Produktinformationen Datenkonsistenz: So bremst diese die Digitalisierung aus

Verantwortliche:r Redakteur:in: Stefan Girschner 3 min Lesedauer

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Wie eine neue Studie von Akeneo zeigt, erzielen IT- und TK-Unternehmen inzwischen fast die Hälfte ihres B2B-Umsatzes über digitale Kanäle. Aber für knapp 60 Prozent bleibt die Datenkonsistenz von Produktinformationen über alle Kanäle hinweg die größte Herausforderung.

(Bild:  IDOL'foto/Adobe Stock)
(Bild: IDOL'foto/Adobe Stock)

Wie weit ist digitale Transformation der deutschen IT- und Telekommunikationsbranche? Laut einer aktuellen B2B-Studie von Akeneo, Anbieter von Lösungen für das Produktinformationsmanagement (PIM), rücken digitale Vertriebsstrategien in Deutschland zunehmend in den Fokus der Branche. Aber: Um hier weiter zu skalieren, bleibt die Datenkonsistenz im Bereich der Produktdaten über alle Kanäle hinweg in dem technologieaffinen Sektor für knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen eine der größten Herausforderungen.

Datenkonsistenz: Verbesserte Auffindbarkeit ihrer Produkte

Eine weitere Hürde ist offenbar die Komplexität der eigenen Produkte und deren Übersetzung in eine schlüssige Online-Präsentation. Jedes zweite Unternehmen ringt damit, technische Details und Produktvorteile in eine für den Kunden verständliche und attraktive Geschichte zu verpacken. Und schließlich sehen 38 Prozent in der Verbesserung der Online-Auffindbarkeit ihrer Produkte eine zentrale Aufgabe. Die Einhaltung sich ständig ändernder Vorschriften, wie beispielsweise der Digitale Produktpass (DPP) oder Informationen zur Produktherkunft, stellt immerhin für knapp ein Drittel der Unternehmen eine große Herausforderung dar.

Auch im B2B Sektor nimmt die Bedeutung digitaler Vertriebskanäle zu. Im letzten Geschäftsjahr generierten die befragten deutschen IT- und TK-Unternehmen durchschnittlich 43,6 Prozent ihres Gesamtumsatzes über digitale Kanäle. Dabei erzielten 26 Prozent zwischen 40 und 49 Prozent ihres Umsatzes über elektronische Vertriebskanäle, weitere 24 Prozent der Befragten zwischen 20 und 29 Prozent. Mit dem zunehmenden Fokus auf digitalen Vertrieb steigen auch die Anforderungen der B2B-Kunden an diese Kanäle und die Präsentation der Produkte. Alle befragten Unternehmen setzen dazu PIM-Lösungen ein.

Technologische Innovationen und zukünftige Aussichten

Um den B2B-Kunden auf den digitalen Kanälen eine ganzheitliche Einkaufserfahrung bieten zu können, setzen die befragten Unternehmen längst auch auf Hightech: 65 Prozent nutzen visuelle Konfigurations-Tools, jeweils 62 Prozent haben KI-Chatbots und sprachgesteuerte Suche implementiert. Generative KI kommt bei 59 Prozent der Unternehmen zum Einsatz – einerseits zur Übersetzung von Produktinformationen, andererseits aber auch um diese Informationen für die Kunden einfacher zu gestalten.

Der Aufwand, den die befragten Unternehmen für eine bessere Datenkonsistenz betreiben, ist beträchtlich, und entsprechend hoch sind die Erwartungen an das Ergebnis. Das sind die wichtigsten Zielsetzungen der Unternehmen:

  • Kundenloyalität und Wiederholungskäufe steigern (56 Prozent)

  • Den wahrgenommenen Produktwert erhöhen und höhere Preise durchsetzen (56 Prozent)

  • Die Conversion Rate steigern (47 Prozent)

  • Kundenanfragen und Supportaufwand reduzieren (44 Prozent)

  • Produktrücksendungen verringern (38 Prozent)

  • Upselling und Cross-Selling beschleunigen (35 Prozent)

Datenkonsistenz legt die Basis für den effizienten KI-Einsatz

Kristin Naragon ist Chief Strategy Officer bei Akeneo.(Bild:  Akeneo)
Kristin Naragon ist Chief Strategy Officer bei Akeneo.
(Bild: Akeneo)

Kristin Naragon, Chief Strategy Officer bei Akeneo, kommentiert die Ergebnisse: „Die aktuelle B2B-Umfrage bietet wichtige Einblicke in die sich verändernde Dynamik der IT- und Telekommunikationsbranche. Da B2B-Kunden zunehmend die gleichen nahtlosen Erfahrungen wie im B2C-Bereich erwarten, müssen sich Unternehmen schnell anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. In diesem Zusammenhang setzen Anbieter große Erwartungen in den Einsatz von KI, um automatisiert individuelle Kundenerlebnisse zu schaffen und sich so optimal in ihrem Markt zu positionieren. Nicht allen ist dabei bewusst, wie wichtig die Datenkonsistenz für den Erfolg ist. Nur wenn die Daten fehlerfrei, aktuell und strukturiert sind, können KI-Systeme ihr volles Potenzial entfalten und wirklich dabei helfen, den wachsenden Ansprüchen ihrer Kunden gerecht zu werden.“

Zur Methodik der Studie:  Die Studie zur Datenkonsistenz wurde im Auftrag von Akeneo von 3Gem durchgeführt. Ziel war es, die Herausforderungen und Chancen für B2B-Organisationen besser zu verstehen, insbesondere im Hinblick auf die digitale Transformation und Evolution in der B2B-Branche. Rund 650 Entscheidungsträger wurden in den USA und Europa befragt. Akeneo ist Lösungsanbieter für Product Information Management (PIM). So können Unternehmen eine konsistente Product Experience in ein Kundenerlebnis verwandeln.

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