Umsatzstarke Zeit Peak-Season managen: Marketing trifft auf Hosting-Power

Ein Gastbeitrag von Lutz Jurkat 4 min Lesedauer

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Der Black Friday markiert mit dem nachfolgenden Weihnachtsgeschäft für viele Onlinehändler die umsatzstärkste Zeit des Jahres. In Vorbereitung auf die Peak-Season gibt es für Händler Einiges zu beachten: von UX-Analysen, Last-Tests, Service-Level-Agreement (SLA) über SEO- sowie Content-Marketing und SEA. 

(Bild:  Freepik)
(Bild: Freepik)

Dieses Jahr ist es Freitag, der 29. November 2024, mit dem traditionell das bevorstehende Weihnachtsgeschäft eingeläutet wird. Damit Onlinehändler davon profitieren können, ist es wichtig, sich frühzeitig mit der eigenen Digitalstrategie zur Peak-Season auseinanderzusetzen.

Zukunftsorientiertes E-Commerce-System für die Peak-Season

Elementar ist dabei der Einsatz eines ­leistungsstarken, flexiblen und zukunftsorientierten E-Commerce-Systems. Nutzungsfreundliche CMS-Funktionalitäten, eine einfach zu bedienende Administra­tion, ein modernes, responsives Design und hervorragende Performance (User reagieren empfindlich auf lange Wartezeiten) sollten ebenfalls in die Auswahl des E-Commerce-Systems einfließen. Für das E-Commerce-Team im Unternehmen sollten Inhalte der Content- und Shop-Seiten bequem und einfach zu verwalten sein. Es empfehlen sich zudem API-zentrierte Systeme, die Drittsysteme nahtlos einbinden, sodass Produkte und Bestellungen problemlos importiert bzw. exportiert werden können.

Status quo und Machbarkeitsanalyse

In Vorbereitung der Nutzer-Peak-Tage wäre ein Proof of Concept (PoC) des ­Online-Shops empfehlenswert. Mit der technischen Expertise und durch das methodische Know-how von Digital-Agen­turen lassen sich vorhandene Online-Shopsysteme oftmals in Hinblick auf Usability und User Experience optimieren. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anwendungsentwicklungen, die mit ihren Features das Einkaufserlebnis von Onlineshops verbessern und zugleich Kosten und damit Ressourcen beim Händler einsparen. 

Können Ihre Kunden zum Beispiel eine bereits getätigte Bestellung im Nachhinein selbstständig ändern oder stornieren? Ein entsprechendes Feature in Ihrem Shopsystem wird den Kundensupport massiv entlasten! Wichtig ist dabei, dass alle System-Aktualisierungen und Updates unbedingt vor den Nutzer-Peak-Tagen durchgeführt werden. In der Peak-Season sollte stattdessen ein größtmöglicher Code-Freeze eingehalten werden.

Systemstabilität und Hosting-Power während der Peak-Season

Systemstabilität und Hosting-Power sind entscheidend. Am Black Friday können viele simultane Anfragen auf einer Website zu einer Belastung oder sogar zum Absturz führen. Die Server müssen ein hohes Datenvolumen verarbeiten können, ohne dass die Seitengeschwindigkeit darunter leidet. Ladezeiten von unter drei Sekunden müssen eingehalten werden, alles andere führt zu Kosten durch Absprungraten und dadurch sinkende Einnahmen. 

Last-Tests sind im Vorfeld zu absolvieren, und es muss sichergestellt sein, dass bei Bedarf Kapazitäten beim jeweiligen Hosting-Anbieter kurzfristig erhöht werden können. Ein entsprechendes Service-Level-Agreement mit einem Dienstleister bzw. einer Digital-Agentur stellt eine 24/7 Betreuung sicher. Der Dienstleister kann im Bedarfsfall schnell Fehler im System beheben oder Hosting-Kapazitäten anpassen.

Online-Marketing: SEO ist und bleibt unerlässlich

Neben den technischen Voraussetzungen muss das Online-Marketing optimal für eine erfolgreiche Peak-Season vor­bereitet werden. Wie bereits bei Softwa­re und Engineering gilt auch im Marketing: Eine frühe Planung ist der Schlüssel zum Erfolg! Kunden beginnen bereits Wochen vor dem Black Friday damit, Angebote zu recherchieren. Genau deshalb führt auch zur Peak-Season kein Weg an der klassischen Suchmaschinenoptimierung vorbei. Die Seiten mit Angeboten zu Black Friday, Cyber Monday & Co. sollten frühzeitig im CMS erarbeitet und erstellt werden. So besteht ausreichend Zeit, dass Suchmaschinen wie z.B. Google die Seite crawlen und indexieren können.

Durch SEO lässt sich aber nicht nur die Sichtbarkeit erhöhen, vielmehr fördert sie die Entwicklung benutzerfreundlicher Websites, was wiederum die Zufriedenheit und die Verweildauer der Nutzer erhöht. SEO optimierte Websites landen auf den oberen Plätzen bei Suchergebnissen und steigern die Glaubwürdigkeit bzw. werden von Usern als vertrauenswürdiger wahrgenommen. Last but not least wird durch SEO zielgerichteter Traffic generiert und die Conversion-Rate ­verbessert. Die Optimierung des Online-Shops nach SEO-Kriterien sollte daher eine feste Größe des Marketing-Budgets sein. Informativer Content rund um den Black Friday mit Fokus-Keyword und relevanten Neben-Keywords sind elementar.

Werbekampagnen und SEA in der Peak-Season

Sobald die Keywords optimiert sind, werden die Kampagnen vorbereitet. Das Angebot muss einfach zu verstehen sein und darf max. zwei Werbebotschaften beinhalten. Größtmögliche Aufmerksamkeit werden mit Bannern und Visuelles erzielt. Auch hier gilt: Die Banner sollten das Angebot kurz, prägnant und glaubwürdig wiedergeben, denn der User verweilt durchschnittlich nur 1,5 Sek auf den Creatives. Mit der richtigen Anzeigenstrategie wird zudem ein Spannungsbogen aufgebaut. 

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Eine Möglichkeit ist, das Verknappungsprinzip oder das Dringlichkeitsbewusstsein durch eine Countdown-Anzeige wie z.B. „nur noch X-Tage verfügbar” zu stärken. Anzeigenerweiterungen sollten gezielt eingesetzt werden, um relevante Informationen wie Lieferung, Preis, Rabatt etc. in die Anzeigen aufzunehmen. Je mehr Anreize geschaffen werden, desto höher die Klick- und Kaufwahrscheinlichkeit. Zusätzlich ist es empfehlenswert, in Anzeigen auf den Weihnachtsendspurt aufmerksam zu machen. Da der Traffic und Wettbewerb zum Black Friday erheblich zunehmen, müssen relevante Kampagnen immer über ausreichend Tagesbudget verfügen. Es muss gewährleistet sein, die Budgets und Gebote effizient anzupassen.

Frühzeitig in interne und externe Expertise investieren

Die Peak-Season fordert umfängliche Maßnahmen in unterschiedlichen Disziplinen. Flankierende Maßnahmen wie Social-Media-Kampagnen würden an dieser Stelle noch einen eigenen Beitrag zum Black-Friday rechtfertigen. Festzuhalten bleibt: Die technologische Entwicklung setzt sich kontinuierlich fort und ist durch den Einsatz neuer Technologien wie KI geprägt. Um Erfolge an Nutzer-Peak-Tagen im Onlinehandel zu maximieren, sollte frühzeitig in entsprechende Expertise (intern und extern) investiert werden.

Peak-SeasonLutz Jurkat
ist Geschäftsführer des Agenturnetzwerks Grow Digital Group.

Bildquelle: GROW Digital Group