Masterminds – e-commerce Magazin Podcast More Data, Less Ego: Wie Mozart Bett zur Umsatzrakete wurde

Das Gespräch führte Heiner Sieger 6 min Lesedauer

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Wie baut man als junger Unternehmer von Nordhorn aus millionenschwere E-Commerce-Marken auf? André Jonker, Gründer von Mozart Bett, verrät im Interview, wie er datengetriebenes Denken und eine kompromisslose Fehlerkultur zu seinem Erfolgsrezept mixte.

(Bild:  Comfort One)
(Bild: Comfort One)

André, du hast in Unternehmen mit lustigen Namen wie Rollrasen-Rudi, Holz-Harry, Hecken-Helge und Mozart Bett in wenigen Jahren jeweils achtstellige Umsätze erzielt. Inzwischen bist Du im E-Commerce ein richtiger Shooting-Star und schmeißt begehrte Partys auf der OMR. Erinnerst Du Dich überhaupt noch wie alles anfing?

André Jonker: Klar weiß ich das noch, und zwar ganz genau: Ich bin seit 2016 im E-Commerce und war davor schon unternehmerisch aktiv. Angefangen habe ich mit einer Werbeagentur in der Nähe von Münster. Wir haben Webseiten gebaut und damit das erste Geld verdient, um eigene Projekte zu starten. Aus dieser Dienstleisterrolle heraus haben wir peu à peu unsere Online-Marketing- und IT-Skills ausgebaut. Der Sprung in den E-Commerce gelang mit Rollrasen-Rudi, den ich mit einem Partner gegründet habe. Damals fiel uns auf, wie wenig digitalisiert die Branche war. Mit gezieltem SEO und einer Optimierung der Kaufprozesse haben wir uns schnell etabliert. Dasselbe Playbook haben wir später auf Holzprodukte und Hecken übertragen um eine Ergänzung zum Frühjahrsgeschäft mit dem Rollrasen aufzubauen. Mit jedem Projekt lernten wir, wie digitale Prozesse, standardisierte Abläufe und schlanke Teams einen Shop erfolgreich machen können. 2020 folgte schließlich Mozart Bett – aus dem Antrieb heraus, auch im Möbelbereich den Kaufprozess radikal zu vereinfachen.

Fehler gehören dazu und werden bei uns ausdrücklich akzeptiert. Anfangs vertrauten wir öfter der Intuition, was auch spannend war, aber datenbasierte Entscheidungen führen erwiesenermaßen zu besseren Resultaten.

André Jonker, Mitgründer und Geschäftsführer Comfort One

Du bist erst 31 Jahre alt und hast in weniger als einem Jahrzehnt Unternehmen mit beeindruckenden Wachstumsraten aufgebaut. Wie identifizierst du neue Marktchancen?

André Jonker: Das läuft bei uns datenbasiert ab. Mit meinen Co-Foundern scanne ich Märkte, indem wir das Suchvolumen im Google Keyword Planner analysieren. So bekommen wir ein Gefühl für saisonale Peaks und die tatsächliche Nachfrage. Bei Rollrasen-Rudi haben wir gemerkt, dass wir im Frühjahr ein extrem hohes Suchvolumen haben, das jahrzehntelang wenig bearbeitet wurde – ein klarer Indikator. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die Prozesse skalierbar bleiben und jeder Shop im Kern standardisierte Abläufe im Backend besitzt. So können wir mit wenig Personal mehrere Shops parallel fahren. Bei Mozart Bett haben wir die Wertschöpfung aber stärker inhouse gezogen und sind so noch unabhängiger geworden.

Hören Sie sich das ausführliche Interview mit André Jonker in unserem e-commerce Magazin Podcast an

Kunden sind das A und O für den Umsatz: Wie hast du in den unterschiedlichen Märkten schnell neue Kunden gewonnen?

André Jonker: Die Google-Suche war bei Rollrasen-Rudi, Holz-Harry und Hecken-Helge der wichtigste Kanal. SEO hat uns früh viele relevante Besucher gebracht. Wir haben Informationen bereitgestellt, die Kunden wirklich interessieren, wie etwa „Welcher Rollrasen passt in meinen Garten?“ oder „Wie verlegt man Rollrasen?“. Gute Google-Platzierungen haben den Shop schnell sichtbar gemacht. Als wir das erste Budget hatten, setzten wir gezielt profitabel Werbung ein. Diese Methoden adaptierten wir auch für die anderen Projekte. Am Ende war alles sehr Google-lastig, aber das hat bestens für uns funktioniert.

DER GESPRÄCHSPARTNER

André Jonker, Jahrgang 1993, ist Mitgründer und Geschäftsführer der Comfort One GmbH (Mozart Bett) mit Sitz in Nordhorn. Zuvor baute er die erfolgreichen E-Commerce-Marken Rollrasen-Rudi, Holz-Harry und Hecken-Helge mit auf. Zusammen mit seinen Co-Foundern wurde er zum Experten für datengetriebenes Company Building und digitale Markenentwicklung. Mit Mozart Bett erzielte sein Team einen Umsatz von 25 Millionen Euro binnen drei Jahren – und das ohne externe Investoren.

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(Bild: Comfort One)

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