Einkaufserlebnis Mit dem Einkaufswagen auf Customer Journey

Ein Gastbeitrag von Fabian Baumeister 3 min Lesedauer

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Der Einkaufswagen ist als erster und letzter Touchpoint zwischen Händler und Kunde eine der wichtigsten Komponenten einer Shoppingtour im stationären Einzelhandel. Kunden bietet er Einkaufserlebnis und -komfort, Händlern die Möglichkeit ihre Märkte, Angebote und den Personaleinsatz zu optimieren.

(Bild:  FotoAndalucia – stock.adobe.com)
(Bild: FotoAndalucia – stock.adobe.com)

Die Customer Journey beginnt nicht erst mit dem Eintritt in die Filiale, sondern bereits beim Griff zum Wagen. Gerade in Super- und Hypermärkten ist er der wichtigste Begleiter, mit dem Kunden mehrere hundert Meter in den Gängen zurücklegen.

Qualität sowie Komfort sind dabei für das Einkaufserlebnis ausschlaggebend. Gerade bei Modellen aus Draht ist eine hochwertige Verarbeitung wichtig, um den Geräuschpegel auf ein Minimum zu reduzieren. Das gilt auch für die Rollen, die über eine gute Lauffähigkeit verfügen müssen. Diese im Zusammenspiel mit der an die Gänge angepassten Größen des Einkaufswagens ermöglichen eine optimale Navigation.

Für ein einwandfreies Schiebegefühl sind Griffe mit angenehmer Haptik essenziell. Zubehör wie Kindersitz, Gemüsefach oder Getränkeablage runden den komfortablen Einkaufswagen perfekt ab. Lässt sich der Wagen sowohl im leeren als auch im vollen Zustand leicht manövrieren, empfindet der Kunde das Shoppen als angenehm und stressfrei.

Digitalisierung verbessert Einkaufserlebnis und Customer Journey

Einfacher, schneller und individueller einkaufen – die Digitalisierung des Einkaufwagens birgt zahlreiche Vorteile für alle Beteiligten. Digitale Pfandschlösser, die per Smartphone-App entsperrt werden, sparen die lästige, manchmal sogar vergebene Suche nach Münzgeld und ermöglichen passgenaue Angebote und Bonus-Aktionen über In-App-Werbung.

Mit dem smarten Einkaufswagen können Händler anonyme Daten zur Marktoptimierung gewinnen.(Bild:  Wanzl GmbH)
Mit dem smarten Einkaufswagen können Händler anonyme Daten zur Marktoptimierung gewinnen.
(Bild: Wanzl GmbH)

Händler können darüber hinaus anonyme Daten für ihr Einkaufswagen­management und zum Einkaufsverhalten erheben: Wie viele Kunden befinden sich im Markt, wo verweilen sie wie lange, welche Wagen werden wie oft benutzt und wann müssen sie gewartet werden? Daraus können Unternehmen Handlungsempfehlungen ableiten sowie Rückschlüsse für das Warenangebot und die Marktgestaltung ziehen. Als über­geordnete Schaltzentrale können softwarebasierte Cloud-Lösungen fungieren: Alle Daten können vollständig zentral über ein Smart Device dargestellt, analysiert und ausgewertet werden.

Einen Schritt weiter gehen Smart Trolleys. Über ein Display inklusive Kamera mit KI-Funktion im Griff des digitalen Wagens erfassen Kunden an Ort und Stelle ihre Waren. Die Künstliche Intelligenz erkennt beim Hineinlegen, ob der Scanvorgang erfolgreich war bzw. ob der Artikel überhaupt gescannt wurde. Erfasste Produkte werden im digitalen Warenkorb auf dem Bildschirm angezeigt. Vor dem Bezahlen wird der Warenkorb per QR-Code auf das Smartphone des Kunden oder in die App des Händlers übertragen und kann dort per hinterlegtem digitalen Zahlungsmittel innerhalb weniger Sekunden bezahlt werden. Damit werden Anstehen sowie das Ein- und Auspacken der Waren an den Kassen hinfällig. Davon profitiert auch der Händler, denn dank der zugrundeliegenden Fast-Lane-Logik kann er einerseits die Flächenproduktivität in der Kassenzone steigern und zugleich sein Personal gezielt bei der Kundenberatung oder Sortimentspflege einsetzen.

Fazit

Händler müssen sich entscheiden, wie smart ihr Trolley sein soll. Ob mit konventionellem Pfandschloss und Münzfach versehen oder mit digitaler Scanmöglichkeit oder hybrid. So können Markt­betreiber alle Kunden – digitalaffine und konventionelle – gleichermaßen zufriedenstellen.

Der Einkaufswagen ist ein Schlüssel­element in der Customer Journey, da er zum Einkaufen im stationären Handel dazugehört. In ihm steckt großes Potential sowohl für Unternehmen als auch für Kunden. Denn als erster sowie letzter Berührungspunkt zwischen beiden Gruppen glänzt er als praktisches Transportmittel, beeinflusst die Kundenzufriedenheit und hilft die Marktprozesse zu optimieren.

EinkaufserlebnisFabian Baumeister
ist Leiter im Produktmanagement bei der Wanzl GmbH & Co. KGaA

Bildquelle: Wanzl GmbH

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