanfangsrendite mittlerweile deutlich unter 6,00 Prozent. Es handelt sich hier nicht mehr nur um einzelne Marktausreißer. Wir haben mehrfach beobachtet, dass etwa 20-jährige Logistikimmobilien beinahe auf dem Niveau der Spitzenrendite, sprich unter 4 Prozent, verkauft wurden. Uns als Investoren bereitet eine solche Entwicklung natürlich Kopfzerbrechen“, erklärt Jan-Nicolai Tröndle, Head of Acquisition bei LIP Invest. Aufgrund dieses Preisanstiegs werden Neubauten noch mehr an Attraktivität gewinnen. LIP rechnet im Laufe des Jahres mit einer Fortsetzung der hohen Flächennachfrage und starker Resonanz seitens der Investoren.
Investmentmarkt von 1,9 Milliarden Euro
Das Transaktionsvolumen zum Jahresauftakt 2021 brilliert mit dem dritthöchsten jemals gemessen Ergebnis von 1,9 Milliarden Euro. Erneut sind an diesem Spitzenwert viele Einzeldeals beteiligt. Eine der größten Transaktionen des ersten Quartals war der Verkauf eines 190.000 Quadratmeter großen Logistikparks in Meerane (Sachsen). Die Bruttospitzenrendite für absolute TOP-Immobilien in bester Lage mit langen Mietverträgen ist im ersten Quartal leicht gesunken auf nunmehr 3,85 Prozent.
LIP analysiert stetig die Entwicklungen am deutschen Logistikimmobilien-Markt. Hierzu gehört unter anderem die Beobachtung der Angebotssituation. Im ersten Quartal 2021 wurden LIP Objekte mit einem Volumen von rund 1,1 Milliarden Euro zum Kauf angeboten, was einem deutlichen Zuwachs gegenüber dem vorherigen Quartal entspricht.
Mit über 60 Prozent fiel der Anteil der angebotenen Neubauten im ersten Quartal 2021 bemerkenswert hoch aus. Die Neubaudynamik liegt mit rund 1,0 Millionen Quadratmeter auch etwas über dem Vorjahreszeitraum. Zudem ist ein leichter Anstieg spekulativer Bauten zu beobachten. Dies betrifft zum Beispiel das 54.000 Quadratmeter umfassende Distributionszentrum des Projektentwicklers Baytree in Leipzig. Im Vergleich zum Vorquartal fällt auf, dass im ersten Quartal 2021 wieder weit mehr Logistikimmobilien auf dem Markt von Industrieunternehmen genutzt wurden, rund 40 Prozent. Der Anteil der genutzten Fläche durch Logistikdienstleister beläuft sich auf ca. 35 Prozent.
Logistikimmobilie: Flächenumsatz
Die Flächennachfrage liegt im ersten Quartal 2021 auf einem Rekordhoch und übersteigt den Vorjahreswert um 20 Prozent. Das Gesamtergebnis von 1,7 Millionen umgesetzten Quadratmetern beschert dem Logistikimmobilienmarkt den besten Jahresauftakt aller Zeiten. Großflächige Vermietungen, wie beispielsweise die rund 95.000 Quadratmeter Neubaufläche, die der Logistikdienstleister BLG im GVZ Bremen angemietet hat, führten zu diesem Spitzenergebnis.
Flexibilität und Resilienz in der Logistikbranche
In den letzten Monaten wurde in der Logistikbranche oft über Flexibilität und Resilienz gesprochen – neu angeheizt durch die Blockade des Suez-Kanals im März. Eine alternative Route für den Welthandel bietet zum Beispiel der International North South Transport Corridor (INSTC), an dem sowohl Indien als auch Russland maßgeblich beteiligt sind. Aber auch andere Länder – entlang oder am Ende des Korridors – können von dieser Route künftig profitieren.
„Für unsere Standortbewertung beschäftigen wir uns intensiv mit alternativen Lieferwegen. Der Verkehr auf der Ost-West-Achse, etwa zwischen dem polnischen Poznań und Duisburg, hat durch den Ausbau Chinas Neuer Landbrücke merklich zugenommen. Dies erhöht die Attraktivität von Standorten am östlichen Rand Deutschlands als Einfallstor der Waren“, erklärt Bodo Hollung, Gesellschafter und Geschäftsführer von LIP Invest. Die 2017 gegründete LIP Invest ist ein Investmenthaus in der Assetklasse Logistikimmobilien Deutschland. Aktuell managt LIP Logistikimmobilien mit einer Gesamtmietfläche von über 800.000 Quadratmeter und einem Volumen von circa 1,1 Milliarde Euro. (sg)