Aktuelle Herausforderungen und Potenziale Schiene & Logistikimmobilie: Neue Fokusgruppe der Bundesvereinigung Logistik

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 2 min Lesedauer

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Das Ziel der neuen Fokusgruppe „Schiene & Logistikimmobilie“ ist eine engere Vernetzung zwischen Unternehmen der Schiene mit Stakeholdern der Immobilienwirtschaft wie auch dem Straßengüterverkehr.

(Bild:  khonkangrua / Adobe Stock)
(Bild: khonkangrua / Adobe Stock)

Die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene ist das erklärte politische Ziel. So strebt die Bundesregierung an, den Anteil des Warentransports auf der Schiene bis 2030 auf 25 Prozent zu erhöhen. Auch die EU plant, den Schienengüterverkehr (SGV) bis 2050  zu verdoppeln. Der Themenkreis Logistikimmobilien der Bundesvereinigung Logistik (BLV) gründete eine neue Fokusgruppe „Schiene & Logistikimmobilie“. Die  Teilnehmer definieren und erarbeiten die Herausforderungen und Potenziale im Zusammenhang mit Schiene und Logistikimmobilien.

„Das Potenzial und der Zeitpunkt für die disruptive Expansion des SGVs  könnte nicht besser sein“, so die Überzeugung von Mario Glöckner. Er ist Fokusgruppensprecher und Director Terminal Capture bei CargoBeamer. „Wirtschaft und Politik drängen auf den Abbau von Hürden zur Nutzung des SGV – und wir sind  überzeugt, dass dies nur mittels zahlreicher neuer Einstiegspunkte in Form von Terminals  und Gleisanschlüssen gelingen kann“, wie er betont.

Ziele der Fokusgruppe

Dafür braucht es  laut dem BVL eine deutlich engere Vernetzung zwischen Unternehmen der Schiene  mit Stakeholdern der Immobilienwirtschaft wie auch dem Straßengüterverkehr. „In der Vergangenheit fand eine Verlagerung der Transporte auf die Straße statt – in der Folge  wurden oftmals die existierenden Gleisanschlüsse bei den Umschlagshallen stillgelegt“, so  uno Neumeier, Sprecher des BVL-Themenkreises Logistikimmobilien und CEO der  ogivest Gruppe. Doch die Rahmenbedingungen hätten sich geändert: „Mittlerweile  integrieren Unternehmen zunehmend den Schienengüterverkehrs in die Logistikkette, um ihre CO2-Ziele zu erreichen und zeitgleich Kosten zu sparen. Parallel fördert die  Bundesregierung die Revitalisierung von Gleisanschlüssen“, so Kuno Neumeier.

Die Fokusgruppe „Schiene & Logistikimmobilie“ hat als Zielsetzung für das kommende Jahr folgende Punkte, die im nächsten Workshop im Frühjahr 2025 angegangen werden sollen:

  • Die Entwicklung einer Strategie für die Identifizierung von Potenzialflächen für  die Ansiedlung neuer Logistik-Hubs, inklusive Kombiniertem Verkehr.

  • Als Interessensbündnis für Verlader, Logistiker, Developer und Terminal-/Infrastrukturbetreiber die unterschiedlichen Konzepte der Akteure in Form konkreter und zukunftsgerichteter Nutzungsbedürfnisse und Best Practices  zusammenbringen.

  • Neue Finanzierungskonzepte für Logistikimmobilien-Projekte an der Schnittstelle  Schiene/Logistik/Infrastruktur erarbeiten.

  • Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung der Interessen rund um das Thema Schiene und Logistikimmobilie.

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