Die Umsetzung von Nachhaltigkeit und Transparenz führt zu Wettbewerbsvorteilen. Rewe, Otto, Kühne+Nagel und weitere Anbieter präsentierten beim diesjährigen Sustainability osapiens Summit aktuelle Lösungen für resiliente und regelkonforme Lieferketten.
(Bild: Osapiens)
One Planet. One Hub. One Event. Unter diesem Leitbild brachte osapiens über 2.200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Technologie beim Sustainability osapiens Summit am 14. Mai 2025 im Rosengarten in Mannheim zusammen. Im Zentrum des Summits stand die Frage, wie aus Regulierungen strategische Chancen werden – und wie Nachhaltigkeit und Transparenz zu echten Wettbewerbsvorteilen ausgebaut werden können. Der Summit setzte damit ein deutliches Signal: Trotz aktueller Debatten wie der EU-Omnibus-Initiative ist Nachhaltigkeit nicht auf dem Rückzug, sondern gewinnt weiter an Relevanz. Immer mehr Unternehmen gehen über reine Compliance hinaus – sie stellen sich strukturell nachhaltiger auf und nutzen regulatorische Anforderungen als Hebel für Effizienz, Resilienz und Wachstum.
Nachhaltigkeit messbar und steuerbar machen
Über 150 Sprecher gestalteten den SoS.25 mit Vorträgen, Panels und praxisnahen Deep-Dive-Sessions. In über 20 thematisch fokussierten Tracks erhielten die Teilnehmer Einblicke in aktuelle und kommende Regulierungen wie CSRD, EUDR, EU-Taxonomie, CBAM, NIS2, Product Compliance und Traceability – ergänzt durch branchenspezifische Use Cases zur Nachhaltigkeit. Neben führenden Unternehmen wie Rewe Digital, Neumann Kaffee Gruppe, Otto und Kühne+Nagel gaben auch Organisationen wie Goldman Sachs Sustain, Unido, Efrag, Global G.A.P., KPMG und GS1 Impulse. Die zentrale Frage, die sich durch alle Formate zog: Wie wird Nachhaltigkeit konkret messbar, steuerbar – und zum differenzierenden Wettbewerbsvorteil?
Bundesminister a. D. Cem Özdemir im Gespräch mit Alberto Zamora, CEO von osapiens.
(Bild: osapiens)
Zum Auftakt des Summits sprach Bundesminister a. D. Cem Özdemir in seiner Keynote zum Thema „Warum Nachhaltigkeit ein strategischer Vorteil ist“ darüber, dass Unternehmen Nachhaltigkeit nicht länger als Belastung, sondern als Investition in Zukunftsfähigkeit verstehen müssen. Gerade in einem geopolitisch und wirtschaftlich herausfordernden Umfeld sei es entscheidend, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen – insbesondere für den Mittelstand. Lösungen müssten praktikabel, bezahlbar und skalierbar sein.
Teresa Ribera, Exekutiv-Vizepräsidentin für Sauberen, Fairen und Wettbewerbsfähigen Wandel bei der Europäischen Kommission, betonte in ihrer Rede die strategische Bedeutung digitaler Lieferketten- und Unternehmensdaten für Europa: Sie seien Grundlage für Transparenz, Innovationsfähigkeit und wirtschaftliche Unabhängigkeit – und damit für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents.
Unternehmen zeigen: Nachhaltigkeit ist mehr als Compliance
Beim Founders Talk diskutieren Stefan Wawrzinek, Matthias Jungblut und Alberto Zamora über Strategien der Nachhaltigkeit (v.l.n.r.).
(Bild: osapiens)
Rewe Digital veranschaulichte, wie sich regulatorische Anforderungen wie die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) als Treiber für die Optimierung interner Prozesse nutzen lassen. Tommy Stellmacher, Director Procurement Solutions, berichtete, wie Rewe mit dem osapiens Hub eine produktbasierte Betrachtung etabliert hat. Dadurch konnten manuelle Bearbeitungsschritte halbiert und die Anzahl der Informationsanfragen an Lieferanten um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Die Folge sind weniger Schnittstellen, schnellere Entscheidungen und eine deutlich gesteigerte operative Effizienz.
Gemeinsam mit osapiens startet Otto eine strategische Co-Innovation, um Unternehmen dabei zu unterstützen, die wachsenden regulatorischen Anforderungen im Bereich Product Compliance effizient, nachhaltig und zukunftssicher zu erfüllen. Dazu gehören der digitale Produktpass (DPP), die EU-Batterieverordnung und die Produktsicherheitsverordnung (General Product Safety Regulation, GPSR). Alexander Rhetz, Head of Quality & Compliance Management, betonte die Bedeutung eines zentralen Daten-Backbones: „Wir schaffen eine durchgängige Sicht auf unsere Produkte – von der regulatorischen Bewertung bis hin zur Einbindung in strategische Lieferantenentscheidungen.“
Transparenz in die Lieferkette bringen
Alberto Zamora, Co-Gründer und CEO von osapiens, spricht auf dem Sustainability osapiens Summit.
(Bild: osapiens)
Auch Kühne+Nagel betonte, wie wichtig Transparenz in der Tiefe der Lieferkette ist – bis zur letzten Lieferantenstufe (Tier-n). Mithilfe des osapiens Hub hat das Unternehmen Risikoprofile automatisiert erstellt und eine standardisierte Lieferantenbewertung eingeführt. Die digitale Durchdringung hilft dabei, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und gezielte Maßnahmen abzuleiten. Dies ist ein entscheidender Schritt, um globale Logistiknetzwerke widerstandsfähiger und gleichzeitig effizienter zu gestalten.
Alberto Zamora, Co-Gründer und CEO von osapiens, erklärte: „Transparente Lieferketten sind das wichtigste Asset für Unternehmen. Mit den richtigen Informationen können sie drei wichtige Ziele erreichen. Kurzfristig gewinnen sie an Resilienz und Flexibilität, um auf Krisen und Unplanbarkeiten zu reagieren. Mittelfristig sind sie in der Lage, schnell und verlässlich ihre Compliance mit kommenden Regulierungen nachzuweisen. Langfristig werden die Unternehmen nicht nur resilienter, sondern auch zu Katalysatoren für nachhaltige Investitionen.“
Stand: 16.12.2025
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Transparente Lieferketten sind das wichtigste Asset für Unternehmen. Mit den richtigen Informationen können sie drei wichtige Ziele erreichen.
Alberto Zamora, osapiens
osapiens Hub als Plattform für nachhaltiges Wachstum
Um diesen Wandel weiter voranzutreiben, erweitert osapiens die skalierbare, und KI-basierte Plattform Hub um neue Module für mehr Effizienz und Transparenz. Die Plattform verknüpft Daten aus internen und externen Systemen, standardisiert sie intelligent und reduziert manuelle Aufwände. Zu den neuen Lösungen gehören:
Das osapiens Hub Reporting Cockpit bietet eine einheitliche Schnittstelle, um Nachhaltigkeitsdaten aus verschiedenen Quellen zu erfassen und zu verwalten. Es verknüpft wichtige Kennzahlen – wie Emissionen, Energieverbrauch oder Lieferantendaten – in einer zentralen Ansicht über automatisierte Workflows. So bleiben KPIs aktuell, strukturiert und vollständig an Reporting-Anforderungen angepasst. Das Cockpit bietet eine konsolidierte Übersicht über die wichtigsten Nachhaltigkeits-KPIs für Rahmenwerke wie VSME, GRI, SASB, CSRD oder Corporate Carbon Footprint (CCF).
Der osapiens Hub for Supplier Relationship Management ermöglicht Unternehmen ein deutlich schnelleres Onboarding neuer Lieferanten und die zentrale Verwaltung sämtlicher relevanter Lieferantendaten an einem Ort.
Der osapiens Hub for Supplier Risk Management unterstützt Unternehmen dabei, Lieferantenrisiken früh zu identifizieren, zu bewerten und zu minimieren. Unternehmen erhalten Transparenz über alle Lieferantenebenen, nutzen KI-gestützte Risikoanalysen und vereinfachen die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. KI-gestützte Echtzeitanalysen ermöglichen überwachen globale Ereignisse, Cybersecurity-Bedrohungen, geopolitische Risiken und Sanktionen für einen ganzheitlichen Überblick über die Risikolandschaft.
Audit Management: Mit dem aktualisierten Tool lassen sich Audits digital planen, simulieren und revisionssicher dokumentieren. Integrierte Prüflogiken, eine zentrale Zertifikatsverwaltung und skalierbare Eskalationspfade sorgen für maximale Prozesssicherheit.