Weniger Verpackungsvolumen Nachhaltigkeit im E-Commerce: Amazon setzt auf individuelle Verpackungen

Verantwortliche:r Redakteur:in: Konstantin Pfliegl 1 min Lesedauer

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Amazon möchte das Verpackungsvolumen von Millionen von Lieferungen reduzieren. Hierfür sollen auch erstmals in Europa Maschinen zur Herstellung maßgeschneiderter Kartons zum Einsatz kommen.

(Bild:  Amazon)
(Bild: Amazon)

Die EU-Verpackungsverordnung  (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) stellt den E-Commerce vor Herausforderungen. Die PPWR hat zum Ziel, den Verpackungsverbrauch und -abfall zu senken und schreibt beispielsweise vor, dass Gewicht und Volumen von Verpackungen auf das für die Funktionalität notwendige Minimum zu reduzieren sind. Das sorgt für einen doppelten Vorteil: Passgenau Pakete schonen die Umwelt – senken aber auch die Kosten. Damit künftig mehr Bestellungen in passgenauer Verpackung beim Kunden ankommen, investiert Amazon in neue Verpackungstechnologien.

Hierfür sollen in den kommenden drei Jahren erstmals auch in europäischen Logistikzentren des Online-Riesen Maschinen zur Herstellung maßgeschneiderter Kartons zum Einsatz kommen. Bis Ende 2025 kommen mehr als 70 Maschinen nach Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien – davon allein über 30 nach Deutschland. Weitere folgen bis 2027.

Passgenau Verpackungen für Amazon-Lieferungen

Maßgeschneiderte Kartons verwendet Amazon für schwerere oder zerbrechliche Artikel, die mehr Schutz benötigen. Die Technologie basiert auf Automatisierung und präziser Messtechnologie: Mitarbeiter legen das Produkt in eine Maschine, die mithilfe von Sensoren die Abmessungen misst. Anschließend produziert sie einen passenden Karton.

Darüber hinaus haben die Verpackungsingenieure von Amazon eine Maschine, die ursprünglich Plastikumschläge herstellte,  so umgerüstet, dass sie maßgeschneiderte Papiertüten schneiden kann. Sensoren erkennen die Abmessungen eines Produkts, und die Maschine erstellt dann aus strapazierfähigem, wetterbeständigem Papier eine passgenaue Schutzverpackung. Durch den Einsatz dieser Maschinen sollen sich durchschnittlich mehr als 26 Gramm Verpackungsmaterial pro Sendung einsparen lassen. Die verwendeten Papiertüten sind dabei bis zu 90 Prozent leichter als Kartons ähnlicher Größe.

Zudem setzt Amazon auf kleinere Versand-Aufkleber. Der sogenante Universal Robotic Labeller ist eine Hochgeschwindigkeits-Etikettiermaschine, die kleinere Etiketten – 75 Prozent kleiner als herkömmliche Labels – auch auf unregelmäßig geformte Produkte aufbringen kann. Die Versandlabels lassen sich auch auf Produkte anbringen, die in ihrer Originalverpackung versendet werden.

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