In einem Produktinformationsmanagement-System (PIM) können B2C- und B2B-Händler alle Merkmale ihrer Produkte in mehreren Sprachen und durch Assets angereicht speichern. Ein PIM-System bietet noch weitere Vorteile.
Die Daten aus dem Produktinformationsmanagement-System (PIM) lassen sich genau nach den Anforderungen der unterschiedlichen Marktplätze abrufen und einheitlich präsentieren. Die Vorteile zeigen sich schnell: keine Datenredundanz, einfacher Überblick über alle Daten, zentrale Verwaltung und einheitliche Darstellung auf allen Kanälen.
Aussagekräftige Informationen für den Kunden
Der Online-Handel nimmt immer mehr an Fahrt auf. Die Kunden, vor allem die Digital Natives, kaufen nicht mehr im Ladengeschäft, sondern erfreuen sich am schier unendlichen Produktangebot im Internet. Sie nutzen die unterschiedlichsten Verkaufskanäle, um sich bei Bedarf zu informieren und zu vergleichen. Er kauft dort, wo er die für ihn besten, passenden und umfassendsten Informationen erhalten hat.
Und er hat hohe Ansprüche: Die Produktmerkmale müssen eindeutig und überzeugend dargestellt und aussagekräftig sein, denn lange Zeit für die Suche oder gar Problemlösung möchte er nicht mehr investieren. Und gut aufbereitete und gezielte Daten je nach Produkt, die beim Endkunden Emotionen wecken, wie detaillierte Informationen, Videos und Bilder mit Rundum-Sicht usw., lösen letztendlich den Kaufimpuls aus.
Produktdaten erfassen und kundenspezifisch präsentieren
Der Anbieter sieht sich in diesem Wettkampf wie auf der Suche nach der Pole-Position. So muss zum Beispiel ein Fashion-Online-Shop jeden einzelnen seiner Modeartikel natürlich ausführlich beschreiben, die auf den Kunden zugeschnittenen Vorteile hervorheben, unterschiedliche Größen, Modelle und Farben und vieles mehr berücksichtigen. Schon allein dabei kann eine riesige Menge an Daten zusammenkommen, die es effizient zu verwalten und zu pflegen gilt. Darüber hinaus möchte der Kunden nun wissen, wie und wo er das Kleidungsstück tragen kann: Das Edel-Sakko eignet sich als Hochzeits-Outfit, aber über einer Jeans kann es als Business-Dress im Büro sowie zur After-Work-Party getragen werden.
Endlose Beispiele, alle unterlegt mit Fotos, Teasern, weiteren Assets, Preisen und zahlreichen weiteren Informationen, die den Kunden zum Kauf überzeugen. Ein Shop, der seine Waren international anbietet, muss alle diese Daten zudem in mehreren Sprachen hinterlegen. Und spätestens an dieser Stelle wird klar: Produktkataloge, Excel-Tabellen oder eine einfache Datenbank reichen für alle diese Informationen nicht mehr aus. Hinzu kommt, dass Fashion-Marken in den meisten Fällen zu einem beliebigen Point of Sales auf mehr als nur einem Kanal vertreten sind. Diese vielfältige Verfügbarkeit auf mehreren Kanälen bedeutet damit auch, dass die Bereitstellung der Produktdaten und Assets um ein Vielfaches nach oben skaliert werden muss.
Die Anforderungen des Omnichannel-Angebots
Aber das ist noch nicht das Ende der Geschichte: Sind alle Daten gesammelt, geht es an die Aufbereitung und Bereitstellung. Das klassische Printmedium zum Beispiel zur Auslage am Point-of-Sale und der Webkatalog sind dabei nur die einfachen Beispiele. Denn im großen Spiel der Webshops ringen zahlreiche Plattformen um die Aufmerksamkeit sowohl der Endkunden als auch der Händler, die ihre Waren hier präsentieren sollen.
Amazon, Zalando, Idealo, Otto, um nur eine Handvoll zu nennen, werben mit einfachen Anbindungsmöglichkeiten – seine Waren an den Mann zu bringen scheint zunächst ein Kinderspiel. Doch in der Realität fordert jede Plattform eigene Schnittstellen, Datenformate, Medienvorgaben und Produktdetails und präsentiert laufende Detail-Änderungen, die die Zusammenarbeit vermeintlich vereinfachen sollen. Der Händler kann dabei leicht den Überblick verlieren.
Vorteile von PIM – Produktinformationsmanagement
Neben einem ERP- oder Warenwirtschaftssystem benötigen moderne Händler daher heute eine Art Trichtersystem, in dem oben alle Daten „eingefüllt“ werden und unten je nach Marktplatz, Medium und Anforderung detailliert, kunden- und kanalspezifisch „herauslaufen“. Ein Produktinformationsmanagement-System („PIM-System“) fungiert als ein solcher Trichter. Hier werden alle erforderlichen Produktinformationen zentral gespeichert und können für die verschiedenen Ausgabemedien, also Vertriebskanäle wie Marktplätze, B2C, B2B, Social Media usw. aufbereitet werden. Das PIM-System liefert hier nach Vorgabe alle verfügbaren Daten des Herstellers zum Produkt. Die Vertriebskanäle können auf diese Produktdaten zugreifen und auf ihre Anwendungen zugeschnitten nutzen.
Auch für den B2B-Handel liegen die Vorteile eines PIM-Systems auf der Hand: So muss beispielsweise der Hersteller für Stoffe für die Automobilindustrie seine Produkte in den unterschiedlichsten Qualitäten, Farben, Bemaßungen und Verarbeitungsmöglichkeiten für all die Automarken und -modelle anbieten, die es auf der Welt gibt. Auch hier vereinheitlicht das PIM-System die Daten für alle Vertriebs-, Marketing- und Partnersysteme, die der Anbieter bedienen möchten – und das in allen Sprachen der Welt.
Stand: 16.12.2025
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Was ist bei der Einführung eine PIM-Systems zu beachten?
Die Einführung eines PIM-System amortisiert sich schnell, wenn folgende Kriterien berücksichtigt werden:
Im ersten Schritt sollten die Konzeption und Ausrichtung des Unternehmens analysiert werden. Welche IT-Infrastruktur wird verwendet? Welche Alt-Daten müssen eventuell migriert werden? Für einen reibungslosen Workflow müssen alle Systeme im IT-Ökosystem miteinander verzahnt werden.
Großes entsteht aus Kleinem: Das PIM-System muss skalierbar sein, damit es auch in jeder Entwicklungsphase des Unternehmens effizient genutzt werden kann.
Es muss an die Branche und die Anforderungen des Unternehmens anpassbar sein. Bei einem Unternehmen aus der Metallindustrie muss – im Gegensatz zum Fashion-Anbieter – der Fokus zum Beispiel auf technischen Produkten liegen und die Benutzererfahrung entsprechend maßgeschneidert sein.
Das System muss sich schnell, mühelos und mit festem Budget implementieren lassen, damit sich die Investition schnell amortisiert. Darüber hinaus muss es übersichtlich gestaltet und leicht zu bedienen sein.
Für den internationalen Markt müssen die Produktdaten in deutscher, englischer, russischer, chinesischer usw. Sprache importiert und verwaltet werden. Das System muss daher Unicode-fähig sein und alle Alphabete unterstützen. Damit wird die Lokalisierung, also die Anpassung an den Zielmarkt, zum Kinderspiel.
Nicht nur die Datenpflege muss benutzerfreundlich und flexibel sein. Die Daten müssen in die unterschiedlichsten Formate – von Printdokumenten und Webkatalogen über Webshops und Apps – ausgegeben werden. Auch hier ist es wichtig, dass alle Sprachen und Alphabete unterstützt werden.
Für eine reibungslose Implementierung in die Unternehmensstrukturen bieten PIM-Systeme Schnittstellen zu anderen Systemen wie ERP, CMS oder CRM. Dadurch greifen alle internen Systeme ineinander und ermöglichen einen effizienten Arbeitsablauf.
„Alles beginnt mit gewissenhaftem Datenmanagement und reichweitenstarker Sichtbarkeit für jedes Produkt“, erklärt die Gründerin von S.HE Business, Sandra Herdering. „Letztendlich entscheidet die Qualität der Daten sowie deren Bereitstellung darüber, wie Produkte und Unternehmen wahrgenommen werden.“ Eine PIM-Lösung steigert die Produktivität, erhöht die Conversion Rates, verringert die Markteinführungszeit und reduziert Retouren, weil die Kunden konsistent, aktuell und kanalspezifisch angesprochen werden können.