Abwicklung des Kaufprozesses

Mobile und Social Commerce: Die Zukunft des Einkaufens ist mobil

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Sechs Tipps für den erfolgreichen Einstieg in Social Commerce

Mit Social Commerce entstehen Kaufentscheidungen nicht im klassischen Onlineshop, sondern an einem neuen Ort – in sozialen Netzwerken, eingebettet in Unterhaltung, Austausch und Community. Anstatt soziale Netzwerke nur als Marketing-Werkzeuge zu nutzen, verwandelt Social Commerce diese Plattformen in direkte Verkaufsstätten. Dies ermöglicht es den Nutzern, Produkte zu entdecken, zu bewerten und Käufe abzuschließen, ohne die jeweilige Plattform wie Instagram, Facebook und Tiktok zu verlassen.

Facebook und Instagram am beliebtesten: Auf welchen Plattformen hat Ihr Unternehmen ein Profil beziehungsweise einen Account?(Bild:  Bitkom)
Facebook und Instagram am beliebtesten: Auf welchen Plattformen hat Ihr Unternehmen ein Profil beziehungsweise einen Account?
(Bild: Bitkom)

Das Potenzial von Social Commerce erkennen auch immer Händler in Deutschland: So boten vergangenes Jahr bereits 27 Prozent der Handelsunternehmen in Deutschland ihren Kunden an, Bestellungen über Social-Media-Plattformen zu tätigen, so der Digitalverband Bitkom.

Doch auf welche sozialen Medien setzt der E-Commerce in Deutschland? Hier führen Facebook, Instagram und die beruflichen Netzwerke Linkedin und Xing die Rangliste an: Rund zwei Drittel der Händler verfügen über ein Profil bei Facebook (65 Prozent), und bei Instagram sind es etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent). Auf LinkedIn (42 Prozent) und Xing (40 Prozent) sind jeweils vier von zehn Händler präsent.

Strategien für Social Commerce

Eine durchdachte Strategie für Social Commerce ist entscheidend für den Erfolg von Onlinehändlern. Um das volle Potenzial dieser Vertriebskanäle auszuschöpfen, sollten Händler ihre Zielgruppe genau analysieren und die richtigen Plattformen auswählen. Zudem ist es wichtig, ansprechende und kreative Inhalte zu produzieren, die das Interesse der Kunden wecken und sie zur Interaktion anregen:

1. Zielgruppenanalyse

  • Identifikation der Zielgruppe: Verstehen, wer die Kunden sind, welche sozialen Medien sie nutzen und welches Kaufverhalten sie zeigen.
  • Personas erstellen: Entwickeln von Kunden-Personas, um die Kommunikationsstrategie zu definieren.

2. Plattformwahl

  • Auswahl geeigneter Plattformen: Konzentrieren auf die Plattformen, die am besten zur Zielgruppe passen, zum Beispiel Instagram, Facebook oder TikTok.
  • E-Commerce-Funktionen nutzen: Shopping-Funktionen dieser Plattformen einsetzen, um Produkte direkt zu verkaufen.

3. Kreativer Content

  • Visuelle Inhalte erstellen: Investieren in hochwertige Bilder und Videos, um eigene Produkte ansprechend zu präsentieren.
  • User-Generated Content: Kunden ermutigen, Inhalte zu erstellen und zu teilen, um Authentizität zu fördern.

4. Community-Building

  • Engagement fördern: Aktiv mit der Community interagieren –durch Kommentare, Umfragen und Gewinnspiele.
  • Influencer-Kooperationen: Mit Influencern zusammenarbeiten, um die Reichweite zu erhöhen und Vertrauen aufzubauen.

5. Verkaufsfördernde Maßnahmen

  • Exklusive Angebote: Spezielle Rabatte oder Angebote für Social-Media-Follower anbieten.
  • Live-Shopping-Events: Organisieren von Live-Streams, um Produkte in Echtzeit vorzuführen und Verkäufe zu steigern.

6. Analysen und Optimierung

  • Erfolgsmessung: Analyse-Tools nutzen, um den Erfolg der eigenen Kampagnen zu verfolgen, zum Beispiel Interaktionsraten und Verkaufszahlen.
  • Anpassungen vornehmen: Die eigene Strategie basierend auf den gesammelten Daten und Feedback regelmäßig optimieren.

Fazit

M-Commerce und Social Commerce sind weit mehr als ein Trend – sie sind die nächste große Welle im Einzelhandel. Händler, die in der digitalisierten Welt erfolgreich sein wollen, müssen sich darauf einstellen und „Mobile First“ und soziale Plattformen in ihre Geschäftsstrategien integrieren. So sind Plattformen wie TikTok oder Instagram keine reinen Marketingkanäle mehr, sie sind Teil der Kaufentscheidung. Produkte, die hier sichtbar werden, landen zunehmend direkt im Warenkorb.

Die Anpassung an die mobile Ära eröffnet nicht nur neue Märkte, sondern bietet auch die Möglichkeit, Kunden auf persönlichere und direktere Weise anzusprechen. Um in diesem sich ständig weiterentwickelnden Segment erfolgreich zu sein, ist es entscheidend, in Technologie und Innovation zu investieren, um ein Benutzererlebnis zu schaffen, das den Erwartungen der modernen Konsumenten entspricht.

Mobile Commerce – Mobile FirstKonstantin Pfliegl
ist leitender Redakteur für das e-commerce magazin und DIGITAL BUSINESS. Er verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung als Journalist für verschiedene Print- und Online-Medien.

Bildquelle: Bildquelle: Foto Marquart, Tutzing

[Update 5.2.2026: Der Artikel wurde aktualisiert und um das Thema Social Commerce ergänzt.]

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