Der Black Friday markiert mit dem nachfolgenden Weihnachtsgeschäft für viele Onlinehändler die umsatzstärkste Zeit des Jahres. In Vorbereitung auf die Peak-Season gibt es für Händler Einiges zu beachten: von UX-Analysen, Last-Tests, Service-Level-Agreement (SLA) über SEO- sowie Content-Marketing und SEA.
(Bild: Freepik)
Dieses Jahr ist es Freitag, der 29. November 2024, mit dem traditionell das bevorstehende Weihnachtsgeschäft eingeläutet wird. Damit Onlinehändler davon profitieren können, ist es wichtig, sich frühzeitig mit der eigenen Digitalstrategie zur Peak-Season auseinanderzusetzen.
Zukunftsorientiertes E-Commerce-System für die Peak-Season
Elementar ist dabei der Einsatz eines leistungsstarken, flexiblen und zukunftsorientierten E-Commerce-Systems. Nutzungsfreundliche CMS-Funktionalitäten, eine einfach zu bedienende Administration, ein modernes, responsives Design und hervorragende Performance (User reagieren empfindlich auf lange Wartezeiten) sollten ebenfalls in die Auswahl des E-Commerce-Systems einfließen. Für das E-Commerce-Team im Unternehmen sollten Inhalte der Content- und Shop-Seiten bequem und einfach zu verwalten sein. Es empfehlen sich zudem API-zentrierte Systeme, die Drittsysteme nahtlos einbinden, sodass Produkte und Bestellungen problemlos importiert bzw. exportiert werden können.
Status quo und Machbarkeitsanalyse
In Vorbereitung der Nutzer-Peak-Tage wäre ein Proof of Concept (PoC) des Online-Shops empfehlenswert. Mit der technischen Expertise und durch das methodische Know-how von Digital-Agenturen lassen sich vorhandene Online-Shopsysteme oftmals in Hinblick auf Usability und User Experience optimieren. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anwendungsentwicklungen, die mit ihren Features das Einkaufserlebnis von Onlineshops verbessern und zugleich Kosten und damit Ressourcen beim Händler einsparen.
Können Ihre Kunden zum Beispiel eine bereits getätigte Bestellung im Nachhinein selbstständig ändern oder stornieren? Ein entsprechendes Feature in Ihrem Shopsystem wird den Kundensupport massiv entlasten! Wichtig ist dabei, dass alle System-Aktualisierungen und Updates unbedingt vor den Nutzer-Peak-Tagen durchgeführt werden. In der Peak-Season sollte stattdessen ein größtmöglicher Code-Freeze eingehalten werden.
Systemstabilität und Hosting-Power während der Peak-Season
Systemstabilität und Hosting-Power sind entscheidend. Am Black Friday können viele simultane Anfragen auf einer Website zu einer Belastung oder sogar zum Absturz führen. Die Server müssen ein hohes Datenvolumen verarbeiten können, ohne dass die Seitengeschwindigkeit darunter leidet. Ladezeiten von unter drei Sekunden müssen eingehalten werden, alles andere führt zu Kosten durch Absprungraten und dadurch sinkende Einnahmen.
Last-Tests sind im Vorfeld zu absolvieren, und es muss sichergestellt sein, dass bei Bedarf Kapazitäten beim jeweiligen Hosting-Anbieter kurzfristig erhöht werden können. Ein entsprechendes Service-Level-Agreement mit einem Dienstleister bzw. einer Digital-Agentur stellt eine 24/7 Betreuung sicher. Der Dienstleister kann im Bedarfsfall schnell Fehler im System beheben oder Hosting-Kapazitäten anpassen.
Online-Marketing: SEO ist und bleibt unerlässlich
Neben den technischen Voraussetzungen muss das Online-Marketing optimal für eine erfolgreiche Peak-Season vorbereitet werden. Wie bereits bei Software und Engineering gilt auch im Marketing: Eine frühe Planung ist der Schlüssel zum Erfolg! Kunden beginnen bereits Wochen vor dem Black Friday damit, Angebote zu recherchieren. Genau deshalb führt auch zur Peak-Season kein Weg an der klassischen Suchmaschinenoptimierung vorbei. Die Seiten mit Angeboten zu Black Friday, Cyber Monday & Co. sollten frühzeitig im CMS erarbeitet und erstellt werden. So besteht ausreichend Zeit, dass Suchmaschinen wie z.B. Google die Seite crawlen und indexieren können.
Durch SEO lässt sich aber nicht nur die Sichtbarkeit erhöhen, vielmehr fördert sie die Entwicklung benutzerfreundlicher Websites, was wiederum die Zufriedenheit und die Verweildauer der Nutzer erhöht. SEO optimierte Websites landen auf den oberen Plätzen bei Suchergebnissen und steigern die Glaubwürdigkeit bzw. werden von Usern als vertrauenswürdiger wahrgenommen. Last but not least wird durch SEO zielgerichteter Traffic generiert und die Conversion-Rate verbessert. Die Optimierung des Online-Shops nach SEO-Kriterien sollte daher eine feste Größe des Marketing-Budgets sein. Informativer Content rund um den Black Friday mit Fokus-Keyword und relevanten Neben-Keywords sind elementar.
Werbekampagnen und SEA in der Peak-Season
Sobald die Keywords optimiert sind, werden die Kampagnen vorbereitet. Das Angebot muss einfach zu verstehen sein und darf max. zwei Werbebotschaften beinhalten. Größtmögliche Aufmerksamkeit werden mit Bannern und Visuelles erzielt. Auch hier gilt: Die Banner sollten das Angebot kurz, prägnant und glaubwürdig wiedergeben, denn der User verweilt durchschnittlich nur 1,5 Sek auf den Creatives. Mit der richtigen Anzeigenstrategie wird zudem ein Spannungsbogen aufgebaut.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Eine Möglichkeit ist, das Verknappungsprinzip oder das Dringlichkeitsbewusstsein durch eine Countdown-Anzeige wie z.B. „nur noch X-Tage verfügbar” zu stärken. Anzeigenerweiterungen sollten gezielt eingesetzt werden, um relevante Informationen wie Lieferung, Preis, Rabatt etc. in die Anzeigen aufzunehmen. Je mehr Anreize geschaffen werden, desto höher die Klick- und Kaufwahrscheinlichkeit. Zusätzlich ist es empfehlenswert, in Anzeigen auf den Weihnachtsendspurt aufmerksam zu machen. Da der Traffic und Wettbewerb zum Black Friday erheblich zunehmen, müssen relevante Kampagnen immer über ausreichend Tagesbudget verfügen. Es muss gewährleistet sein, die Budgets und Gebote effizient anzupassen.
Frühzeitig in interne und externe Expertise investieren
Die Peak-Season fordert umfängliche Maßnahmen in unterschiedlichen Disziplinen. Flankierende Maßnahmen wie Social-Media-Kampagnen würden an dieser Stelle noch einen eigenen Beitrag zum Black-Friday rechtfertigen. Festzuhalten bleibt: Die technologische Entwicklung setzt sich kontinuierlich fort und ist durch den Einsatz neuer Technologien wie KI geprägt. Um Erfolge an Nutzer-Peak-Tagen im Onlinehandel zu maximieren, sollte frühzeitig in entsprechende Expertise (intern und extern) investiert werden.
Lutz Jurkat ist Geschäftsführer des Agenturnetzwerks Grow Digital Group.