Datamanagement Mit optimierten Daten die richtige Basis schaffen

Das Gespräch führten Heiner Sieger und Alexander Zschaler. 4 min Lesedauer

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Die schnelle Verfügbarkeit zielgerichtet aufbereiteter Daten aus unterschiedlichen Quellen entscheidet, ob Unternehmen in Zukunft noch Erfolg haben und überleben werden, ist Alexander Zschaler überzeugt, Regional Vice President DACH, Zentral- und Osteuropa bei Fivetran.

(Bild:  rawpixel.com auf Freepik)
(Bild: rawpixel.com auf Freepik)

Welche Versäumnisse begehen Unternehmen beim Umgang mit Daten?

Alexander Zschaler: Was wir beobachten, ist dass das Bewusstsein nicht ausgeprägt ist, dass es so eine Lösung wie unsere überhaupt gibt. Ein „Do it yourself“, gleichsam auch teilweise Tool-gestützt, ist immer noch gängige Praxis. Auch der Einsatz von verschiedenen Tools in unterschiedlichen Abteilungen. Das möchten wir ändern: Unser Ziel ist es, die führende Ingest-Plattform zu sein, die zum Standard für die Integration aller im Unternehmen vorhandenen Daten in die jeweiligen Zielumgebungen wird. Wir haben eine Saas-Lösung, die hochautomatisiert arbeitet. Es ist schwierig, jemanden zu erreichen, der gar nicht nach dieser Lösung sucht. Viele Unternehmen haben noch das Grundvertrauen, dass man es selber besser machen könnte, da es ja die eigenen Daten sind. Es herrscht bisweilen noch eine gewisse Cloud-Angst vor, insbesondere bestehen Sorgen in Bezug auf die Sicherheit.

Der Chief Data Officer im Datamanagement

Brauchen Unternehmen einen Chief Data Officer?

Zschaler: Definitiv ja. Die Hauptaufgabe des Chief Data Officers besteht darin, Unternehmen bei der Erschließung strategisch wichtiger Daten zu unterstützen, deren Komplexität zu reduzieren und eine klare Datenstrategie zu entwickeln. Dies soll es dem Unternehmen ermöglichen, mithilfe der Daten fundiertere Entscheidungen zu treffen und gesteckte Ziele effizient zu erreichen. Unser Beitrag in diesem Prozess ist, die Komple­xität aus der Datenflut zu nehmen, die Daten aus verschie­denen Quellen nahtlos und in Echtzeit in Ihre jeweilige Des­tination zu konsolidieren.


Kann es sein, dass Unternehmen, die keinen Chief Data Officer haben, eine schwierige Zukunft bevorsteht?


Zschaler: Es wird zunehmend einfacher, den Zugang zu Daten zu finden und in analytische Zwecke einzubinden. Daher kann es künftig keine Ausrede mehr sein, es stünden keine oder nicht die richtigen Daten für bestimmte Fragestellungen zur Verfügung. Nur aus dem Bauch zu entscheiden, das war gestern. Es braucht jemanden, der eine Filterfunktion hat und in der Lage ist, die Sinnhaftigkeit der Daten zu challengen. Daher wird es künftig wahrscheinlich eher selten vorkommen, dass Unternehmen sich dem verschließen. Falls doch, könnte es für diese Unternehmen dann schwieriger sein, langfristig bestehen zu bleiben.


Unternehmen ohne Datenstrategie droht also das Aus?


Zschaler: In unserer heutigen datengetriebenen Welt ermöglicht das Zusammenführen spezifischer Datensätze die Vorhersage von Trends, insbesondere im Hinblick auf Verhaltensänderungen der Konsumenten. Dies ist für jedes Unternehmen von enormer Bedeutung, um zukunftsfähig zu bleiben und auf erfolgversprechende Entwicklungen zu setzen. Unsere Kunden sind genau diese visionären Unternehmen, die als Change-Agents agieren. Sie erkennen die Bedeutung von Daten als Schlüsselressource für die Zukunft und treiben deren Demokratisierung voran, was wiederum entscheidend für ihre Wettbewerbs­fähigkeit und ihr langfristiges Bestehen ist. Schon immer basierten unternehmerische Entscheidungen auf Daten, früher vielleicht mehr auf persönlicher Erfahrung und historischen Datenpunkten. Heute jedoch ist die Menge an verfügbaren Datenpunkten und deren zunehmende Objektivität das Neue und Revolutionäre in diesem Prozess.
 

Alle Daten an einem Platz integrieren

Welchen Mehrwert bieten Sie Unternehmen im Bereich Datamanagement?

 Zschaler: Wir unterstützen Unternehmen dabei, die stetig wachsende Menge an Daten aus verschiedenen Silos effizient in einem Modern Data Stack zu konsolidieren. Anstatt eine endlose Liste von möglichen Datenquellen separat zu integrieren, bieten wir diese Integration auf einer Plattform. So vereinfachen wir für Unternehmen den Prozess, neue Datenquellen zu akqui­rieren und nutzbar zu machen, ohne dass sie dafür zusätz­liche Fachkenntnisse benötigen. Mit über 450 sofort einsatzbereiten Konnektoren ermöglichen wir beispielsweise die Integration von Daten aus Salesforce und Facebook in weniger als mit SAP ERP-Daten in einem Cloud-Data-Warehouse. Wir agieren als eine Art Data-Mesh, auf das unsere Kunden zentral zugreifen können. Dies erlaubt beispielsweise einem Händler, sein Lagerbestands-Forecasting präziser durchzuführen oder die Preisanpassungen effizienter zu gestalten. Mit Fivetran geht es nicht mehr darum, Ihre Data Pipeline Infrastruktur aufzubauen, sondern sie direkt zu nutzen.

Der Weg zur optimalen Datenbasis

Alexander Zschaler, Regional Vice President DACH, Zentral- und Osteuropa bei Fivetran.(Bild:  Fivetran)
Alexander Zschaler, Regional Vice President DACH, Zentral- und Osteuropa bei Fivetran.
(Bild: Fivetran)

Was am Datamanagement lässt sich an einen Dienstleister wie Fivetran outsourcen, um eine optimale Datenbasis zu generieren?

Zschaler: Die effektive Integration externer Datenquellen erfordert einen hohen Grad an Automatisierung, wobei ein einfaches Click-and-Drop-Verfahren essentiell ist. Wir garantieren nicht nur die Verfügbarkeit der Daten, sondern ermöglichen auch deren effiziente Nachbearbeitung. Der Total Cost of Ownership (TCO) für unsere Kunden wird durch diese Automatisierung und Effizienz optimiert. Unser Team, bestehend aus 350 Data-Engineers im Backoffice, spezialisiert sich darauf, diverse Datenquellen zu erschließen und zugänglich zu machen.Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Integration von Daten aus den etablierten SAP-Systemen in moderne Cloud-Infrastrukturen, was eine deutlich effizientere Verarbeitung ermöglicht. Darüber hinaus unterstützt Fivetran Unternehmen bei der Bewältigung neuer Herausforderungen im Bereich Green Efficiency, wie der Analyse von Produktionskosten und der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks, durch fortschrittliche und umweltbewusste Datenmanagement-Lösungen.

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Wie findet man dabei den richtigen Partner und was sind wichtige Aspekte bei dessen Auswahl?

Zschaler: Es ist grundsätzlich wichtig zu schauen, welche Erfahrungen und Uses-Cases ein Anbieter vorweisen kann. Wir haben 8000 Kunden global. Innovationskraft und breite Auswahl an Konnektoren auf der Quellenseite sind ebenfalls ein Entscheidungskriterium. Dazu kommt das Commitment, als Partner auch die Uptime sicherzustellen. Eine größtmögliche Flexibilität bei der Anbindung ist auch wichtig, etwa in Echtzeit sicherzustellen, dass überall dieselben Versionsstände zur Verfügung stehen. Wir arbeiten mit allen Hyperscalern zusammen und stellen sicher, dass die Daten dahin kommen, wo sie hin sollen, ohne sie mehrfach anfassen zu müssen.