Nachhaltigkeit spielt beim E-Commerce eine ausschlaggebende Rolle. Vor allem die Logistik ist ein wichtiger Akteur. Vom ersten Klick bis zur Haustür haben Anpassungen in der Lieferkette einen großen Einfluss auf unsere Umwelt.
(Quelle: Einride)
Der E-Commerce boomt – das ist kein Geheimnis. Die Freude über ankommende Pakete ist aber oft getrübt: Viele Deutsche haben ein schlechtes Gewissen beim Online-Shopping. Sie glauben, dass dieses nicht nachhaltig ist. Doch gerade der Online-Handel tritt derzeit in eine neue Ära ein, in der er mit jedem Schritt grüner wird. Händler können dafür sorgen, dass die CO2-Belastung geringer ist als die des Einkaufs in einem physischen Laden – mit den richtigen Logistikimmobilien zum Beispiel.
Nachhaltigkeit beginnt beim Grundstein
Messbare Ziele und klare Pläne sind der Grundstein für eine grüne Logistikkette und die einzige Möglichkeit, wirklich etwas zu bewirken. Nachhaltigkeitsmaßnahmen müssen sich durch das gesamte Logistikzentrum ziehen und bereits in der Bauplanungsphase berücksichtigt werden. Das reicht von kleinen Optimierungen wie Bewegungsmeldern gegen hohen Stromverbrauch und Lichtverschmutzung über die Sammlung und Nutzung von Regenwasser bis hin zu großen Ausgleichsflächen für Flora und Fauna.
Zu den Zukunftstrends der Branche gehören auch mehrstöckige Logistikzentren. Sie benötigen weniger Platz, was infrastrukturelle Vorteile bietet und dabei hilft, Flächenversiegelung zu vermeiden. Diese mehrgeschossige Bauweise lässt sich unter anderem durch die optimale Ausnutzung des vorhandenen Raums und die damit verbundene Automatisierung der Prozesse erreichen. Dadurch werden diese Immobilien umweltfreundlicher, wie im Fall eines von P3 entwickelten vierstöckigen Distributionszentrums in Castelguglielmo, Italien. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass die Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen des Gebäudes durch ein intelligentes Gebäudemanagementsystem gesteuert werden, das unnötigen Energieverbrauch vermeidet. Diese Energie wird wiederum über Solarzellen auf dem Dach des Gebäudes gewonnen und auch in Ladestationen für Elektrofahrzeuge auf dessen Parkplatz eingespeist.
(P3 Logistic Parks: Neben der Automatisierung innerhalb der Immobilie ist auch die Erhaltung der lokalen Biodiversität von enormer Bedeutung. Bild: P3 Logistic Parks)
Logistikimmobilien: Schöner lagern
Ebenso wie beim Bau des Logistikzentrums ist auch bei dessen Betrieb eine genaue Planung erforderlich. Automatisierte Lösungen helfen, die Übersicht zu behalten. Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei das Warehouse-Management-System. Der Produktfluss wird optimiert und die Waren werden auf dem besten und kürzesten Weg gebracht.
Durch die reibungslose Handhabung der Produkte und die Vermeidung menschlicher Fehler werden spätere Produktrückgaben reduziert und der ökologische Fußabdruck verringert. Darüber hinaus tragen Dashboard-Apps mit aktuellen Informationen zum Strom-, Wasser- und Gasverbrauch zum bewussten Umgang mit Ressourcen bei. Denn wenn es um Nachhaltigkeit geht, reicht eine schöne Blumenwiese nicht aus. Auch das Innere der Logistikimmobilie muss optimiert werden. Eine vollständige Automatisierung ihrer Produktion bis 2024 planen weltweit 16 Prozent der Industrieunternehmen, laut einer Studie von Zebra. In Deutschland sind bereits 49 Prozent der Lager teilautomatisiert, wie es im WMS Marktreport von Fraunhofer IML heißt. Optimale Voraussetzungen für automatisierte Logistikimmobilien sind Prozesswiederholungen und hohe Volumina, die dem E-Commerce entgegenkommen.
Durch die robotisierte Bewegung der Waren lässt sich der Lagerumschlag erhöhen und so die Produktivität steigern. Der Strom hierfür muss nachhaltig und kann teilweise sogar sehr lokal erzeugt werden: Logistikimmobilienentwickler wie P3 installieren Solaranlagen auf den großen Hallendecken und gewinnen so direkt vor Ort erneuerbare Energie, die in den Betrieb eingespeist werden kann. Doch nicht nur Solarenergie kann eine Quelle sein. So eröffnete Nike 2019 im belgischen Ham ein 1,5 Millionen Quadratmeter großes Distributionszentrum, das komplett mit Energie aus Wind, Sonne, Geothermie, Wasserkraft und Biomasse betrieben wird.
Logistikzentrum und Powerhouse in Einem
Betreiber von Logistikimmobilien haben die Möglichkeit, grüne Energiequellen in einem parkweiten Mikronetz zu kombinieren, das alle Mieter mit erneuerbarer Energie versorgt und Schnellladestationen für Nutzfahrzeuge bereitstellt. Um eine flächendeckende Schnellladeinfrastruktur zu schaffen, benötigt Deutschland mehrere hunderttausend Ladepunkte. Platz gibt es dafür dort, wo die zu elektrifizierenden Transporter täglich ein- und ausfahren: bei den Logistikimmobilien. Diese verfügen über großzügige Parkflächen, die Platz für Ladesäulen bieten, und liegen zudem oft in verkehrsgünstiger Lage.
Mit Blick in die Zukunft kann dies für die Logistik auch ein weiteres Geschäftsfeld, „Energy as a Service”, eröffnen. Der Sprung vom Elektroauto zum vollelektrischen fahrerlosen Lkw klingt gewagt, ist aber bereits in vollem Gange. In Schweden pendelt der Einride T-Pod, ein fahrerloser E-Lkw, bereits zwischen zwei Logistikzentren. Wer noch nicht ganz so futuristisch unterwegs ist, kann einen sprichwörtlichen Gang zurückschalten. Große Klimaeinsparungen lassen sich bereits dadurch erzielen, dass der Lieferverkehr durch intelligente Routenplanung mit verschiedenen Softwareprogrammen optimiert wird, die Leerfahrten verhindern. Gerade dort, wo noch Dieselfahrzeuge im Einsatz sind, lohnt sich eine solche Planung zur Treibhausgasreduktion.
Stand: 16.12.2025
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Wenn E-Commerce-Händler auf die richtigen Logistikpartner setzen, können Pakete nachhaltiger sein als Einkäufe im Einzelhandel. Bei letzterem müssen die Energiekosten für das Ladenlokal berechnet werden und der Weg zum Geschäft verläuft meist nicht emissionsfrei. Auch das Ein- und Auspacken der Ware verursacht nicht selten genau so viel Müll wie der Versand. Es gilt: Nachhaltigkeit muss sich in allen Facetten und Aspekten der Lieferkette widerspiegeln. Pakete aus modernen Logistikzentren, transportiert von fortschrittlichen Kurierdiensten, sind die Zukunft.
(Bild: P3 Logistic Parks)
Der Autor Sönke Kewitz ist Geschäftsführer von P3 Logistic Parks Deutschland – Eigentümer und Entwickler von europäischen Logistikimmobilien.