Mit dem Page Experience-Update erhält die Ladezeit eines Onlineshops als Bestandteil des Rankings eine noch größere Bedeutung. Mit einem leistungsfähigen Webserver können Online-Händler den Pagespeed und damit auch ihre Platzierung in den Suchergebnissen positiv beeinflussen.
(Quelle: Kaspars Grinvalds-Adobe Stock)
Seit Ende August 2021 ist Googles Page Experience-Update abgeschlossen und aktiv. Dadurch sollen sich Signale zur Nutzerfreundlichkeit von Websites oder Ihres Onlineshops auf die Positionierung in der organischen Suche auswirken. Durch das Update wird die Wichtigkeit von Interaktionen eines Nutzers und deren Auswirkung auf das Ranking, neben Faktoren aus der On-Page- und Off-Page-Optimierung, nochmals unterstrichen.
Die Core Web Vitals als wichtiger Bestandteil des Updates können durch performantes Hosting positiv beeinflusst werden. Jede Metrik bildet eine bestimmte Facette des Nutzererlebnisses ab, die gemessen werden kann und eine reale Nutzererfahrung widerspiegelt:
Largest Contentful Paint: Renderzeit des Hauptcontents einer Seite
First Input Delay: Zeit bis zur Interaktivität
Cumulative Layout Shift: visuelle Stabilität
Die Werte können Sie beispielsweise über die Pagespeed Insights ermitteln. Dafür muss nur die URL eingegeben werden. Gemessen wird die Leistungsfähigkeit für die Desktop- und Mobilversion mittels Lab- und Felddaten. Die ermittelten Kennzahlen werden anhand einer dreistufigen Skala von gut (90-100) über Verbesserungsbedarf (50-89) bis mangelhaft (0-49) bewertet. 75 ist von Google aus, der empfohlene Zielwert. Zusätzlich werden in der Auswertung Optimierungsmöglichkeiten aufgelistet.
Pagespeed Optimierung: Wie können Online-Händler die Ladezeit ihres Shops verbessern?
Der Pagespeed ist nicht erst seit diesem Update ein entscheidender Faktor. Je schneller und leistungsfähiger Ihr Onlineshop ist, desto positiver ist die User Experience. Das wirkt sich wiederum positiv auf Ihre Conversion Rate aus. Ties Dethlefs, Teamleiter Support bei der Timme Hosting GmbH & Co. KG: „Um die Ladezeit zu verbessern, denken viele Betreiber zunächst an technische Optimierungen wie Bild- und gzip-Komprimierung oder Caching. Doch auch das richtige Webhosting spielt eine wichtige Rolle, denn ein hochperformanter Server verbessert die Ladezeit nachhaltig.“ Es kann sich daher lohnen, die eingesetzten Technologien zu vergleichen.
High-Performance Webserver
Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl ist die Server-Performance mit einer hohen Leistungsfähigkeit, Stabilität sowi Flexibilität. Bei der Leistung ist der größte limitierende Faktor der Arbeitsspeicher. Hier setzen hochperformante Webserver wie nginx an. Im Gegensatz zu anderen Webservern arbeitet nginx eventbasiert und bearbeitet alle Anfragen in einem oder wenigen Threads. Obwohl eventbasierte Server also gleichzeitig mehr Requests pro Sekunde beantworten, benötigen sie wesentlich weniger RAM und CPU-Leistung. Anders als bei prozessbasierten Servern, die für jede simultane Verbindung einen Thread und damit wesentlich mehr Arbeitsspeicher benötigen. Gerade bei hoher Last verringert sich dann stark die Leistungsfähigkeit.
Festplattentechnologie und Serveroptimierung
Weiterhin ist der eingesetzte Festplattentyp wichtig. Online-Händler sollten mindestens auf SSD-Festplatten setzen, denn sie sind im Vergleich zu HDDs wesentlich leistungsfähiger. „Eine noch bessere Performance weisen NVMe-SSDs auf, die sich speziell für last- sowie datenbankintensive Webanwendungen eignen“, so Dethlefs.
Darüber hinaus sollten Sie den Webserver selbst für den Pagespeed optimieren. Allen voran sollten Sie die Serverauslastung kontinuierlich beobachten, um Bottlenecks vorzubeugen. Um Lastspitzen durch Aktionstage oder TV-Auftritte optimal zu überbrücken, bietet sich der Einsatz eines flexibel skalierbaren Servers an, bei dem Sie die benötigte Performance an Ihrem – zu erwartenden – Traffic ausrichten. Zudem sollten Sie serverseitiges Caching verwenden sowie HTTP/2 aktivieren. Dethlefs: „Außerdem können verschiedene, vom Hoster bereitgestellte, Module unterstützen, die zum Beispiel die Verkleinerung von CSS und JavaScript Dateien beinhalten.“
Pagespeed Optimierung – Intelligentes High-Performance Hosting in der Praxis
Dass sich ein Vergleich lohnen kann, zeigt das Beispiel von Webdesigner Oliver Bock. Er suchte nach Verbesserungsoptionen für die Performance seiner Firmenwebsite nachdem gängige Maßnahmen nicht zum Erfolg führten. Dafür stellte er die Hypothese auf, dass eine Performance-Steigerung eventuell mit einem anderen Hosting möglich ist.
Zur Überprüfung nutzte er einen Testaccount bei Timme Hosting, einem nginx-Hoster, und sah seine Annahme nach verschiedenen Tests bestätigt, denn sowohl die Gesamt-Ladezeit der mobilen als auch der Desktop-Version haben sich um 33 Prozent beziehungsweise 29 Prozent verbessert.
Stand: 16.12.2025
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Fazit
Welcher Webserver der Richtige ist, hängt vom Bedarf Ihres Shops hinsichtlich Speicherkapazitäten, PHP-Memory-Limit, Datenbanken, etc. ab. Viele Webhoster bieten Testaccounts an, die Händler nutzen sollten, da kein Onlineshop dem anderen gleicht.
Die Systeme sind vielfältig und technisch umfangreich, sodass Sie vor einem Wechsel sicherstellen sollten, dass die benötigte Performance bereitgestellt werden kann. „Die Investition in einen High-Performance Webserver lohnt sich, wenn Sie einen gut bis stark frequentierten Shop anstreben, der auch bei Lastspitzen zuverlässig laufen soll“, so Ties Dethlefs abschließend.
(Bild: Timme Hosting GmbH & Co. KG)
Maßnahmenauswahl zur Pagespeed Optimierung auf einen Blick
Server- und Browserseitiges Caching richtig einstellen
Bildkomprimierung
Verkleinerung von CSS und JavaScript Dateien
Serverseitige Komprimierung mit GZIP oder Brotli
Leistungsfähigen bzw. High-Performance Webserver nutzen
Mindestens SSD-Festplatten einsetzen
Aktivierung von HTTP/2
Quellcode verbessern
Vergleichstabelle für die mobile Version der Firmenwebsite
von Webdesigner Oliver Bock
Bock Webdesigner
Werte ohne High-Performance Webserver
Werte mit High-Performance Webserver (ohne PageSpeed-Modul)
Werte mit High-Performance Webserver (mit PageSpeed-Modul)
Der Autor Falko Timme ist seit mehr als 20 Jahren in den Bereichen Webhosting, Linux-System-administration und Programmierung aktiv und maßgeblich an der Entwicklung von ISP Config beteiligt. 2012 gründete er Timme Hosting und hat sich auf nginx spezialisiert.