Bis zu 80 Prozent Emissionen einsparen Nachhaltige E-Commerce-Verpackungen: Mehrweg und Verzicht auf Kartons

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Wie können nachhaltige E-Commerce-Verpackungen aussehen? Eine Studie der Bundesvereinigung Logistik zeigt, dass etwa Versandtaschen im Vergleich zu Standardkartons bis zu 80 Prozent der Emissionen einsparen.

(Bild:  © Pixel-Shot/stock.adobe.com)
(Bild: © Pixel-Shot/stock.adobe.com)

Wie lassen sich Verpackungen im E-Commerce nachhaltiger gestalten? Dieser Frage ging der Themenkreis E-Commerce in der Bundesvereinigung Logistik (BVL) zusammen mit dem Unternehmen 4flow in der Studie „Verpackung im E-Commerce nachhaltig gestalten“ nach. Untersucht wurden Versandverpackungen im Onlinehandel hinsichtlich Kosten, Umweltauswirkungen und Praxistauglichkeit. Heraus kamen interessante Zahlen und konkrete Handlungsempfehlungen für nachhaltige E-Commerce-Verpackungen.

Versandtaschen statt klassische Kartons und Mehrwegverpackungen

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie: Standardkartons sind nicht immer optimal. So verursachen Kartons aus Pappe oft höhere Kosten und Emissionen. Versandtaschen aus Papier oder Kunststoff können im Vergleich zu Standardkartons bis zu 80 Prozent der Emissionen der Verpackung einsparen.

Zudem lohnt sich für E-Commerce-Händler ein Blick auf die Größenoptimierung der Versandverpackung. Die Empty-Space-Ratio (ESR) liegt aktuell – je nach Produktsegment – bei durchschnittlich 30 bis 40 Prozent. Das führt zu unnötigem Material- und Platzverbrauch. 

Onlinehändler sollten zudem den Versand von Waren in der Produktverpackung prüfen. Diese Option minimiert Verpackungsmaterial vollständig, ist jedoch nur für etwa 30 Prozent der Produkte realistisch und bedarf einer engen Abstimmung mit den Produktherstellern. Besonders im Mode-Segment – mit einer Retourenquote von 44 Prozent – und bei hochpreisigen Gütern ist das jedoch oft nicht praktikabel.

Mehrwegverpackungen bieten ökologische Vorteile: Mehrwegboxen erreichen der Studie zufolge den Break-even emissionsseitig bereits ab fünf Zyklen, Mehrwegbeutel ab sieben Zyklen. Kostenseitig sind sie jedoch aufgrund der Rückführung unweigerlich mit Mehrkosten verbunden, die von Kunden oder dem Handel zu tragen sind.

Die Studie zeigt, dass nachhaltige Verpackungslösungen sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile bieten können. Die Wahl der optimalen Verpackung hängt jedoch stark von individuellen Faktoren wie Produktportfolio, Sendungsvolumen und der Bereitschaft zu Investitionen in neue Technologien ab. 

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