Ein Fünftel der Verbraucher bricht Käufe ab Mangelnde Barrierefreiheit macht aus dem Black Friday einen Blind Friday

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Schwer schließbare Werbefenster, unübersichtliche Seitenstrukturen oder eine zu kleine Schrift – mangelnde Barrierefreiheit schließt ein Fünftel der Kunden aus. Das kostet etwa am Black Friday wertvollen Umsatz.

(Bild:  © ZaraStudio/stock.adobe.com)
(Bild: © ZaraStudio/stock.adobe.com)

Am 28. November ist es wieder soweit: Black Friday. Bei den Händlern klingeln die Kassen und Verbraucher bekommen leuchtende Augen wegen der – mehr oder weniger guten – Schnäppchen. Doch das gilt nicht für alle Käufer. Laut einer Umfrage von Accessiway stoßen nämlich 20 Prozent der Kunden in Deutschland beim Aktions-Shopping auf digitale Barrieren. Mangelnde Barrierefreiheit schließt sie aus.

Die größten Stolpersteine bei der Nutzung von Onlineshopping-Angeboten an Aktionstagen wie dem Black Friday sind demnach schwer schließbare Werbefenster und Pop-ups (18 Prozent) sowie unübersichtliche Webseiten-Strukturen (17 Prozent) – gefolgt von zu kleiner Schrift und schwer verständlichen Texten (beides 5 Prozent).

Mangelnde Barierrefreiheit kostet Umsatz

Für Händler hat die mangelnde Barrierefreiheit klare Folgen: der Umsatz schrumpft. So bricht einer von fünf Käufern seine Black Friday-Käufe ab, weil die Webseiten oder Apps für sie nicht zugänglich sind.

 „Wer an Barrierefreiheit spart, verschenkt somit nicht nur Kunden, sondern bares Geld“, so das Fazit von Jan Stedul, Managing Director Germany bei Accessiway.

Überraschend stark davon betroffen sind jüngere Verbraucher: Werbefenster und Pop-ups zählen bei den 18- bis 29-Jährigen (31 Prozent) und den 30- bis 39-Jährigen (33 Prozent) zu den häufigsten digitalen Barrieren. 23 Prozent (18-29 Jahre) sowie 35 Prozent (30-39 Jahre) geben zudem an, beim Aktions-Shopping immer wieder mit unübersichtlichen Seitenstrukturen zu kämpfen – also ausgerechnet jene Gruppe, die als besonders kaufkräftig und digital erfahren gilt.

Dabei sollte die Barrierefreiheit eigentlich heutzutage kein großes Thema mehr sein. Denn seit dem 28. Juni 2025 sind private Unternehmen verpflichtet, bestimmte Produkte und Dienstleistungen barrierefrei anzubieten. Die Anforderungen sind vielfältig und betreffen vor allem den Bereich der elektronischen Dienstleistungen, insbesondere nahezu den kompletten Bereich des E-Commerce-Sektors.

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