Die Budgets für E-Commerce und Retail Media steigen auch 2023 weiter an, um mit der Nachfrage und dem veränderten Konsumverhalten Schritt zu halten. Wie die Prognosen von GroupM zeigen, wird der Jahresumsatz mit Werbung 2022 101 Milliarden US-Dollar erreichen – das sind 15 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
(Quelle: Sikov - Adobe Stock)
Laut dem Report „This Year Next Year“ von GroupM wird auf dem globalen Werbemarkt 2022 ein Wachstum der gesamten Werbeausgaben um 6,5 Prozent erwartet.
2023 wird die weltweite Werbung voraussichtlich um 5,9 Prozent wachsen, mit starken Zuwächsen in den Bereichen CTV und Retail Media.
Mit Digital Media als starkes Zugpferd prognostizieren die Experten von GroupM für den deutschen Werbemarkt 2023 ein weiteres Wachstum der Ausgaben um 6,7 Prozent auf 33,65 Milliarden Euro.
In Deutschland sind die Werbe-Budgets für E-Commerce und Retail Media laut den Schätzungen von GroupM 2022 um 14 Prozent gestiegen. Damit wächst die deutsche Werbebranche etwas schneller als im vergangenen Jahr (plus zwölf Prozent). Und liegt deutlich über dem Dreijahresdurchschnitt vor der Pandemie mit zehn Prozent. Wohin die weitere Reise in den Bereichen E-Commerce und Retail Media geht und welche Handelskategorien darin besonders wichtig werden, zeigt der neue „E-Commerce & Retail Media Forecast“ der GroupM. In der Ausgabe, die zur Reihe „This Year Next Year“ gehört, werden die relevanten Faktoren untersucht, die heute und in Zukunft zum Erfolg der weltweiten E-Commerce- und Retail-Media-Branche beitragen.
21 Prozent des Einzelhandels erfolgt bis 2027 über E-Commerce
Für Deutschland gehen die aktuellen Prognosen von GroupM davon aus, dass sich der Jahresumsatz 2022 des gesamten Einzelhandels auf 925 Milliarden Euro belaufen wird. Der Anteil des E-Commerce beträgt dabei rund 15 Prozent. Das künftige Wachstum wird sich voraussichtlich ähnlich wie vor der Pandemie fortsetzen. Bis 2027 könnte der Jahresumsatz im deutschen Einzelhandel damit auf 1,1 Billionen Euro steigen. Hierbei werden 21 Prozent des Einzelhandels über E-Commerce-Kanäle abgewickelt . Insbesondere E-Food zeigt sich als die am schnellsten wachsende Kategorie und verzeichnet den höchsten Zuwachs beim durchschnittlichen Bestellwert.
Retail Media gewinnt weiter an Bedeutung
Weltweit wird der Bereich E-Commerce laut aktuellen Prognosen im Jahr 2022 rund 19 Prozent des globalen Einzelhandelsumsatzes ausmachen. Dieser Anteil wird bis 2027 auf 25 Prozent ansteigen. Die Umsätze im Retail Media lagen 2021 bereits bei 18 Prozent der globalen digitalen Werbeeinnahmen und elf Prozent der gesamten globalen Werbeeinnahmen. In fünf Jahren wird Retail Media einen weltweiten Jahresumsatz in Höhe von 160 Milliarden US-Dollar erreichen. In den nächsten ein bis drei Jahren wird im Retail Media-Bereich wahrscheinlich noch mehr Wettbewerb zu beobachten sein. Außerdem eine häufigere Entkopplung von Daten und Inventar sowie eine stärkere Beteiligung von nicht-endemischen Marken.
„Valide Marktprognosen für die Zukunft zu stellen, war noch nie so schwer wie in diesen unruhigen Zeiten. Wovon wir aber zu 100 Prozent ausgehen können, ist dass die Kanalverschiebung in Richtung E-Commerce weitergehen wird“, erklärt Mira London, Head of E-Commerce bei GroupM. „Für Mediaverantwortliche bedeutet diese Entwicklung vor allem eines. Mit dem Wachstum des E-Commerce-Vertriebskanals steigt auch die Relevanz von Einzelhändlern als Kommunikationsplattform. Und zwar zum einen für die Steuerung der Produkt-Performance, um die Marktanteile in Form von Sales zu sichern. Aber auch als Branding Kanal, um diese Reichweite kommunikativ nutzen zu können. Bis 2027 erwarten wir global ein 60-prozentiges Wachstum bei Retail Media. Das ist die höchste Wachstumsrate, die wir im digitalen Werbemarkt überhaupt prognostizieren. Lokal in Deutschland wird dieses Wachstum zweifellos noch deutlich höher ausfallen.“
Positiver Ausblick auf den Werbemarkt 2023
Mit Digital und Retail Media als starkes Zugpferd prognostiziert der Report „This Year Next Year“ von GroupM für den deutschen Werbemarkt 2023 ein weiteres Wachstum der Ausgaben um 6,7 Prozent auf 33,65 Milliarden Euro. Vier Gründen für den optimistischen Ausblick auf den Werbemarkt:
Starke Rückgänge scheinen sich auf ausgewählte Kanäle in ausgewählten Märkten zu beschränken.
Große Werbetreibende verzeichnen trotz vorsichtiger Prognosen Umsatzsteigerungen.
Die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor niedrig und die Gründung neuer Unternehmen treibt das Wachstum weiter voran.
Digital Media wächst weiter.
Digital und Retail Media wächst weiter, Print und TV mit Einbußen
Ein Blick auf die Prognosen in den einzelnen Werbegattungen verrät. Neben Out-of-Home (plus fünf Prozent) erweist sich bei den deutschen Ad Spendings vor allem der Digitalmarkt als wichtiger Treiber. In 2023 wird dieser Bereich um elf Prozent wachsen. Innerhalb der digitalen Werbebudgets spielt im kommenden Jahr neben dem Search-Bereich insbesondere Retail Media (plus 12,8 Prozent) eine zunehmend wichtige Rolle.
Während Radio (plus ein Prozent) konstant bleibt, muss das Fernsehen 2023 voraussichtlich sinkende Mediabudgets (minus 2,4 Prozent) hinnehmen. Und noch stärker um Marktanteile kämpfen. Das lineare Fernsehen hat dabei noch einen leicht stärkeren Rückgang zu verzeichnen. Diese können nicht durch die steigenden Spendings bei den sogenannten Digital Extensions ausgeglichen werden. Einbußen werden voraussichtlich auch die Print-Medien verzeichnen: Sowohl für physischen Zeitungen (minus sieben Prozent) als auch für gedruckte Magazine (minus fünf Prozent) sagt der Report der GroupM sinkende Werbeinvestitionen voraus. (sg)
Stand: 16.12.2025
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